Description succincte
(Allemand)
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"INTERPLAY" bezeichnet, analysiert und bewertet die Rechtsgrundlagen des (zukünftigen) Einsatzes digitaler Plattformen im Strommarkt. Im Fokus steht die Entwicklung einer ganzheitlichen Sichtweise auf die Regulierung(Stromnetze), den Strommarkt (Wettbewerbsrecht) und das Datenschutzrecht. INTERPLAY zeigt Chancen und Risiken, aber auch rechtliche Grenzen und möglichen Regulierungsbedarf auf. Darüber hinaussoll ein Vergleich mit der Entwicklung in der Europäischen Unionhelfen, die Ergebnisse (indirekt) zu überprüfen und zu weiteren Erkenntnissen zu gelangen. INTERPLAY zielt darauf ab, den rechtlichen Rahmen für Anbieter digitaler Plattformen, Energieversorger und Verbraucher(bzw. Prosumenten) auszuleuchten und den möglichen politischen Handlungsbedarf zu identifizieren.
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Description succincte
(Anglais)
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"INTERPLAY" analyses, classifies and assesses legality of the (future) use of digital platforms in the electricity market, developing a holistic view of regulation (electricity grids), the electricity market (competition law) and data protection law on the matter. In doing so, INTERPLAY highlights opportunities and risks, but also legal limits and possible needs for specific regulation. Furthermore, a comparison with the development in the EU will help to (indirectly) verify the results and will perhaps lead to new insights. Thereby, INTERPLAY aims at clarifying the legal framework for digital platform providers, energy utilities and consumers (or prosumers) and identifying the possible need for political action.
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Description succincte
(Français)
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« INTERPLAY » désigne, analyse et évalue les bases juridiques de l'utilisation (future) de plateformes numériques sur le marché de l'électricité. L'accent est mis sur le développement d'une vision globale de la régulation (réseaux électriques), du marché de l'électricité (droit de la concurrence) et du droit de la protection des données. INTERPLAY met en évidence les opportunités et les risques, mais aussi les limites juridiques et les éventuels besoins de régulation. En outre, une comparaison avec l'évolution au sein de l'Union européenne doit permettre de vérifier (indirectement) les résultats et d'en tirer d'autres conclusions. INTERPLAY a pour objectif d'éclairer le cadre juridique pour les fournisseurs de plateformes numériques, les fournisseurs d'énergie et les consommateurs (ou prosommateurs) et d'identifier les éventuelles mesures politiques nécessaires.
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Publications / Résultats
(Allemand)
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"INTERPLAY" bezeichnet, analysiert und bewertet die Rechtsgrundlagen des (zukünftigen) Einsatzes digitaler Plattformen im Strommarkt. Im Fokus steht die Entwicklung einer ganzheitlichen Sichtweise auf die Regulierung (Stromnetze), den Strommarkt (Wettbewerbsrecht) und das Datenschutzrecht. INTERPLAY zeigt Chancen und Risiken, aber auch rechtliche Grenzen und möglichen Regulierungsbedarf auf. Darüber hinaus soll ein Vergleich mit der Entwicklung in der Europäischen Union helfen, die Ergebnisse (indirekt) zu überprüfen und zu weiteren Erkenntnissen zu gelangen. INTERPLAY zielt darauf ab, den rechtlichen Rahmen für Anbieter digitaler Plattformen, Energieversorger und Verbraucher (bzw. Prosumenten) auszuleuchten und den möglichen politischen Handlungsbedarf zu identifizieren. In Working Package (WP A) werden der inhaltliche und rechtliche Rahmen des Projekts abgesteckt. Im Vordergrund stehen die Charakteristika von Digitalplattformen, ihre Einsatzmöglichkeiten sowie die vielfältigen sektoriellen Rechtsgrundlagen und die allgemeinen datenschutzrechtlichen Grundlagen.
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Publications / Résultats
(Anglais)
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"INTERPLAY" analyses, classifies and assesses legality of the (future) use of digital platforms in the electricity market, developing a holistic view of regulation (electricity grids), the electricity market (competition law) and data protection law on the matter. In doing so, INTERPLAY highlights opportunities and risks, but also legal limits and possible needs for specific regulation. Furthermore, a comparison with the development in the EU will help to (indirectly) verify the results and will perhaps lead to new insights. Thereby, INTERPLAY aims at clarifying the legal framework for digital platform providers, energy utilities and consumers (or prosumers) and identifying the possible need for political action. In the first Working Package (WP A), the content and legal framework of the project is defined. The focus lies on the characteristics of digital platforms, their possible applications as well as the diverse sectoral legal bases and the general principles of data protection law.
