Kurzbeschreibung
(Deutsch)
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Regierungen weltweit sind zunehmend mit den Verteilungswirkungen energiepolitischer Massnahmen konfrontiert. Die praktische Erfahrung zeigt die unterschiedlichen Zielkonflikte auf, da steigende Energiepreise aufgrund steigender CO2-Steuern oder Subventionen für die Finanzierungerneuerbarer Energien regressiv sein können. Wir beleuchten in diesem Projekt die Verteilungswirkung der Energiepolitik für die Haushalte indem wir die Verteilung der energiebezogenen Wohnkosten in verschiedenen Ländern und über mehrere Jahre mit Hilfe von Querschnitts-und Längsschnitt-Mikrodaten aus der europaweiten Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) untersuchen. Zudem berechnen wir eine Reihe von Indizes der Ungleichheit der Wohnenergieausgaben der Haushalte sowie die die Wahrscheinlichkeit, dass Haushalte in Wohngegenden leben, die durch Umweltverschmutzung beeinträchtigt sind, und bewerten, wie diese mit soziodemografischen Merkmalen variiert. Dies ist wichtig, wenn man verstehen möchte, welche Haushalte von einer besseren Umweltqualität durch die Energiewendeprofitieren.
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Kurzbeschreibung
(Englisch)
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Governments worldwide are concerned with the equity effects of different energy policies. Practical experiences have highlighted the difficult trade-offs, since rising energy prices due to increasing CO2 taxes or subsidies for financing renewable energy seem to exhibit regressive features. In this project, we assess the distributional impact of energy policy by analysing the distribution of energy related living expenditures across different countries and years using cross-sectional and longitudinal microdata from the European-wide Statistics on Income and Living Conditions (SILC). Furthermore, we compute a number of energy expenditureinequality indices as well as the probability of households of being subject to poor living conditions due to pollution and grime and assess how this varies according to socio-demographic characteristics. This is important if one intends to understand who are the beneficiaries of better environmental quality from the energy transition.
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Kurzbeschreibung
(Französisch)
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Partout dans le monde, les gouvernements sont de plus en plus confrontés aux effets distributifs des mesures de politique énergétique. L'expérience pratique met en évidence divers conflits d'objectifs, car la hausse des prix de l'énergie, due à l'augmentation des taxes sur le CO2 ou aux subventions destinées au financement des énergies renouvelables, peut avoir un effet régressif. Dans le cadre de ce projet, nous mettons en lumière les effets distributifs de la politique énergétique sur les ménages en analysant la répartition des dépenses énergétiques liées au logement dans différents pays et sur plusieurs années, à l'aide de microdonnées transversales et longitudinales issues de l'enquête européenne sur les revenus et les conditions de vie (SILC). Nous calculons également une série d'indices d'inégalité des dépenses énergétiques liées au logement des ménages, ainsi que la probabilité que les ménages vivent dans des zones résidentielles affectées par la pollution, et évaluons comment ces indices varient en fonction des caractéristiques sociodémographiques. Cela est important pour comprendre quels ménages bénéficient d'une meilleure qualité de l'environnement grâce à la transition énergétique.
