Das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau FHNW, am Campus Muttenz hat 2021/22 ein greenBIM Programm entwickelt. Das Programm ermöglicht es Architektinnen und Architekten sowie weiteren Planenden, BIM Applikationen bereits in einer frühen Planungsphase im Rahmen der normalen Planungsumgebung (Revit und ArchiCAD) einzusetzen und Nachhaltigkeitsaspekte auszuwerten und zu optimieren. Dabei geht es einerseits darum, den ökologischen Fussabdruck des Bauprojekts zu reduzieren und aufzuzeigen, was Netto-Null im Gebäudebereich bedeutet. Mit dem greenBIM Programm 2023-25 wird eine IFC-Plattform aufgebaut, mit der es möglich ist, Architektur-Entwürfe aus verschiedenen CAD-Programmen über einen IFC-Import in der frühen Projektphase (Vorstudie, Vorprojekt) bezüglich Treibhausgasemissionen, grauer Energie und Betriebsenergie auszuwerten (greenBIM). Mit dem Programm ist es auch möglich, mittels Mengeneingaben mit einem Rechner (greenDESIGN) die analogen Berechnungen und Auswertungen durchzuführen. Die Auswertungen sind möglich nach dem SIA390/1 «Klimapfad – Treibhausgas- und Energiebilanz von Gebäuden» für Betrieb und Erstellung mit den neuen Grenz- und Zielwerten wie auch die Standards von Minergie-ECO und SNBS für Betriebsenergie, graue Energie und grauen Treibhausgas-Emissionen der Erstellung, so dass der Entwurf bezüglich dieser Grössen bewertet und optimiert werden kann. Auch Sanierungsprojekte können bewertet werden. Zudem werden Bauteile im greenBIM Programm integriert. Per Ende 2024 wurde die cloudbasierte Web-Plattform viride.ch (IFC basiert) programmiert und ein IFC-Viewer installiert. Die Funktionalitäten und Standards für die indirekten Treibhausgasemissionen, die graue Energie und der im Produkt gespeicherte biogene Kohlenstoff wurden integriert. Auch können mit Bauteilen gemäss SIA2032 und Minergie gerechnet werden. Rund 180 User sind bereits auf der Plattform registriert und optimieren ihre Projekte.