Documents annexés
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Publications / Résultats
(Français)
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"INTERPLAY" désigne, analyse et évalue les bases juridiques de l'utilisation des (futures) plateformes digitales sur le marché de l'électricité. Au centre de l'attention se trouve le développement d'une vision globale de la régulation (réseaux électriques), du marché de l'électricité (droit de la concurrence) et du droit de la protection des données. INTERPLAY met en évidence les opportunités et les risques, mais aussi les limites juridiques et les éventuels besoins de régulation. En outre, une comparaison avec l'évolution au sein de l'Union européenne doit permettre de vérifier (indirectement) les résultats et d'en tirer d'autres enseignements. INTERPLAY vise à éclairer le cadre juridique pour les prestataires de plateformes digitales, les distributeurs d'énergie et les consommateurs (ou prosommateurs) et à identifier les éventuels besoins d'action politique. Le premier paquet de travail (WP A) permet de définir le contenu et le cadre juridique du projet. L'accent est mis sur les caractéristiques des plateformes digitales, leurs applications possibles ainsi que les diverses bases juridiques sectorielles et les principes généraux de la loi sur la protection des données.
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Rapport final
(Allemand)
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Intelligente Mess-, Steuer- und Regelsysteme bilden Grundlagen zur Digitalisierung1 der Stromversorgung. Sie kommen im Stromverteilnetz und bei den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern zum Einsatz. Eine gesetzlich vorgesehene zentrale Datenplattform (einst als «Datahub» bezeichnet) für Mess- und Stammdaten verstärkt diese Entwicklung. Auf dieser Basis entstandene Innovationen können die Versorgungssicherheit verbessern, wirtschaftliche Effizienzgewinne ermöglichen und Spielräume zur Weiterentwicklung von Märkten eröffnen – soweit der rechtliche Rahmen es zulässt. Digitale Plattformen können insbesondere neue Märkte erschliessen, verschiedene Nutzergruppen miteinander verbinden und neue Dienstleistungen ermöglichen. INTERPLAY bezeichnet, analysiert und bewertet die Rechtsgrundlagen des Einsatzes digitaler Plattformen im Bereich der Stromversorgung. Im Fokus stehen die stromversorgungsrechtlichen, die wettbewerbsrechtlichen und die datenschutzrechtlichen Bestimmungen sowie deren Auslegung. INTERPLAY zeigt auf, dass allgemeine und besondere regulatorische Weichenstellungen den potenziellen Nutzen der Digitalisierung im Bereich der Stromversorgung massgeblich mitbestimmen. Das Stromversorgungsgesetz (StromVG) enthält Pflichten der Energieversorgungsunternehmen (EVU) zur Verwendung moderner technischer Installationen und zur Bereitstellung der bearbeiteten Daten in Echtzeit. Es bildet auch die Rechtsgrundlage zum Aufbau einer Schweizer Plattform zum Austausch von Mess- und Stammdaten. Zudem enthält das StromVG besondere Bestimmungen, welche die Entwicklung und den Einsatz digitaler Plattformen durch Dritte2 ermöglicht: So kann digitale Plattformtechnologie etwa im Innenverhältnis von Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) eingesetzt, zur Erschliessung und zum Handel von marktdienlicher Flexibilität genutzt oder für den Aufbau virtueller Kraftwerke verwendet werden. Es zeigt sich, dass diese jüngst ergangenen Änderungen punktuell Wirkung entfalten – sie aber im Lichte der weiterhin geltenden Grundsätze zur Netzregulierung zu lesen sind. Zudem wird deutlich, dass es für im Kontext der Digitalisierung wichtig ist, regulierte Bereiche und Märkte sowohl zu unterscheiden als auch ihre (indirekten) Verbindungen zu berücksichtigen. Dabei ist nach den jeweiligen Rollen zu differenzieren:
- Die Verteilnetzbetreiberinnen (VNB) sind rechtlich für das Messwesen zuständig und haben technisch den (Erst-) Zugriff auf die Messdaten. Nach dem regulatorischen Konzept haben sie damit massgeblichen Einfluss darauf, wie weit Daten im Netz- und Endkundenbereich tatsächlich genutzt werden können. Eine Standardisierung von Schnittstellen und der gesetzlich festgelegte Datenzugang gewährleisten den Zugang privater Plattformanbieter zu den von den VNB erhobenen Daten. Es zeigt sich, dass Potenziale innovativer Anwendungen auf der Basis von Energiedaten in Bereichen liegen, wo Märkte (an sich) und der Eintritt in Märkte zulässig sind.