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Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
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Im Verlauf des ersten Projektjahres haben wir uns eingehend mit der Verteilung der wohnbezogenen Energieausgaben in Haushalten befasst. Diese Analyse wurde mithilfe von Daten aus den Haushaltsbudgeterhebungen der Schweiz und weiterer europäischer Länder durchgeführt, wobei auch Informationen zu Energiepreisen und Schätzungen der Energiepreiselastizitäten einbezogen wurden. Unser Ziel besteht darin, die Auswirkungen der jüngsten Energiepreiserhöhungen auf die Verteilung der Energieausgaben in Haushalten unterschiedlicher Einkommensgruppen zu quantifizieren. Hierzu bedienten wir uns Energie-Gini-Koeffizienten und Lorenzkurven. Diese Berechnungen wurden für verschiedene europäische Länder durchgeführt, was einen länderübergreifenden Vergleich ermöglichte. Zudem setzten wir den Atkinson-Index und den Theil-Index ein, um die Robustheit unserer Ergebnisse bei verschiedenen Spezifikationen zu überprüfen. Diese Vorgehensweise ermöglicht zu verdeutlichen, wie umweltpolitische Maßnahmen im Allgemeinen, insbesondere solche, die Kohlenstoff bepreisen und zu einer Erhöhung der Energiepreise führen, die Verteilung der Energieausgaben zwischen Haushalten beeinflussen können. Darüber hinaus quantifizieren wir die zeitliche Entwicklung des Anteils der Energieausgaben am verfügbaren Äquivalenzeinkommen für jede Einkommensquintile in den betrachteten Ländern. Diese Forschungsarbeit trägt generell dazu bei, mithilfe von anerkannten Indizes zur Berechnung der Einkommensungleichheit, ein genaueres Bild über die Ungleichheit im Bereich der Energieausgaben von Haushalten in verschiedenen europäischen Ländern zu zeichnen. Die ersten Ergebnisse präsentierten wir im September 2023 auf der Jahrestagung des Vereins für Sozialpolitik. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Ungleichheit der Energieausgaben in Europa im Jahr 2020, gemessen am Gini-Index, zwischen 0,44 (Frankreich) und 0,25 (Slowakei) variierte. Der Gini-Index in Bezug auf Gesamtenergieausgaben für Wohnen und Mobilität lag in der Schweiz 2017 bei 0,37. Bei einem Vergleich des Schweizer Werts mit den Gini-Koeffizienten aller 19 betrachteten europäischen Länder wiesen lediglich vier Länder höhere Werte auf. Die Schweiz zählt somit gemessen am Gini-Koeffizienten für Gesamtenergieausgaben zu den Top 25% der Länder mit der ungleichsten Verteilung der Energieausgaben zwischen Haushalten verschiedener Einkommenskategorien. Der Median der Gini-Koeffizienten für Gesamtenergieausgaben betrug im Jahr 2020 0,326. Eine Differenzierung der Gini-Koeffizienten für verschiedene Komponenten der Energieausgaben ergab einen Wert von 0,37 für Stromausgaben in der Schweiz im Jahr 2017, während die Verteilung der Mobilitätsausgaben generell etwas ungleicher ausfiel, dies aufgrund der Tatsache dass einige Haushalte kein Auto besitzen. Unter den getroffenen Annahmen zeigen die jüngsten Erhöhungen der Energiepreise nur einen geringfügigen Anstieg der Ungleichheit der Wohnenergieausgaben in der Schweiz (von 0,43 im Jahr 2017 auf 0,45 im Jahr 2023). Dennoch lässt sich in allen betrachteten Ländern ein deutlicher Anstieg des Anteils der Energieausgaben am verfügbaren Einkommen über alle Einkommensquintile hinweg verzeichnen. In der Schweiz schätzen wir einen Anstieg auf 9,5% für das niedrigste Quintil (von 8,6% im Jahr 2017) und auf 3,1% für das höchste Quintil (von 2,6% im Jahr 2017). Der Mediananteil der Gesamtenergieausgaben am Einkommen betrug im Jahr 2023 23,6% für das niedrigste und 11% für das höchste Einkommensquintil. Damit liegt der Anteil der Energieausgaben am Einkommen für die ärmsten Schweizer Haushalte sogar unter dem Mediananteil für die reichsten Haushalte in den übrigen 19 europäischen Ländern.
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Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)
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During the first year of the project, our empirical investigation focused on the distribution of housing-related energy expenditures. We utilized data from the Swiss and European household budget surveys, incorporating information on energy prices and estimates of energy price elasticities. The primary objective was to quantify the impact of recent energy price increases on the distribution of energy expenditures among households across different income groups, employing energy Gini coefficients and Lorenz curves. This analysis spanned various European countries, enabling cross-country comparisons. Additionally, we computed the Atkinson Index and the Theil Index to test the robustness of our results under different specifications. This approach also allowed us to illustrate how environmental policies, particularly those pricing carbon and resulting in increased energy prices, influence the distribution of energy expenditures among households. Moreover, we depicted the temporal evolution of the share of energy expenditures in disposable equivalent income for each income quintile in the countries under consideration. The initial results, presented at the Annual Meeting of the German Economic Association in September 2023, highlighted that the inequality of energy expenditures in Europe, as measured by the Gini Index, ranged from 0.44 (France) to 0.251 (Slovakia). When comparing Switzerland to the Gini coefficients for all 19 European countries, only four had higher values. Consequently, Switzerland ranks in the top 25% of countries with the most unequal distribution of energy expenditures between households in terms of the Gini coefficient for total energy expenditures, with a median Gini coefficient of 0.326 in 2020.Further differentiation of Gini coefficients for different components of energy expenditures revealed a value of 0.37 for electricity expenditures in Switzerland in 2017. The distribution of mobility expenditures tended to be slightly more unequal in countries, primarily due to some households not owning a car. Under the assumptions made, recent increases in energy prices resulted in only a marginal uptick in the inequality of residential energy expenditures in Switzerland, rising from 0.43 in 2017 to 0.45 in 2023. Nevertheless, across all examined countries, a substantial increase in the share of energy expenditures as a proportion of disposable income was observed for all income quintiles. In Switzerland, estimates indicate an increase to 9.5% for the lowest quintile (from 8.6% in 2017) and 3.1% for the highest quintile (from 2.6% in 2017). The median share of total energy expenditures in income amounted to 23.6% for the lowest income quintile and 11% for the highest income quintile in 2023. Consequently, the share of energy expenditures in income for the poorest Swiss households is even below the median share for the richest households in the remaining 19 European countries.
