Im vorgeschlagenen Projekt wird die Möglichkeit einer bisher selten angewandten Technik zur Entlandung von Stauseen untersucht, bei der Feinsedimente kontrolliert über den Triebwasserweg und die Turbinen ausgetragen werden. Die Sedimente, die sich im Bolgenach-Stausee, AT, abgelagert haben, werden mit einem Nassbagger entfernt und zum Triebwassereinlauf transportiert. Die Hydroabrasion an Francis-Laufrädern des angeschlossenen Speicherkraftwerks Langenegg wird im Rahmen von Feldmessungen untersucht. Zu den wichtigsten zu überwachenden Sedimentparametern gehören die Schwebstoffkonzentration und die Partikelgrößenverteilung. Das Projekt zielt auf die Weiterentwicklung und Verbesserung des IEC Turbinenerosionsmodells ab. Auf der Grundlage dieses Modells wird eine Instandhaltungsstrategie für Francis-Turbinen abgeleitet, indem das Weiterleitungsverfahren optimiert und die Kosten der Stauseebewirtschaftung sowie die Kosten für die Instandhaltung und Erneuerung der Anlagen abgewogen werden.