Laut den Gesuchstellern, nimmt die Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen, Starkniederschläge oder Spätfröste in Zusammenhang mit dem Klimawandel zu. Die zunehmenden Stressfaktoren setzen die Fähigkeit, Wein von guter Qualität und Ertrag zu produzieren zunehmend unter Druck und bedrohen die Nachhaltigkeit des Weinbaus. Die Integration von Bäumen in die Weinberge entwickelt sich zunehmend zu einer möglichen Lösung, um die zukünftigen Herausforderungen im Weinbau zu bewältigen. Das Interesse der Schweizer Winzerinnen und Winzer wächst also, ebenso wie die Nachfrage nach unterstützenden Informationen. Doch heute gibt es nur wenige Referenzen über moderne Weinbausysteme, die Bäume zwischen den Rebzeilen (interrows) und innerhalb der Rebzeilen (intrarows) integrieren, in der Schweiz und weltweit. Es besteht daher ein dringender Bedarf, Pioniersysteme zu untersuchen, die bereits mehrere Jahre in der Schweiz bestehen, um ihre Resilienz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu beurteilen. Dieses Projekt wird aus 3 Teilen bestehen:
1. Die Evaluation eines bestehenden Systems, um das Verständnis für die wichtigsten Prozesse und Wechselwirkungen innerhalb des Systems in Bezug auf die Veränderung des Mikroklimas, die Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit Produktivität und Qualität der Trauben zu gewinnen.
2. Die Untersuchung neuer Systeme im Hinblick auf Veränderungen der Bodeneigenschaften und die Bildung von Mykorrhiza Gemeinschaftsbildung in den ersten Standjahren der Anlagen. Damit werden die Grundlagen geschaffen um die Entwicklung solcher Systeme über einen längeren Zeitraum verfolgen zu können.
3. Die Sammlung von Hinweisen auf Bewirtschaftungspraktiken, die Erfassung von Informationsstrategien und Wertschöpfungsperspektiven in bestehenden Systemen.