- Auf der Verbraucherseite können jene Endverbraucherinnen den grössten Nutzen aus möglichen Spielräumen ziehen, die vom Netzzugang Gebrauch machen. Ihnen stehen vertragliche Möglichkeiten zur Verbindung ihres Verbrauchsprofils, der Nutzung möglicherweise vorhandener Flexibilität sowie von Speichern offen. Digitale Plattformlösungen können Märkte erschliessen, indem sie Transparenz zum jeweiligen Angebot und der jeweiligen Nachfrage herstellen, indem sie Handel ermöglichen oder indem sie Zusatzleistungen im Bereich von Transaktionen anbieten.
- Demgegenüber stehen den Endverbraucherinnen in der Grundversorgung nach der aktuellen Rechtslage weniger Freiheiten zu: Es gelten gesetzliche Energietarife und ein gesetzlicher Versorgungsanspruch. Grundversorgte Endverbraucherinnen sind davon abhängig, wie ihre VNB mit neuen Möglichkeiten der Digitalisierung umgehen (ob sie etwa dynamische Tarife in der Netznutzung anbieten).
Die Möglichkeiten zum Energiehandel für Endverbraucherinnen mit eigenen Produktionskapazitäten (Prosumer) sind beschränkt. Für sie gilt der Grundsatz der örtlichen Einheit von Produktion und Verbrauch. Die damit verbundene Einschränkung eines Peer-to-Peer-Handels (also von Prosumer zu Prosumer oder von Prosumern zu anderen Endverbraucherinnen) limitiert auch das Potenzial von Märkten, die durch digitale Plattformen erschlossen werden könnten. Energiegemeinschaften (Lokale Elektrizitätsgemeinschaften LEG, Zusammenschluss zum Eigenverbrauch ZEV) bilden hier Ausnahmen und damit einen wichtigen Anwendungsbereich für digitale Plattformen: Sie erlauben eine Optimierung innerhalb der Energiegemeinschaft, eine Abrechnung gemäss vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Teilnehmenden und grundsätzlich auch virtuelle Handelsmechanismen. Die Schnittstellen zu den VNB sind gesetzlich geregelt – sie liegen für den ZEV am Mess- respektive Netzanschlusspunkt und bei die LEG an der virtuellen Schnittstelle zu den VNB. Mit den erwähnten neuen Normen des StromVG bildet sich ein sektorspezifischen Energiedatenrechts heraus: Erstens entsteht eine klare Trennung zwischen der Bearbeitung von Messdaten innerhalb und ausserhalb der entstehenden nationalen Energiedateninfrastruktur. Zweitens gilt innerhalb dieser Infrastruktur die Pseudonymisierung als gesetzliches Grundprinzip; nicht-pseudonymisierte Personendaten dürfen dort nur für Abrechnungszwecke verwendet werden. Dieser Ansatz ermöglicht eine weitreichende Nutzung von Mess-, Steuerungs- und Prognosedaten zu statistischen und netzbezogenen Zwecken, ohne Persönlichkeitsrechte übermässig zu beeinträchtigen. Gleichzeitig führt die Integration der zentralen Datenplattform zu einer technischen und rechtlichen Standardisierung von Schnittstellen, Formaten und Schlüsselverwaltung. Dies führt dazu, dass auch private Plattformanbieter die Vorgaben der zentralen Infrastruktur einhalten müssen, sofern sie deren Daten nutzen. Für private Plattformen, die Daten direkt am Smart Meter auslesen, gilt das Datenschutzgesetz des Bundes (DSG). Ein Regulierungsbedarf besteht beim schweizweiten Schlüsselmanagement und bei Vorgaben für private Plattformen, um die rechtskonforme Nutzung von direkt am Messpunkt erhobenen Daten zu erleichtern. In diesem Kontext entsteht ein besonderes Datensicherheitsrecht. Es besteht aus einem Amalgam der für die Datensicherheit parallel anwendbaren Erlasse, nämlich des StromVG, des Informationssicherheitsgesetzes (ISG) und des DSG. Daraus resultiert ein abgestuftes System von Risikomanagementund Meldepflichten. Europarechtliche Vorgaben – Data Act, Data Governance Act, Cyber Resilience Act – werden indirekt auch in der Schweiz faktisch wirksam, insbesondere über Produktstandards und über die daraus erwachsenden Pflichten marktmächtiger Anbieter. Das Schweizer Wettbewerbsrecht hat einen weiten Geltungsbereich und ist auf digitale Energieplattformen anwendbar. Dabei kommen der Wettbewerbskommission grosse Spielräume zu für eine fallbezogene Rechtsanwendung. Jenseits regulierter Bereiche gilt das Wettbewerbsrecht uneingeschränkt3. Marktmacht und Marktmissbrauch kann auch über die (vor allem exklusive) Bearbeitung von Daten ausgeübt werden. Die Wettbewerbskommission (WEKO) beurteilt solche Konstellationen situativ. Die Europäische Union ist bestrebt, mit dem Digital Markets Act und dem Digital