Zugehörige Dokumente
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Publikationen / Ergebnisse
(Französisch)
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Dans le cadre du projet, au cours de la première année de la durée du projet, nous avons examiné la répartition des dépenses énergétiques des ménages liées au logement. L'analyse a été réalisée à l'aide de données provenant des enquêtes budgétaires des ménages suisses et européennes, ainsi que des informations sur les prix de l'énergie et des estimations des élasticités des prix de l'énergie. L'objectif de l'étude est de quantifier les effets des récentes augmentations des prix de l'énergie sur la répartition des dépenses énergétiques parmi les ménages de différents groupes de revenus à l'aide des coefficients de Gini de l'énergie et des courbes de Lorenz. Ces calculs sont effectués pour différents pays européens, permettant ainsi une comparaison de la situation entre les pays. Ces calculs sont également réalisés en utilisant différents indices tels que l'indice d'Atkinson et l'indice de Theil pour vérifier si les résultats restent robustes. Cette approche peut généralement être appliquée pour illustrer comment les politiques environnementales en général, qui tarifient le carbone et entraînent ainsi une augmentation des prix de l'énergie, influent sur la répartition des dépenses énergétiques entre les ménages. De plus, nous illustrons l'évolution temporelle de la part des dépenses énergétiques dans le revenu équivalent disponible pour chaque quintile de revenu dans les pays étudiés. En général, cette recherche contribue à fournir une image plus précise de l'inégalité des dépenses énergétiques des ménages dans différents pays européens en utilisant les indices d'inégalité des revenus reconnus dans la littérature. Les premiers résultats ont été présentés lors de la Réunion annuelle de l'Association allemande d'économie en septembre 2023. Les résultats montrent que l'inégalité des dépenses énergétiques en Europe, mesurée par l'indice de Gini, varie de 0,44 (France) à 0,251 (Slovaquie). En 2017, l'indice de Gini pour les dépenses énergétiques totales liées au logement et à la mobilité en Suisse était de 0,37. Lorsque l'on compare la valeur suisse aux coefficients de Gini de l'ensemble des 19 pays européens considérés, seuls 4 pays ont des valeurs plus élevées. Ainsi, la Suisse, en termes de coefficient de Gini lié aux dépenses énergétiques totales, fait partie des 25 % de pays présentant la répartition la plus inégale des dépenses énergétiques entre les ménages. Une différenciation des coefficients de Gini pour différentes composantes des dépenses énergétiques donne également une valeur de 0,37 pour les dépenses d'électricité en Suisse en 2017, tandis que la répartition des dépenses liées à la mobilité est généralement légèrement plus inégale dans les pays, principalement parce que certains ménages ne possèdent pas de voiture. Dans le cadre des hypothèses formulées, les récentes augmentations des prix de l'énergie n'ont entraîné qu'une légère augmentation de l'inégalité des dépenses énergétiques résidentielles en Suisse (passant de 0,43 en 2017 à 0,45 en 2023). Néanmoins, dans l'ensemble des pays examinés, on peut estimer une augmentation significative de la part des dépenses énergétiques par rapport au revenu disponible, quel que soit le quintile de revenus. En Suisse, nous estimons une augmentation à 9,5 % pour le quintile de revenus le plus bas (contre 8,6 % en 2017) et à 3,1 % pour le quintile de revenus le plus élevé (contre 2,6 % en 2017).
