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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
B22.05
Projekttitel
Laktationsverlängerung Milchkühe

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Verlängerte Laktation, Rindergesundheit, Zwischenkalbezeit, Betriebswirtschaft, Stickstoffeintrag
Schlüsselwörter
(Englisch)
Prolonged lactation, cattle health, inter-calving period, farm management, nitrogen input
Schlüsselwörter
(Französisch)
Lactation prolongée, santé des bovins, période d'inter-vêlage, économie d'entreprise, apport d'azote
Schlüsselwörter
(Italienisch)
Lattazione prolungata, salute delle bovine, periodo interparto, gestione aziendale, apporto di azoto
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Verlängerung der Laktationsdauer von Milchkühen gegenüber der seit Dekaden üblichen Standardlaktation von 305 Tagen erlangt zunehmend Aufmerksamkeit. Hintergrund sind die aktuellen Herausforderungen hinsichtlich Tiergesundheit, steigender Leistung, Kälbervermarktung, Wirtschaftlichkeit und Umwelt, die eine Anpassung der bisherigen Produktionsroutinen erfordern. Die Verlängerung der Laktationen bei Milchkühen kann im Hinblick auf die genannten Punkte für viele Milchviehbetriebe diverse Vorteile generieren. Die Umsetzung einer verlängerten Laktation muss allerdings in Abhängigkeit von den betriebsspezifischen Gegebenheiten entschieden und unterstützt werden. Ziel dieses Projekts ist es, Rahmenbedingungen für die Umsetzung einer verlängerten Laktation in der Praxis zu definieren und anhand von Praxisdaten betriebswirtschaftliche Berechnungen durchzuführen. Zudem sollen die Stickstoffeinträge betreffende Kalkulationen durchgeführt werden. Schliesslich wird im Rahmen des Projekts evaluiert, auf welchen Betrieben die Etablierung einer langen Laktationsdauer auf Schweizer Milchkuhbetrieben sinnvoll ist und wie diese am besten umgesetzt werden kann. Hierfür arbeiten die Rindergesundheit Schweiz (RGS), die Zuchtorganisationen und AGRIDEA zusammen und haben dabei den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Praxis und die Dissemination der Ergebnisse zum Ziel. Der Austausch zu weiteren Projekten wie dem Projekt zur Laktationsverlängerung bei Milchziegen und dem Projekt zur Erhöhung der Nutzungsdauer Schweizer Milchkühe wird sowohl durch das eigene als auch durch das Mitwirken der Projektpartner in diesen Projekten gewährt.
Abstract
(Deutsch)
Im Verlauf des Projekts hat sich gezeigt, dass die Schweizer Zuchtorganisationen verlängerte Laktationen bei verschiedenen Rassen feststellen, was sich auch in den Zahlen der Datenauswer-tung gezeigt haben. Gerade bei der Rasse Holstein zeigt sich dies in den letzten Jahren deutlich. Allerdings wird von Seiten Zuchtorganisationen nicht direkt auf dieses Merkmal gezüchtet, vielmehr werden die Grundlagen für eine verlängerte Laktation geschaffen.
Die Auswertung der Zuchtorganisationsdaten aus den letzten 10 Jahren zeigt, dass eine Verlänge-rung der Rastzeit je nach Rasse und Leistung zu einer verbesserten Besamungsrate führen kann. Daher wäre rein aus Berücksichtigung dieser Ergebnisse eine Verlängerung der Rastzeit, einherge-hend mit den Vorteilen, um ein bis zwei Zyklen zu empfehlen. Nichtsdestotrotz müssen auch die etwaigen Folgen einer verlängerten Laktation, wie eine reduzierte Anzahl an Kälbern berücksichtigt werden.
Betrachtet man die Auswirkungen auf die Umwelt durch die verringerte Anzahl Kälber, welche mit einer verlängerten Laktation einhergehen, so sind das bei einer Rastzeit von 90-150 Tagen ca. 497 kg CO2-Äquivalente und 6.5 kg Stickstoff (Ausstoss des Kalbs) pro Kuh und Jahr bzw. bei >150 Ta-gen ca. 995 kg und 13.18 kg im Vergleich zu <90 Tagen, die eingespart werden können.
Die Befragung der Landwirte hat gezeigt, dass eine bewusste Verlängerung der ZKZ immer mit ei-ner Tier- und Betriebsindividuellen Entscheidung einhergeht.
Die aktuellen betriebswirtschaftlichen Ergebnisse zeigen, dass die Deckungsbeiträge durch eine verlängerte Laktation, je nach Rasse, ab einer Milchleistung von 9000-10000 l Milch pro Kuh und Jahr ansteigen können.