Services Act ein erweitertes Wettbewerbsrecht zu erlassen. Ein besonderer Fokus liegt auf Transparenz-, Interoperabilitätsund Datenportabilitätsvorgaben. Zudem sollen mit dem Data Governance Act und dem Data Act Daten für Märkte erschlossen werden. Die Datenschutzgrundverordnung geht anderen Erlassen stets vor und schützt die Persönlichkeit der Betroffenen bei der Bearbeitung von Personendaten. Der Cyber Resilience Act enthält insbesondere Produkt- und Zertifizierungsvorschriften. Die Schweiz wird von diesen EU-Verordnungen faktisch betroffen sein, auch wenn das EU-Recht nicht direkt auf die Schweiz Anwendung findet – indem Torwächter und Anbieter von Datenfernvermittlungsdiensten die entsprechenden Bestimmungen auch in der Schweiz anwenden, und dabei nicht zwischen der Schweiz und der EU unterscheiden. Zudem dürfen in der Schweiz vorrangig Produkte für den «europäischen» Markt abgesetzt werden, die ebenfalls den EU-Standards entsprechen. Für die Schweiz könnte eine präventive Missbrauchsbekämpfung durch verstärkte informatorische Entflechtung im Energiebereich sinnvoll sein. Dies würde Wettbewerbsverzerrungen verhindern, wenn Akteure mit privilegiertem Datenzugang in Plattformmärkten auftreten. Zugleich sollte die Regulierung Interoperabilität fördern, ohne technologische Entwicklungen zu behindern. Im Rahmen von INTERPLAY ist bereits ein umfangreicher Grundlagenbeitrag publiziert worden (Jusletter vom 3. Februar 2025, Umfang 64 Seiten; Anhang 1). Auf dieser Grundlage wird – nun unter Einbezug der weiteren Forschungsergebnisse (Anhänge 2 bis 4) – eine Gesamtpublikation erstellt.
Documents annexés
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Rapport final
(Anglais)
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Intelligent metering, control and regulation systems are pushing forward the digitalisation7 of the electricity supply. They are used in the electricity distribution grids and by final consumers. A central platform for metering and customer data reinforces this development. Innovations developed on this basis can improve security of supply, enable economic efficiency gains and open scope for further market development – as far as the legal framework allows it. Digital platforms can unlock new markets, connect different user groups and enable new services. INTERPLAY identifies, analyses and evaluates the legal basis for the use of digital platforms in the field of electricity supply. The focus is on electricity supply law, competition law and data protection law provisions and their interpretation. INTERPLAY shows that general and specific regulatory settings have a significant influence on the potential benefits of digitalisation in the field of electricity supply. The Electricity Supply Act (ESA) sets out the obligations of energy supply companies to use modern technical installations and to provide processed data in real time. It also forms the legal basis for the establishment of a national platform for the exchange of measurement and customer data. In addition, the ESA contains special provisions that enable the development and use of digital platforms by third parties8: For example, digital platform technology can be used internally by local electricity communities (LEC), to develop and trade market-beneficial flexibility, or to set up virtual power plants. These recent changes are having a selective impact, but they must be viewed in the light of the principles of grid
regulation that continue to apply. It also becomes obvious that, in the context of digitalisation, it is important to distinguish between regulated areas and markets and to take their (indirect) connections into account. A distinction must be made according to the respective roles:
- The distribution network operators (DNOs) are legally responsible for metering and have technical (initial) access to the metering data. According to the regulatory concept, they thus have a decisive influence on the extent to which data can be used in the grid and end customer areas. Standardisation of interfaces and legally defined data access ensure that private platform providers have access to the data collected by the DSOs. It has become apparent that the potential for innovative applications based on energy data lies in areas where markets (per se) and market entry are permitted.