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Schlussbericht
(Deutsch)
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In den letzten Jahren haben steigende Preise für Strom, Heizenergie und andere Energieprodukte die Aufmerksamkeit auf die Höhe der energiebezogenen Haushaltsausgaben und deren mögliche Verteilungswirkungen gelenkt. Gleichzeitig spielen Fragen der Luftverschmutzung und ihrer gesundheitlichen Auswirkungen weiterhin eine zentrale Rolle in energie- und umweltpolitischen Diskussionen. Vor diesem Hintergrund untersucht das vorliegende Projekt, wie sich energiebezogene Lebenshaltungskosten sowie die Belastung durch Luftverschmutzung zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterscheiden. Der Fokus der Analyse liegt darauf, ob sich Haushaltsausgaben für Energie systematisch entlang sozio-demografischer Merkmale unterscheiden und ob die Wahrscheinlichkeit, in Gebieten mit Luftverschmutzung zu leben, je nach Einkommens- und Bevölkerungsgruppe variiert. Die empirische Analyse umfasst die Schweiz sowie eine Auswahl europäischer Länder. Im ersten Teilprojekt wird die Verteilung der Haushaltsenergieausgaben in der Schweiz analysiert und in einen europäischen Kontext eingeordnet. Auf Basis der Schweizerischen Haushaltsbudgeterhebung (HABE) und der Europäischen Haushaltsbudgeterhebung (EHBS) wird die Verteilung der Energieausgaben entlang von Einkommensquintilen dokumentiert und gängige Indikatoren zur Messung von Energiearmut angewendet. Darüber hinaus wird die Regressivität der Energieausgaben mithilfe verschiedener Maße untersucht, darunter der Degree of Convexity, der Kakwani-Index sowie Energie-Lorenz-Kurven. Die Ergebnisse zeigen, dass die in der Umfrage beinhalteten Schweizer Haushalte im Vergleich zu vielen Haushalten in EU-Ländern über alle Einkommensgruppen hinweg einen geringeren Anteil ihres Einkommens für Energie ausgeben. In mehreren EU-Ländern liegt der Einkommensanteil für Energieausgaben selbst bei Haushalten mit hohen Einkommen über jenem einkommensschwacher Haushalte in der Schweiz. Gemäß der Zehn-Prozent-Regel (wonach Haushalte als energiearm gelten, wenn sie mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für energiebezogene Ausgaben aufwenden), ist der Anteil der in der HABE als energiearm klassifizierten Haushalte in der Schweiz im europäischen Vergleich am niedrigsten. Gleichzeitig sind Energieausgaben regressiv, wobei der Grad der Regressivität in etwa jenem anderer europäischer Länder entspricht. Das zweite Teilprojekt untersucht die Verteilung der Belastung durch Luftverschmutzung sowie Unterschiede zwischen gemessener und wahrgenommener Luftverschmutzung. Für die Schweiz verwenden wir Bevölkerungsdaten aus der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) mit PM2.5-Konzentrationsdaten mit hoher räumlichen Auflösung von Atmospheric Composition Analysis Group (ACAG) und Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). Zur Untersuchung der wahrgenommenen Luftverschmutzung werden Daten von den EU Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) mittels logistischer Regressionsmodelle ausgewertet. Da in der Schweiz gemessene und wahrgenommene Luftverschmutzung nicht auf einer ausreichend detaillierten Ebene verknüpft werden können, wird die Analyse durch Daten aus dem Vereinigten Königreich ergänzt, wobei die Understanding Society Umfrage mit Luftverschmutzungsdaten vom Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA) kombiniert wird. Dies erlaubt eine genauere Analyse des Zusammenhangs zwischen PM2.5-Belastung und der Wahrnehmung von Luftverschmutzung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schweiz im europäischen Vergleich eine mittlere Position hinsichtlich der PM2.5-Konzentrationen einnimmt, obwohl die durchschnittlichen Werte weiterhin über den aktuellen Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegen. Im Gegensatz dazu gehört der Anteil der befragten Haushalte, die angeben, sich durch Luftverschmutzung betroffen zu fühlen, in der Schweiz konstant zu den niedrigsten in Europa. Die Belastung durch Luftverschmutzung ist in städtischen Gebieten höher, ein Muster, das sich auch in der Wahrnehmung der Haushalte widerspiegelt. Die wahrgenommene Luftverschmutzung ist negativ mit dem Einkommen korreliert, während der Bildungsstand sowohl mit der gemessenen als auch mit der wahrgenommenen Luftverschmutzung positiv zusammenhängt. Evidenz aus dem Vereinigten Königreich deutet darauf hin, dass trotz rückläufiger PM2.5-Belastung die Wahrnehmung der Luftverschmutzung zugenommen hat, was unter anderem auf sichtbare politische Maßnahmen und Informationskampagnen zurückzuführen sein dürfte. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass sowohl objektive Umweltbelastungen als auch subjektive Wahrnehmungen berücksichtigt werden sollten, da beide beeinflussen, wie umweltpolitische Maßnahmen wahrgenommen, umgesetzt und letztlich wirksam werden.
