Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
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Das Projekt der Evaluation der Tätigkeiten der Technologie-Vermittlungsstelle (TEVE) hat zum Ziel, die Wirkungen, Stärken und Schwachstellen der TEVE ausfindig zumachen sowie Empfehlungen für eine effiziente TEVE auf regionaler und nationaler Ebene zu formulieren. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, welches Potential für eine leistungsfähige TEVE auf regionaler und nationaler Ebene besteht.Im letzten Quartal 2000 wurden in den Bereichen ?Konzept- und Vollzugsanalyse? bereits einige interessante Erkenntnisse erzielt. Basierend auf den durchgeführten Gesprächen ? in Kombination mit der Auswertung der verfügbaren Unterlagen und der Literatur ? konnten bereits Stärken und Schwachstellen der TEVE ausfindig gemacht werden. Auch im Bereich ?Zukunftspotential verschiedener thematischer Bereiche?, welcher Auskunft über das Potential einer leistungsfähigen TEVE geben soll, wurden die Grundlagen für eine Expertenbefragung (Mini-Delphi Verfahren) erarbeitet.Im ersten Quartal 2001 werden die ausgearbeiteten Hypothesen geprüft und die Resultate analysiert. Für die Prüfung der Hypothesen wird nebst der Expertenbefragung auch eine Kundenbefragung durchgeführt. Die Resultate unserer Studie verdichten wir in einem Schlussbericht und einem Strategiepapier . Diese werden im März 2001 vorliegen.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Interface
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: Binder,Hans-Martin Schaller,Riccarda
Zugehörige Dokumente
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Schlussbericht
(Deutsch)
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Ausgangslage, Fragestellung und Vorgehen Seit 1996 wird TEVE Kanton Bern als Pilotprojekt einer Technologievermittlungsstelle im Energiebereich geführt. Sie wird je hälftig finanziert vom Bundesamt für Energie und der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern. Die zentrale Aktivität von TEVE Kanton Bern besteht in der aktiven Kontaktnahme zu KMU, um ihnen den Zugang zu innovativen Produkten und Entwicklungen sowie Kontakte zu Produzenten, Lieferanten und Forschungsstellen zu vermitteln. Diese Bring-Strategie wird ergänzt sowohl durch eine Strategie der Netzwerkbildung (themenspezifische Arbeitsgruppen) als auch durch eine Top down-Strategie (Förderung von P&D-Anlagen). Die Zielsetzung von TEVE Kanton Bern besteht einerseits in der Förderung (Diffusionsförderung) von energieeffizienten Produkten und Verfahren (Energieeinsparung,Substitution), anderseits auf regionalwirtschaftlicher Ebene in der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Schaffung neuer Arbeitsplätze bei bernischen Industrie- und Gewerbebetrieben. Die vorliegende Evaluation soll die Grundlage für die Beantwortung der folgenden Fragen liefern:1. Welches sind die Stärken und Schwachstellen in der Konzeption und im Vollzug der TEVE Kanton Bern (Programm und Implementation)?2. Wie sind die durch die TEVE erbrachten Leistungen (Output) und die dadurch erzielten Wirkungen im Energiebereich und in wirtschaftlicher Hinsicht zu beurteilen (Analyse von Impacts und Outcomes)?3. Welche Empfehlungen im Hinblick auf die Konzeption und Umsetzung einer leistungsfähigen Technologievermittlung können formuliert werden?Die Bewertung der Programmkonzeption und des Vollzuges erfolgte auf der Basis einer Dokumentenanalyse und Leitfadeninterviews mit Programm- und Vollzugsverantwortlichen. Für die Analyse von Output und Impacts wurde eine Auswertung der umfangreichen Datenbank der TEVE-Stelle sowie eine telefonische Befragung von 75 Betrieben aus der ganzen Schweiz (Nutzer und Nicht-Nutzer der TEVE Kanton Bern)durchgeführt. Die Unternehmer wurden dabei auch zur Nützlichkeitder Technologievermittlung und zu den dank Einsatz der TEVE Kanton Bern erzielten langfristigen energetischen und ökonomischen Wirkungen befragt.ErgebnisseDie Technologievermittlung Kanton Bern basiert auf einem umfassenden und breit angelegten Zielkatalog. Die Entwicklung und Umsetzung geeigneter, praktikabler und zielführender Handlungsstrategien stellt an die Programm-Steuerung und den Vollzug durch die TEVE-Stelle hohe Anforderungen. Im Verlauf des Pilotprojektes wurden deshalb verschiedene strategische Schwerpunktbildungen vorgenommen. So zum Beispiel durch die Verstärkung der Netzwerkbildung (Bildung und Betreuungthematischer Arbeitsgruppen) und die Intensivierung des Top down-Ansatzes (Produkteförderung, Förderung von P&D-Anlagen).Steuerung und Organisation des Pilotprojektes TEVE Kanton Bern sind einfach und pragmatisch konzipiert. Die Delegation des Vollzuges an die private Ingenieurfirma Eicher+Pauli AG Bern ist angesichts der verfügbaren Fachkompetenz durch die beiden Projektverantwortlichen optimal. Die der TEVE-Stelle jährlich zur Verfügung stehenden Finanzmittel in der Höhe von 75'000 Franken sind ? im Vergleich mit ähnlich gelagerten Institutionen der Technologievermittlung ? angesichts der erbrachten Leistungen sehr bescheiden.Bis Ende des Jahres 2000 hatte die TEVE-Stelle im Rahmen ihrer Bring-Strategie Kontakt zu insgesamt 162 Firmen. Bei einem geschätzten Potenzial von 340 im Kanton Bern ansässigen Firmen im Energiebereich ist davon auszugehen, dass die Möglichkeiten dieser Bottom up-Strategie noch nicht voll ausgeschöpft sind.Aus der Unternehmensbefragung resultierte, dass von 