- On the consumer side, end consumers who make use of grid access can derive the greatest benefit from the potential scope available. They have contractual options for connecting their consumption profile, utilising any flexibility that may be available, and using storage facilities. Digital platform solutions can open up markets by creating transparency regarding supply and demand, enabling trading, or offering additional services around transactions.
- In contrast, end consumers in the basic supply have fewer options under current legislation: statutory energy tariffs and a statutory right to supply apply. Final consumers in the basic supply system are dependent on how their distribution network operators deal with digitalisation opportunities (e.g.
whether they offer dynamic tariffs for grid usage).
The opportunities for energy trading by final consumers with their own production capacities (prosumers) are limited. For them, the principle of local unity of production and consumption applies. The associated restriction on peer-to-peer trade (i.e. from prosumer to prosumer or from prosumers to other end consumers) also limits the potential of markets that could be unlocked by digital platforms. Energy communities (local electricity communities, LECs, and self-consumption associations, SCAs) are exceptions to this rule and therefore represent an important area of application for digital platforms: they enable optimisation within the energy community, billing in accordance with contractual agreements between participants and, in principle, virtual trading mechanisms. The interfaces to the DSOs are regulated by law – for SCAs, they are located at the metering point or grid connection point, and for LEGs, at the virtual interface to the DSOs. The new regulations of the ESA mentioned above are establishing sector-specific energy data law: firstly, there is a clear distinction between the processing of measurement data within and outside the emerging national energy data infrastructure. Secondly, pseudonymisation is a fundamental legal principle within this infrastructure; non-pseudonymised personal data may only be used for billing purposes. This approach enables the extensive use of measurement, control and forecast data for statistical and network-related purposes without unduly infringing on personal rights. At the same time, the integration of the central data platform leads to technical and legal standardisation of interfaces, formats and key management. As a result, private platform providers must also comply with the requirements of the central infrastructure if they use its data. Private platforms that collect data directly from smart meters are subject to the Federal Data Protection Act (DPA). There is a need for regulation in the area of nationwide key management and requirements for private platforms in order to facilitate the legally compliant use of data collected directly at the metering point. In this context, a special data security law emerges. It is composed of the decrees that apply in parallel to data security, namely the ESA, the Information Security Act (ISA) and the DPA. This results in a graded system of risk management and reporting obligations. European legal requirements – the Data Act, Data Governance Act and Cyber Resilience Act – also have an indirect effect in Switzerland, particularly through product standards and the resulting obligations of market-dominant providers. Swiss competition law has a broad scope and applies to digital energy platforms. The Competition Commission has considerable discretion in applying the law on a case-by-case basis. Beyond regulated areas, competition law applies without restriction.9 Market power and market abuse can also be exercised through the (primarily exclusive) processing of data. The Competition Commission assesses such situations on a case-by-case basis. The European Union is enacting expanded competition law with the Digital Markets Act and the Digital Services Act. A particular focus lies on transparency, interoperability and data portability requirements. In addition, the Data Governance Act and the Data Act are intended to unlock data for markets. The General Data Protection Regulation always takes precedence over other legislation and protects the privacy of data subjects when personal data is processed. The Cyber Resilience Act contains product and certification requirements in particular. Switzerland will be affected by these EU regulations even though EU law does not apply directly to it - because gatekeepers and providers of data transmission services will also apply the relevant provisions in Switzerland without distinguishing between Switzerland and the EU. In addition, products for the European market that also comply with EU standards may be distributed in Switzerland by default. For Switzerland, preventive measures to prevent abuse through increased information unbundling in the energy sector could be useful. This would prevent distortions of competition when players with privileged access to data enter platform markets. At the same time, regulation should promote interoperability without hindering technological developments.
