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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
38428
Projekttitel
Verbesserung der Bedingungen der Wasserkraftwerke in der Schweiz

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Publikationen / Ergebnisse
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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
TP0087;F-Energiewirtsch. Grundlagen
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Verbesserung der Bedingungen der Wasserkraftwerke in der Schweiz
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Ist die Vermarktung von Strom über die ökologischen Vorzüge der Erzeugung eine lohnenswerte Strategie für die Wasserkraftbetreiber in der Schweiz? Die Antwort auf diese Ausgangsfrage fällt differenziert aus: Ökostrom kann eine sinnvolle Strategie für einzelne Wasserkraftbetreiber sein. Wie gross dieser Markt aber werden wird und für wie viele Betreiber sich eine solche Differenzierung rechnen wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.Bisherige Studien zeigen, dass viele Konsumenten daran interessiert sind, Energie zu nutzen, deren Bereitstellung die Umwelt wenig belastet. Ein Teil der Konsumenten ist auch bereit, dafür einen Aufpreis zu bezahlen. Eine typische Angabe ist z.B., dass 10% der Haushaltskunden aussagen, sie seien bereit für umweltfreundlichen Strom einen 20% höheren Preis zu bezahlen. Bisher realisierte Marktanteile liegen allerdings sehr viel tiefer.Bezogen auf das Thema Ökostrom aus Wasserkraft fehlten bis anhin gesicherte Erkenntnisse. Es wird über die Ergebnisse einer Untersuchung mit 11 Fokusgruppen berichtet:- Ökostrom wird zunächst mit erneuerbaren Energien gleichgesetzt. Die Wasserkraft nimmt dabei eine ambivalente Stellung ein.- Strom aus Wasserkraft wird von den erhobenen Einstellungsgruppen unterschiedlich als Ökostrom bewertet. Die eher kritischen Konsumenten mit einem strarken Interesse an Energiefragen sprechen sich eher für ökologisch optimierte Wasserkraft aus. Kunden mit weniger Bezug zu Umweltfragen akzeptieren die bestehende Wasserkraft als Ökostrom.- Wasserkraft wird als Komponente von Ökostrom-Produkten geschätzt, weil es sich um eine erneuerbare, CO2-freie und zuverlässige Quelle handelt.Wichtig ist zu wissen, dass die Teilnahme am Ökostrommarkt für Wasserkraftwerksbetreiber nur in Ausnahmefällen ohne Vorleistung möglich sein wird. Der Ökostrommarkt besteht aus verschiedenen Märkten, die Chancen und Herausforderungen für einzelne Kraftwerksbetreiber darstellen (Markt für lokale Wasserkraft, für buchhalterisch zertifizierte Wasserkraft mit und ohne Förderung von neuen erneuerbaren Energien und für ökologisch zertifizierte Wasserkraft). Wie gross diese Märkte sein werden, ist schwer zu sagen. Die Grösse hängt nicht zuletzt ab vom Zusammenspiel des Ökostrommarktes mit staatlichen Massnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
EAWAG
Eidg. Technische Hochschule

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Spreng,Daniel
Truffer,Bernhard
Wüstenhagen,Rolf
Zugehörige Dokumente
Schlussbericht
(Deutsch)
In der politischen Diskussion ist in den letzten Jahren oft die Frage gestellt worden, ob die Strommarktliberalisierung die Wettbewerbsfähigkeit der Wasserkraft beeinträchtige und was im Falle einer solchen Beeinträchtigung dagegen unternommen werden könne. In diesem Zusammenhang ist im Oktober 2000 ein Postulat der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie eingereicht worden, mit der Einladung an den Bundesrat, die mittel- und langfristige Stellung der einheimischen Wasserkraft in einem liberalisierten Strommarkt zu prüfen.Diese erste, allgemeine Studie ? die einen Vorstudien-Charakter aufweist - ist dieser Frage nachgegangen. Dafür wurde die langfristige1 Perspektive gewählt, wonach die Wettbewerbsfähigkeit als die Fähigkeit einer Branche oder einzelner Unternehmen definiert ist, langfristig Erhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen zu tätigen.2Die drei Hauptziele, die mit der Studie verfolgt wurden, sind:1. Einschätzung der für die Wasserkraft relevanten Rahmenbedingungen: Es werden die Faktoren, welche die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Branche beeinträchtigen bzw. verbessern könnten, identifiziert. Konkret wird der Frage nachgegangen, ob die Wasserkraftwerke nach Ablauf der Konzessionen, d.h. für die meisten Werke nach dem Jahr 2020, Erneuerungsinvestitionen tätigen werden.2. Die Analyse der Kostenstruktur soll Möglichkeiten aufzeigen, wie in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit der Branche gestärkt werden kann.3. Es soll aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten auf der wirtschaftspolitischen Ebene bestehen, um die Produktions- und Erlösbedingungen für die Wasserkraftwerke zu verbessern. Nicht Gegenstand der Untersuchung bildet die Bewertung der nicht amortisierbaren Investitionen, da für die Schweiz hierzu bereits verschiedene Analysen vorliegen. Wegen der Fokussierung auf die langfristige Wettbewerbsfähigkeit werden die Faktoren, die in den nächsten Jahren aufgrund der Marktliberalisierung die wirtschaftliche Situation der Branche bestimmen und voraussichtlich erschweren werden, nur am Rande berücksichtigt. Damit soll nicht die Bedeutung dieser Bestimmungsfaktoren in Frage gestellt werden, diese sind vielmehr in anderen Studien zu vertiefen.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Eidg. Technische Hochschule Zürich
Università della Svizzera Italiana

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Wild,Jörg
Filippini,Massimo
Luchsinger,Cornelia
Banfi,Silvia
Zugehörige Dokumente