Bestäuber sind zentral für tragfähige Agrarökosysteme. Trotz bestehender Anreize gibt es in der Schweiz aber ein mangelhaftes Nahrungsangebot und fehlende Lebensräume für Wild- und Honigbienen. Forschung und Praxis, viele Projekte und politische Rahmenbedingungen wie der Massnahmenplan für die Gesundheit der Bienen, die 3.5% Biodiversitätsförderfläche (BFF) auf Ackerfläche und neue Produktionssystembeiträge (PSB) möchten dem dringenden Handlungsbedarf Rechnung tragen. Auch auf Seiten der Landwirt/innen ist gemäss Umfragen Interesse da, Bestäuber auf dem Betrieb zu fördern, da Bienen gute Botschafterinnen für das Anliegen der Biodiversität sind.
Die HAFL und BienenSchweiz möchten deshalb in einem Bottom-up-Prozess ein funktionierendes Beratungsnetzwerk für Blühflächen in der Schweizer Landwirtschaft entwickeln und etablieren. Durch eine bessere Koordination bestehender Beratungsangebote und die optimierte Nutzung von Synergien zwischen den Akteuren im LIWIS, welche in dieser Thematik aktiv sind, kann ein schneller und effektiver Transfer von neuem Wissen zu Bienen- und Blühflächenförderung in die landwirtschaftliche Praxis erreicht werden.