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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
SI/502524
Projekttitel
EQUITYENEREXP – Verteilung der energiebezogenen Wohnkosten und Wahrscheinlichkeit von umweltbelasteten Lebensbedingungen: Eine Analyse anhand von europäischen Haushaltsumfragedaten
Projekttitel Englisch
EQUITYENEREXP – Distribution of energy related living expenditures and likelihood of living in polluted areas: An analysis using European-wide household survey data

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Kurzbeschreibung
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Regierungen weltweit sind zunehmend mit den Verteilungswirkungen energiepolitischer Massnahmen konfrontiert. Die praktische Erfahrung zeigt die unterschiedlichen Zielkonflikte auf, da steigende Energiepreise aufgrund steigender CO2-Steuern oder Subventionen für die Finanzierungerneuerbarer Energien regressiv sein können. Wir beleuchten in diesem Projekt die Verteilungswirkung der Energiepolitik für die Haushalte indem wir die Verteilung der energiebezogenen Wohnkosten in verschiedenen Ländern und über mehrere Jahre mit Hilfe von Querschnitts-und Längsschnitt-Mikrodaten aus der europaweiten Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) untersuchen. Zudem berechnen wir eine Reihe von Indizes der Ungleichheit der Wohnenergieausgaben der Haushalte sowie die die Wahrscheinlichkeit, dass Haushalte in Wohngegenden leben, die durch Umweltverschmutzung beeinträchtigt sind, und bewerten, wie diese mit soziodemografischen Merkmalen variiert. Dies ist wichtig, wenn man verstehen möchte, welche Haushalte von einer besseren Umweltqualität durch die Energiewendeprofitieren.

Kurzbeschreibung
(Englisch)

Governments worldwide are concerned with the equity effects of different energy policies. Practical experiences have highlighted the difficult trade-offs, since rising energy prices due to increasing CO2 taxes or subsidies for financing renewable energy seem to exhibit regressive features. In this project, we assess the distributional impact of energy policy by analysing the distribution of energy related living expenditures across different countries and years using cross-sectional and longitudinal microdata from the European-wide Statistics on Income and Living Conditions (SILC). Furthermore, we compute a number of energy expenditureinequality indices as well as the probability of households of being subject to poor living conditions due to pollution and grime and assess how this varies according to socio-demographic characteristics. This is important if one intends to understand who are the beneficiaries of better environmental quality from the energy transition.

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)