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Rapport final
(Français)
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Les systèmes intelligents de mesure, de commande et de régulation font progresser la numérisation4 de l'approvisionnement en électricité. Ils sont utilisés dans le réseau de distribution d'électricité et chez les consommateurs finaux. Une plateforme centrale pour les données de mesure et les données de base renforce cette évolution. Les innovations qui en découlent peuvent améliorer la sécurité d'approvisionnement, permettre des gains d'efficacité économique et ouvrir des perspectives pour le développement des marchés, dans la mesure où le cadre juridique le permet. Les plateformes numériques peuvent notamment exploiter de nouveaux marchés, relier différents groupes d'utilisateurs entre eux et permettre la création de nouveaux services. INTERPLAY décrit, analyse et évalue les bases juridiques de l'utilisation des plateformes numériques dans le domaine de l'approvisionnement en électricité. L'accent est mis sur les dispositions légales relatives à l'approvisionnement en électricité, à la concurrence et à la protection des données, ainsi que sur leur interprétation. INTERPLAY montre que les orientations réglementaires générales et spécifiques ont une influence déterminante sur les avantages potentiels de la numérisation dans le domaine de l'approvisionnement en électricité. La loi sur l'approvisionnement en électricité (LApEl) impose aux entreprises d'approvisionnement en énergie (EAE) l'obligation d'utiliser des installations techniques modernes et de fournir les données traitées en temps réel. Elle constitue également la base juridique pour la mise en oeuvre d'une plateforme suisse d'échange de données de mesure et de données de référence. En outre, la LApEl contient des dispositions particulières qui permettent le développement et l'utilisation de plateformes numériques par des tiers:5 La technologie des plateformes numériques peut ainsi être utilisée dans le cadre des relations internes des communautés locales d'électricité (CLE), pour exploiter et commercialiser la flexibilité utile au marché ou pour mettre en place des centrales électriques virtuelles. Il apparaît que ces modifications récentes ont un effet ponctuel, mais qu'elles doivent être considérées à la lumière des principes toujours en vigueur en matière de réglementation des réseaux. Il apparaît par ailleurs que, dans le contexte de la numérisation, il est important de distinguer les domaines et les marchés réglementés, mais aussi de tenir compte de leurs liens (indirects). Il convient à cet égard de différencier les rôles respectifs:
- Les gestionnaires de réseau de distribution (GRD) sont légalement responsables du mesurage et ont techniquement un accès (prioritaire) aux données de mesure. Selon le concept législatif, ils ont donc une influence déterminante sur la mesure dans laquelle les données peuvent être effectivement utilisées dans le domaine des réseaux et des clients finaux. La standardisation des interfaces et l'accès aux données défini par la loi garantissent aux fournisseurs de plateformes privés l'accès aux données récoltées par les GRD. Il apparaît que le potentiel des applications innovantes basées sur les données énergétiques se situe dans des domaines où les marchés (en soi) et leur accès sur les marchés sont permis.
- Du côté des consommateurs, ce sont les consommateurs finaux qui utilisent l'accès au réseau qui peuvent tirer le meilleur parti des marges de manoeuvre possibles. Ils disposent de possibilités contractuelles pour relier leur profil de consommation, l'utilisation d'une flexibilité éventuellement disponible et des systèmes de stockage. Les solutions de plateformes numériques peuvent ouvrir des marchés en créant de la transparence sur l'offre et la demande, en facilitant les échanges ou en proposant des services supplémentaires dans le domaine des transactions.
- En revanche, selon la législation actuelle, les consommateurs finaux bénéficiant de l’approvisionnement de base disposent de moins de libertés: ils sont soumis à des tarifs énergétiques réglementaires et à un droit statutaire à l’approvisionnement. Les consommateurs finaux bénéficiant de l’approvisionnement de base dépendent de la manière dont leur GRD gère les possibilités offertes par la numérisation (par exemple, s’il propose des tarifs dynamiques pour l’utilisation du réseau).