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Schlussbericht
(Englisch)
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In recent years, rising prices for electricity, heating fuels, and other energy products have increased attention to household energy expenditures and their potential distributional implications. At the same time, concerns about air pollution and its health impacts continue to feature prominently in environmental and energy policy discussions. Against this background, this project examines how energy-related living expenditures and exposure to air pollution vary across population groups. The analysis focuses on whether household energy expenditures differ systematically by socio-demographic characteristics and whether the likelihood of living in polluted areas varies across income and demographic groups. The empirical analysis covers Switzerland and a selection of European countries. The first work package analyses the distribution of housing-related energy expenditures in Switzerland and places the findings in a European context. Using data from the Swiss Household Budget Survey (HBS) and the European Household Budget Survey (EHBS), we document energy expenditure patterns across income quintiles and apply commonly used indicators of energy poverty, such as the Ten-Percent Rule, which classifies households as energy poor if they spend more than ten percent of their income on energy-related expenditures. In addition, we assess the distributional properties of energy expenditures using measures of regressivity, including the Degree of Convexity, the Kakwani Index, and Energy Lorenz curves, and decompose expenditure concentration by socio-demographic characteristics. The results show that, compared to many EU countries, Swiss households spend a smaller share of their income on energy expenditures across all income groups. In several EU countries, the energy expenditure share of high-income households exceeds that of low-income households in Switzerland. Furthermore, according to the Ten-Percent energy poverty indicator, the share of households in the HBS classified as energy poor in Switzerland is the lowest in a European comparison. While the distribution of energy expenditures in Switzerland is regressive, the degree of regressivity is broadly comparable to that observed in other European countries. The second work package examines the distribution of air pollution exposure and differences between measured and perceived air quality. For Switzerland, we combine population data from Population and Households Statistics (STATPOP) with high-resolution PM2.5 concentration data from Atmospheric Composition Analysis Group (ACAG) and Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) to analyse exposure patterns, and use EU Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) data to study perceived pollution through logistic regression models. Because Swiss data do not allow measured and perceived pollution to be linked at a granular level, we complement the analysis with data from the United Kingdom, drawing on Understanding Society survey data matched with air pollution data from Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA). This allows for a more accurate assessment of the relationship between PM2.5 exposure and pollution perception. Potential endogeneity is addressed using a linear probability model with wind speed as an instrument. The results indicate that Switzerland occupies a middle position in the European distribution of PM2.5 concentrations, although average levels remain above current world health organization (WHO) guidelines. In contrast, the share of households reporting that they feel affected by air pollution is consistently among the lowest in Europe. Pollution exposure is higher in urban areas, a pattern that is also reflected in perceived pollution by households. Perceived air pollution is negatively correlated with income while the education status is positively correlated with both measured and perceived pollution. Evidence from the UK suggests that although PM2.5 exposure has declined over time, awareness of air pollution has increased, likely influenced by visible policy measures and information campaigns. These findings highlight the importance of considering both objective exposure and subjective perception when analysing environmental conditions and their distribution across population groups. Overall, the findings highlight the relevance of both measured exposure and perceived air pollution, since both may influence how environmental policies are received, implemented, and ultimately how effective they are.
