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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
23.113
Projekttitel
Motiviertes und treues Alppersonal – Rahmenbedingungen für einen aussergewöhnlichen Arbeitsort

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Abstract
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Schweiz, Alpwirtschaft, Alppersonal, Saisonarbeit
Schlüsselwörter
(Englisch)
Switzerland, Alpine farming, Alpine staff, seasonal work
Schlüsselwörter
(Französisch)
Suisse, économie alpestre, personnel d'alpage, travail saisonnier
Schlüsselwörter
(Italienisch)
Svizzera, agricoltura alpina, personale alpino, lavoro stagionale
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Schweizer Alpwirtschaft erfüllt mit ihren gut 7'000 Alpbetrieben wichtige wirtschaftliche, ökologische und traditionserhaltende Funktionen. Diese können ohne die vielen Älpler*innen, die während der Alpzeit die Tiere versorgen und die Flächen pflegen, nicht erhalten werden. Es ist jedoch herausfordernd langjähriges Alppersonal zu rekrutieren. Das Forschungsprojekt will daher die Voraussetzungen einer wiederkehrenden Beschäftigung von Alppersonal untersuchen, um einen langfristigen Erhalt der Alpwirtschaft zu unterstützen:
- Welche betrieblichen und alpwirtschaftlichen Faktoren beeinflussen die Loyalität des Alppersonals mit einer spezifischen Alp?
- Welches sind die alpexternen Hindernisse und Herausforderungen für Alppersonal, um mehrere Saisons auf derselben oder unterschiedlichen Alp(en) zu arbeiten (insb. Winterbeschäftigung)?
Methodisch kombiniert das Projekt eine quantitative Online-Befragung, vertiefende qualitative Interviews (insb.um möglichen Erwerbskombinationen nachzugehen) und partizipative Workshops. Im Rahmen letzterer werden zusammen mit Stakeholdern Handlungsempfehlungen entwickelt. Diese und das empirische Wissen werden durch die Projektpartner*innen zielgruppenspezifisch aufbereitet und verbreitet, damit a) v.a. Alpbesitzende sie verwenden und ideale Rahmenbedingungen für eine langfristige Bewirtschaftung ihrer Alpen schaffen können, und b) zusammen mit Wirtschaftspartnern die Förderung von Erwerbskombinationen (Sommer-Winter) geprüft werden kann.
Abstract
(Deutsch)
Die Alpbetriebe in der Schweiz bekunden zunehmend Mühe bei der Suche nach qualifiziertem und langjährigem Personal, mit negativen Auswirkungen auf die nachhaltige Bewirtschaftung der Alpbetriebe. Eine Umfrage (n=366) bei und Interviews (n=23) mit Alpangestellten haben bestätigt: Die durchschnittliche Anzahl absolvierter Alpsommer ist aufgrund alpinterner und alpexterner Gründe rückläufig.
Einerseits liegen die Herausforderungen in der Saisonalität der Alparbeit, die besondere Berufs- und Lebensarrangements verlangt. Dieser Umstand ist nicht neu, angesichts der veränderten demographischen Struktur des Personals (u.a. hohe berufliche Heterogenität) und der allgemeinen Entwicklungen in der Arbeitswelt jedoch zunehmend bedeutsam. Andererseits kehrt ein Teil des Personals aufgrund der Rahmenbedingungen auf den Alpen nicht langjährig zurück. Wo in der Vergangenheit die mangelhafte Infrastruktur angepasst wurde, sind heute andere Faktoren wichtiger: Vor allem die Anstellungsbedingungen und das Personalmanagement sind unter den Erwartungen des Personals.
Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden an einem Workshop mit Branchenvertreter:innen und Alpverantwortlichen über 70 Handlungsmöglichkeiten zusammengetragen. Diese wurden in sieben Arbeitspaketen mit konkreten Massnahmen synthetisiert sowie priorisiert und der Begleitgruppe sowie den Praxispartnern zur Verfügung gestellt. Einige Massnahmen sind bereits in Umsetzung. Andere sollen in einem Nachfolgeprojekt angegangenen werden.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)