Im Verlauf des ersten Projektjahres haben wir uns eingehend mit der Verteilung der wohnbezogenen Energieausgaben in Haushalten befasst. Diese Analyse wurde mithilfe von Daten aus den Haushaltsbudgeterhebungen der Schweiz und weiterer europäischer Länder durchgeführt, wobei auch Informationen zu Energiepreisen und Schätzungen der Energiepreiselastizitäten einbezogen wurden. Unser Ziel besteht darin, die Auswirkungen der jüngsten Energiepreiserhöhungen auf die Verteilung der Energieausgaben in Haushalten unterschiedlicher Einkommensgruppen zu quantifizieren. Hierzu bedienten wir uns Energie-Gini-Koeffizienten und Lorenzkurven. Diese Berechnungen wurden für verschiedene europäische Länder durchgeführt, was einen länderübergreifenden Vergleich ermöglichte. Zudem setzten wir den Atkinson-Index und den Theil-Index ein, um die Robustheit unserer Ergebnisse bei verschiedenen Spezifikationen zu überprüfen. Diese Vorgehensweise ermöglicht zu verdeutlichen, wie umweltpolitische Maßnahmen im Allgemeinen, insbesondere solche, die Kohlenstoff bepreisen und zu einer Erhöhung der Energiepreise führen, die Verteilung der Energieausgaben zwischen Haushalten beeinflussen können. Darüber hinaus quantifizieren wir die zeitliche Entwicklung des Anteils der Energieausgaben am verfügbaren Äquivalenzeinkommen für jede Einkommensquintile in den betrachteten Ländern. Diese Forschungsarbeit trägt generell dazu bei, mithilfe von anerkannten Indizes zur Berechnung der Einkommensungleichheit, ein genaueres Bild über die Ungleichheit im Bereich der Energieausgaben von Haushalten in verschiedenen europäischen Ländern zu zeichnen. Die ersten Ergebnisse präsentierten wir im September 2023 auf der Jahrestagung des Vereins für Sozialpolitik. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Ungleichheit der Energieausgaben in Europa im Jahr 2020, gemessen am Gini-Index, zwischen 0,44 (Frankreich) und 0,25 (Slowakei) variierte. Der Gini-Index in Bezug auf Gesamtenergieausgaben für Wohnen und Mobilität lag in der Schweiz 2017 bei 0,37. Bei einem Vergleich des Schweizer Werts mit den Gini-Koeffizienten aller 19 betrachteten europäischen Länder wiesen lediglich vier Länder höhere Werte auf. Die Schweiz zählt somit gemessen am Gini-Koeffizienten für Gesamtenergieausgaben zu den Top 25% der Länder mit der ungleichsten Verteilung der Energieausgaben zwischen Haushalten verschiedener Einkommenskategorien. Der Median der Gini-Koeffizienten für Gesamtenergieausgaben betrug im Jahr 2020 0,326. Eine Differenzierung der Gini-Koeffizienten für verschiedene Komponenten der Energieausgaben ergab einen Wert von 0,37 für Stromausgaben in der Schweiz im Jahr 2017, während die Verteilung der Mobilitätsausgaben generell etwas ungleicher ausfiel, dies aufgrund der Tatsache dass einige Haushalte kein Auto besitzen. Unter den getroffenen Annahmen zeigen die jüngsten Erhöhungen der Energiepreise nur einen geringfügigen Anstieg der Ungleichheit der Wohnenergieausgaben in der Schweiz (von 0,43 im Jahr 2017 auf 0,45 im Jahr 2023). Dennoch lässt sich in allen betrachteten Ländern ein deutlicher Anstieg des Anteils der Energieausgaben am verfügbaren Einkommen über alle Einkommensquintile hinweg verzeichnen. In der Schweiz schätzen wir einen Anstieg auf 9,5% für das niedrigste Quintil (von 8,6% im Jahr 2017) und auf 3,1% für das höchste Quintil (von 2,6% im Jahr 2017). Der Mediananteil der Gesamtenergieausgaben am Einkommen betrug im Jahr 2023 23,6% für das niedrigste und 11% für das höchste Einkommensquintil. Damit liegt der Anteil der Energieausgaben am Einkommen für die ärmsten Schweizer Haushalte sogar unter dem Mediananteil für die reichsten Haushalte in den übrigen 19 europäischen Ländern.

Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)

During the first year of the project, our empirical investigation focused on the distribution of housing-related energy expenditures. We utilized data from the Swiss and European household budget surveys, incorporating information on energy prices and estimates of energy price elasticities. The primary objective was to quantify the impact of recent energy price increases on the distribution of energy expenditures among households across different income groups, employing energy Gini coefficients and Lorenz curves. This analysis spanned various European countries, enabling cross-country comparisons. Additionally, we computed the Atkinson Index and the Theil Index to test the robustness of our results under different specifications. This approach also allowed us to illustrate how environmental policies, particularly those pricing carbon and resulting in increased energy prices, influence the distribution of energy expenditures among households. Moreover, we depicted the temporal evolution of the share of energy expenditures in disposable equivalent income for each income quintile in the countries under consideration. The initial results, presented at the Annual Meeting of the German Economic Association in September 2023, highlighted that the inequality of energy expenditures in Europe, as measured by the Gini Index, ranged from 0.44 (France) to 0.251 (Slovakia). When comparing Switzerland to the Gini coefficients for all 19 European countries, only four had higher values. Consequently, Switzerland ranks in the top 25% of countries with the most unequal distribution of energy expenditures between households in terms of the Gini coefficient for total energy expenditures, with a median Gini coefficient of 0.326 in 2020.Further differentiation of Gini coefficients for different components of energy expenditures revealed a value of 0.37 for electricity expenditures in Switzerland in 2017. The distribution of mobility expenditures tended to be slightly more unequal in countries, primarily due to some households not owning a car. Under the assumptions made, recent increases in energy prices resulted in only a marginal uptick in the inequality of residential energy expenditures in Switzerland, rising from 0.43 in 2017 to 0.45 in 2023. Nevertheless, across all examined countries, a substantial increase in the share of energy expenditures as a proportion of disposable income was observed for all income quintiles. In Switzerland, estimates indicate an increase to 9.5% for the lowest quintile (from 8.6% in 2017) and 3.1% for the highest quintile (from 2.6% in 2017). The median share of total energy expenditures in income amounted to 23.6% for the lowest income quintile and 11% for the highest income quintile in 2023. Consequently, the share of energy expenditures in income for the poorest Swiss households is even below the median share for the richest households in the remaining 19 European countries.

