Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
|
- Inhalt der Volksinitiative "Strom ohne Atom" ist die zügige Stilllegung der Kraftwerke in der Schweiz. Spätestens zwei Jahre nach Annahme der Verfassungsbestimmungen müssen die älteren Kraftwerke vom Netz, die Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt nach spätestens 30 Betriebsjahren. Gemäss der Initiative ?Moratorium Plus? ist eine Betriebsdauer von 40 Jahren möglich, eine Verlängerung um jeweils höchstens 10 Jahre ist zulässig, jedoch von Referendumsabstimmungen abhängig.- Die Auswirkungen dieser Initiative wurden in umfangreichen Modellanalysen untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach der Höhe der Versorgungslücke beiverkürzter Betriebsdauer der KKW, nach der Strategie zur Schliessung der Lücken, nach den Konsequenzen für die CO2-Emissionen und ihre Neutralisierung sowienach kostenmässigen Auswirkungen.- Der Untersuchungszeitraum bezieht sich schwerpunktmässig auf die Zeit zwischen 2004 und 2030.- Die Auswirkungen unsicherer und umstrittener Rahmensetzungen wurden in Form von Sensitivitätsrechnungen untersucht.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Prognos AG
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: Eckerle,Konrad
Zugehörige Dokumente
|
Schlussbericht
(Deutsch)
|
Die beiden Volksinitiativen "Strom ohne Atom" und "Moratorium Plus" wurden im September 1999 eingereicht. Inhalt der Initiative "Strom ohne Atom" ist die schrittweise, aber zügige Stilllegung der Atomkraftwerke in der Schweiz. Spätestens zwei Jahre nach Annahme der Verfassungsbestimmungen müssen die älteren Kraftwerke (Beznau 1+2, Mühleberg) vom Netz, die Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt nach spätestens 30 Betriebsjahren ausser Betrieb genommen werden. Gemäss der Initiative "Moratorium Plus" ist eine Betriebsdauer von 40 Jahren möglich, eine Verlängerung um jeweils höchstens 10 Jahre ist zulässig, jedoch von Referendumsabstimmungen abhängig.Im Mittelpunkt steht die Frage nach den energetischen und kostenmässigen Auswirkungen. Im einzelnen wird geprüft, welche Strategien sich zur Schliessung der Angebotslücken, die mit der Stilllegung der KKW verbunden sind, anbieten, welche nachfrageseitigen und welche angebotsseitigen Massnahmen ausgewählt werden sollen, in welchem Umfang verbleibende Angebotslücken durch gekoppelte Stromerzeugung (WKK) gedeckt werden müssen. Die Auswirkungen der Sitlllegungsvarianten werden vor dem Hintergrund der beschlossenen energiepolitischen Rahmensetzungen, dem Energiegesetz und CO2-Gesetz, untersucht. Eine wesentliche Rahmenbedingung ist, dass die zusätzlichen CO2-Emissionen, die mit den WKK-Strategien und der fossil-thermischen Stromerzeugung verbunden sind, nicht hingenommen werden, sondern durch weitergehende Einsparmassnahmen kompensiert werden müssen (CO2-Neutralität). Ferner ist dazustellen, wie die Emissionen gemäss CO2-Gesetz weiter reduziert werden (CO2-Ziel).Der Untersuchungszeitraum bezieht sich schwerpunktmässig auf die Zeit zwischen 2004 und 2030. Die Auswirkungen unsicherer und umstrittener Rahmensetzungen wurden in Form von Sensivitätsrechnungen untersucht. Die Untersuchungen und der hier vorgelegte Bericht wurden von einer Arbeitsgruppe intensiv begleitet. Die Leitung der Arbeitsgruppe hatte das BFE.Die methodische Grundprinzip zur Abschätzung der Auswirkungen basiert darauf, dass die Ergebnisse der Stilllegungsvarianten den entsprechenden Referenzergebnissen, die auf einer 50- bis 60-jährigen Nutzung der bestehenden Kernkraftwerke beruhen, gegenübergestellt werden. Für die energetischen Auswirkungen der KKW-Stilllegung werden drei Komponenten voneinander unterschieden, die Bestimmung der entstehenden (hypothetischen) Stromangebotslücken, die Strategien zur Schliessung der Angebotslücken und schliesslich die Sicherstellung der CO2-Neutralität.Die mengenmässigen energetischen Veränderungen bilden die Basis für ihre kostenmässige Bewertung. Auch hier geht es um eine Differenzanalyse, d.h. um die Quantifizierung der Mehr- und Minderkosten, die mit der Stilllegung der KKW's verbunden sind.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Prognos AG
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: Eckerle,Konrad Hofer,Peter Hacker,Konrad
Zugehörige Dokumente
|