Les possibilités de transactions énergétiques pour les consommateurs finaux disposant de leurs propres capacités de production (prosommateurs) sont limitées. Ils sont soumis au principe de l'unité locale de production et de consommation finale. La restriction qui en découle pour les transactions entre pairs (c'est-à-dire entre prosommateurs ou entre prosommateurs et autres consommateurs finaux) limite également le potentiel des marchés qui pourraient être exploités par les plateformes numériques. Les communautés énergétiques (communautés locales d'électricité CLE, regroupement pour la consommation propre RCP) constituent ici des exceptions et représentent donc un domaine d'application important pour les plateformes numériques: elles permettent une optimisation au sein de la communauté énergétique, une facturation conforme aux accords contractuels entre les participants et, en principe, également des mécanismes de négoce virtuels. Les interfaces avec les GRD sont réglementées par la loi: elles se trouvent au point de mesure ou de raccordement au réseau pour les ZEV et à l'interface virtuelle avec les GRD pour les LEG. Les nouvelles normes de la LApEl donnent naissance à un droit sectoriel spécifique en matière de données énergétiques: premièrement, une distinction claire est établie entre le traitement des données de mesure au sein et en dehors de l'infrastructure nationale de données énergétiques en cours de création. Deuxièmement, la pseudonymisation est considérée comme un principe fondamental au sein de cette infrastructure; les données personnelles non pseudonymisées ne peuvent y être utilisées qu'à des fins de facturation. Cette approche permet une utilisation étendue des données de mesure, de contrôle et de prévision à des fins statistiques et liées au réseau, sans porter atteinte de manière excessive aux droits de la personnalité. Parallèlement, l'intégration de la plateforme de données centrale conduit à une standardisation technique et juridique des interfaces, des formats et de la gestion des clés. Cela signifie que les fournisseurs de plateformes privées doivent également se conformer aux exigences de l'infrastructure centrale s'ils utilisent ses données. La loi fédérale sur la protection des données (LPD) s'applique aux plateformes privées qui lisent les données directement sur les compteurs intelligents. Une réglementation est nécessaire en matière de gestion des clés à l'échelle nationale et de prescriptions pour les plateformes privées afin de faciliter l'utilisation conforme à la loi des données collectées directement au point de mesure. Dans ce contexte, un droit particulier en matière de sécurité des données se développe. Il consiste en un amalgame des décrets applicables en parallèle à la sécurité des données, à savoir la LApEl, la loi sur la sécurité de l'information (LSI) et la LPD. Il en résulte un système gradué d'obligations en matière de gestion des risques et de notification. Les dispositions du droit européen – Data Act, Data Governance Act, Cyber Resilience Act – s'appliquent également de manière indirecte en Suisse, notamment par le biais des normes relatives aux produits et des obligations qui en découlent pour les fournisseurs puissants sur le marché. Le droit suisse de la concurrence a un large champ d'application et s'applique aux plateformes énergétiques numériques. La Commission de la concurrence dispose d'une grande marge de manoeuvre pour appliquer le droit au cas par cas. En dehors des domaines réglementés, le droit de la concurrence s'applique sans restriction.6 Le pouvoir de marché et les abus de marché peuvent également s'exercer par le traitement (notamment exclusif) de données. La Commission de la concurrence évalue ces situations au cas par cas. L'Union européenne s'efforce d'adopter un droit de la concurrence élargi avec le Digital Markets Act et le Digital Services Act. L'accent est mis en particulier sur les exigences en matière de transparence, d'interopérabilité et de portabilité des données. En outre, le Data Governance Act et le Data Act visent à ouvrir les données aux marchés. Le règlement général sur la protection des données prime toujours sur les autres actes législatifs et protège la personnalité des personnes concernées lors du traitement de données à caractère personnel. Le Cyber Resilience Act contient notamment des prescriptions relatives aux produits et à la certification. La Suisse sera de fait concernée par ces règlements de l'UE, même si le droit européen ne s'applique pas directement à elle, dans la mesure où les portiers et les fournisseurs de services de transmission de données à distance appliqueront également les dispositions correspondantes en Suisse, sans faire de distinction entre la Suisse et l'UE. En outre, les produits destinés au marché « européen » qui sont également conformes aux normes de l'UE peuvent être vendus en priorité en Suisse. Pour la Suisse, il pourrait être judicieux de lutter de manière préventive contre les abus en renforçant la séparation des informations dans le domaine de l'énergie. Cela permettrait d'éviter les distorsions de concurrence lorsque des acteurs disposant d'un accès privilégié aux données interviennent sur les marchés des plateformes. Dans le même temps, la réglementation devrait promouvoir l'interopérabilité sans entraver les développements technologiques. Une contribution substantielle a été publiée dans le cadre d'INTERPLAY (Jusletter du 3 février 2025, 64 pages ; annexe 1). Sur cette base, une publication complète sera élaborée, en tenant compte des résultats de recherches supplémentaires (annexes 2 à 4).
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