Zugehörige Dokumente
Publikationen / Ergebnisse
(Französisch)

Dans le cadre du projet, au cours de la première année de la durée du projet, nous avons examiné la répartition des dépenses énergétiques des ménages liées au logement. L'analyse a été réalisée à l'aide de données provenant des enquêtes budgétaires des ménages suisses et européennes, ainsi que des informations sur les prix de l'énergie et des estimations des élasticités des prix de l'énergie. L'objectif de l'étude est de quantifier les effets des récentes augmentations des prix de l'énergie sur la répartition des dépenses énergétiques parmi les ménages de différents groupes de revenus à l'aide des coefficients de Gini de l'énergie et des courbes de Lorenz. Ces calculs sont effectués pour différents pays européens, permettant ainsi une comparaison de la situation entre les pays. Ces calculs sont également réalisés en utilisant différents indices tels que l'indice d'Atkinson et l'indice de Theil pour vérifier si les résultats restent robustes. Cette approche peut généralement être appliquée pour illustrer comment les politiques environnementales en général, qui tarifient le carbone et entraînent ainsi une augmentation des prix de l'énergie, influent sur la répartition des dépenses énergétiques entre les ménages. De plus, nous illustrons l'évolution temporelle de la part des dépenses énergétiques dans le revenu équivalent disponible pour chaque quintile de revenu dans les pays étudiés. En général, cette recherche contribue à fournir une image plus précise de l'inégalité des dépenses énergétiques des ménages dans différents pays européens en utilisant les indices d'inégalité des revenus reconnus dans la littérature. Les premiers résultats ont été présentés lors de la Réunion annuelle de l'Association allemande d'économie en septembre 2023. Les résultats montrent que l'inégalité des dépenses énergétiques en Europe, mesurée par l'indice de Gini, varie de 0,44 (France) à 0,251 (Slovaquie). En 2017, l'indice de Gini pour les dépenses énergétiques totales liées au logement et à la mobilité en Suisse était de 0,37. Lorsque l'on compare la valeur suisse aux coefficients de Gini de l'ensemble des 19 pays européens considérés, seuls 4 pays ont des valeurs plus élevées. Ainsi, la Suisse, en termes de coefficient de Gini lié aux dépenses énergétiques totales, fait partie des 25 % de pays présentant la répartition la plus inégale des dépenses énergétiques entre les ménages. Une différenciation des coefficients de Gini pour différentes composantes des dépenses énergétiques donne également une valeur de 0,37 pour les dépenses d'électricité en Suisse en 2017, tandis que la répartition des dépenses liées à la mobilité est généralement légèrement plus inégale dans les pays, principalement parce que certains ménages ne possèdent pas de voiture. Dans le cadre des hypothèses formulées, les récentes augmentations des prix de l'énergie n'ont entraîné qu'une légère augmentation de l'inégalité des dépenses énergétiques résidentielles en Suisse (passant de 0,43 en 2017 à 0,45 en 2023). Néanmoins, dans l'ensemble des pays examinés, on peut estimer une augmentation significative de la part des dépenses énergétiques par rapport au revenu disponible, quel que soit le quintile de revenus. En Suisse, nous estimons une augmentation à 9,5 % pour le quintile de revenus le plus bas (contre 8,6 % en 2017) et à 3,1 % pour le quintile de revenus le plus élevé (contre 2,6 % en 2017).