32 Unternehmen, die mit TEVE Kanton Bern in einem direkten Kontakt standen, die TEVE-Stelle dank ihrer Vermittlungstätigkeit bei 14 Unternehmen zu einer effektiven Problemlösung beitragen konnte. Dieses Resultat ist als Erfolg zu werten, zumal eine Steigerung der Erfolgsquote im Verlauf der Jahre erkennbar ist. Am häufigsten erfolgte die Vermittlung von Kontakten zu möglichen Lieferanten sowie von Technologie-Informationen.Insgesamt wurde die TEVE Kanton Bern von den befragten Unternehmen als ein nützliches Instrument beurteilt. Vor allem der Aspekt der Netzwerkbildung (Kontakt zu interessanten Partnern) wird positiv gewertet. Diese Beurteilung bestätigt, dass die in jüngerer Zeit erfolgte Verstärkung und Dynamisierung der Bemühungen um die Bildung und Pflege von themenspezifischen Arbeitsgruppen durch TEVE Kanton Bern eine richtige Strategie ist, die auch in Zukunft weiter intensiviert werden sollte.Die Evaluation hat gezeigt, dass keine direkte, kausale Wirkung der Tätigkeit von TEVE auf die Schaffung von Arbeitsplätzen nachgewiesen werden kann. Jedoch bestätigen zwischen gut einem Drittel und 43 Prozent der befragten Firmen, die im Kontakt zu TEVE standen, dass die Leistungen der TEVE-Stelle wesentlich dazu beigetragen haben, dass neue Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz bzw. zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien realisiert werden konnten. Dieerzielten direkten Wirkungen konnten aber auch in diesem Bereich nicht quantifiziert werden. Es bleibt die auch in anderen vergleichbaren Untersuchungen gewonnene Erkenntnis, dass Technologievermittlung, wie sie von TEVE Kanton Bern praktiziert wird, im Wesentlichen indirekte Wirkungen erzeugt.Die wichtigsten Empfehlungen, die aus der Evaluation resultieren- Die Aktivitäten der TEVE Kanton Bern sollten noch stärker auf bestimmte Adressaten- und Nutzerkreise und auf zu bearbeitende Schlüsselthemen fokussiert werden. Dadurch würde die Angebotsund Kompetenzprofilierung nach aussen gefördert (?core competence?). Auf strategischer Ebene ist diese Fokussierung durch eineweitere Intensivierung der Top down-Strategie ? Förderung von Pilot- und Demonstrationsanlagen, Initiierung und Betreuung themenspezifischer Arbeitsgruppen ? zu unterstützen. Neben der Profilstärkung muss die TEVE-Stelle weiterhin ein leicht zugängliches Kontaktportal und eine fachkompetente Informationsdrehscheibefür interessierte Unternehmen anbieten. - Die Akquisition und Pflege von Kundenkontakten im Rahmen der Bring-Strategie ist weiterzuführen. Ebenso muss die Arbeit im Bereich Networking weiter forciert werden.- Zu prüfen ist ein gemeinsamer, einheitlicher und marketing-starker Auftritt aller Angebote und Dienstleistungen im Kanton Bern, die die Technologievermittlung im Energiebereich zum Inhalt haben(?corporate identity?). Ein Auftritt unter gemeinsamem Etikett hilft, dass das Leistungsprofil und der vielfältige Fächer an energiepolitischrelevanten beratenden, vermittlenden und informierenden Tätigkeiten des Kantons von aussen klar wahrgenommen und in ihrem Nutzen von den Unternehmen besser eingeschätzt werden können. Diese Transparenz reduziert den Suchaufwand für potenzielle Nutzer der Technologievermittlung im Kanton Bern.- Die positiven Ergebnisse dieser Evaluation sollen dazu Anlass geben, das Projekt TEVE Kanton Bern auf der Basis des bestehenden Konzeptes und der bestehenden Vollzugsorganisation weiterzuführen. Eine Ausdehnung des räumlichen Wirkungsbereiches auf die Region Espace Mittelland sollte geprüft werden. Dies hätte allerdingszur Folge, dass die dem Projekt derzeit zur Verfügung stehenden knappen finanziellen Ressourcen erhöht werden müssten.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Interface
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: Balthasar,Andreas Binder,Hans-Martin Schaller,Riccarda
Zugehörige Dokumente
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Schlussbericht
(Französisch)
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Depuis 1996, le canton de Berne dispose d’un organisme pilote qui joue le rôle d’intermédiaire dans le domaine des technologies de l’énergie. Baptisé TEVE Kanton Bern (TEVE pour Technologie-Vermittlung), ce projet est financé à part égale par l’Office fédéral de l’énergie (OFEN) et la Direction des travaux publics, des transports et de l’énergie du canton de Berne. La prise de contact avec les PME représente l’essentiel de l’activité de TEVE Kanton Bern. Il s’agit de leur ouvrir l’accès aux derniers développements techniques et aux produits innovants et de les mettre en relation avec les fabricants, les fournisseurs et les instituts de recherche. Cette stratégie proactive est complétée à la fois par une stratégie de mise en réseau (groupes de travails spécialisés) et par une stratégie «de haut en bas» (topdown: promotion d’installations pilote et de démonstration – P&D). TEVE Kanton Bern a pour double objectif la promotion (diffusion) de produits et procédés qui présentent un bon rendement énergétique (économie d’énergie, énergie de substitution) et, au niveau de l’économie régionale, un renforcement de la compétitivité des entreprises bernoises et la création de places de travail.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Interface
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: Balthasar,Andreas Binder,Hans-Martin Schaller,Riccarda
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