Zugehörige Dokumente
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Schlussbericht
(Französisch)
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Ces dernières années, la hausse des prix de l’électricité, des combustibles de chauffage et d’autres produits énergétiques a accru l’attention portée aux dépenses énergétiques des ménages et à leurs éventuelles implications distributives. Parallèlement, les préoccupations liées à la qualité de l’air et à ses effets sur la santé occupent une place importante dans les débats de politique énergétique et environnementale. Dans ce contexte, le présent projet analyse la manière dont les dépenses énergétiques liées au logement et l’exposition à la pollution atmosphérique varient selon les groupes de population. L’analyse examine si les dépenses énergétiques des ménages diffèrent systématiquement en fonction de caractéristiques socio-démographiques et si la probabilité de vivre dans des zones où la qualité de l’air est plus dégradée varie selon le revenu et d’autres caractéristiques démographiques. L’analyse empirique porte sur la Suisse ainsi que sur une sélection de pays européens. Le premier lot de travail analyse la répartition des dépenses énergétiques liées au logement en Suisse et situe les résultats dans un contexte européen. À partir des données de l’Enquête suisse sur le budget des ménages (ESBM) et de l’Enquête européenne sur le budget des ménages (EEBM), nous documentons les profils de dépenses énergétiques par quintile de revenu et appliquons des indicateurs couramment utilisés pour mesurer la précarité énergétique, notamment la règle des dix pour cent, selon laquelle un ménage est considéré comme en situation de précarité énergétique lorsqu’il consacre plus de dix pour cent de son revenu aux dépenses énergétiques. En outre, nous évaluons les propriétés distributives des dépenses énergétiques à l’aide de différentes mesures de régressivité, telles que le degré de convexité, l’indice de Kakwani et les courbes de Lorenz appliquées aux dépenses énergétiques, et nous décomposons la concentration des dépenses selon des caractéristiques socio-démographiques. Les résultats montrent que, par rapport à de nombreux pays de l’Union européenne, les ménages suisses consacrent une part plus faible de leur revenu aux dépenses énergétiques, et ce pour l’ensemble des groupes de revenu. Dans plusieurs pays de l’UE, la part du revenu consacrée à l’énergie par les ménages à revenu élevé dépasse celle des ménages à faible revenu en Suisse. En outre, selon l’indicateur de précarité énergétique basé sur la règle des dix pour cent, la proportion de ménages classés comme en situation de précarité énergétique dans les données de ESBM est la plus faible en comparaison européenne. Bien que la répartition des dépenses énergétiques en Suisse soit de nature régressive, le degré de régressivité observé est globalement comparable à celui constaté dans d’autres pays européens. Le deuxième lot de travail examine la répartition de l’exposition à la pollution atmosphérique ainsi que les différences entre la qualité de l’air mesurée et perçue. Pour la Suisse, nous combinons des données de population issues de Statistique de la population et des ménages (STATPOP) avec des données de concentration de PM2.5 à haute résolution provenant d’Atmospheric Composition Analysis Group (ACAG) et de Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) afin d’analyser les profils d’exposition, et nous utilisons les données EU statistics on income and living conditions (EU-SILC) pour étudier la pollution perçue au moyen de modèles de régression logistique. Étant donné que les données suisses ne permettent pas de relier de manière suffisamment fine la pollution mesurée et la pollution perçue, l’analyse est complétée par des données du Royaume-Uni, en combinant l’enquête Understanding Society avec des données sur la qualité de l’air provenant de Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA). Cette approche permet une évaluation plus précise de la relation entre l’exposition aux PM2.5 et la perception de la pollution atmosphérique. Les résultats indiquent que la Suisse occupe une position intermédiaire dans la distribution européenne des concentrations de PM2.5, bien que les niveaux moyens restent supérieurs aux valeurs guides actuelles de l’Organisation Mondiale de la Santé (WHO). En revanche, la proportion de ménages déclarant se sentir affectés par la pollution atmosphérique figure systématiquement parmi les plus faibles en Europe. L’exposition à la pollution est plus élevée dans les zones urbaines, un schéma qui se reflète également dans la perception des ménages. La pollution atmosphérique perçue est négativement corrélée au revenu, tandis que le niveau d’éducation est positivement corrélé à la fois à la pollution mesurée et perçue. Les résultats pour le Royaume-Uni suggèrent que, bien que l’exposition aux PM2.5 ait diminué au fil du temps, la sensibilisation à la pollution atmosphérique s’est accrue, probablement sous l’effet de mesures politiques visibles et de campagnes d’information. Ces résultats soulignent l’importance de prendre en compte à la fois l’exposition objective et la perception subjective lors de l’analyse des conditions environnementales et de leur répartition entre les groupes de population. Dans l’ensemble, les résultats soulignent l’importance conjointe de l’exposition mesurée et de la pollution atmosphérique perçue, dans la mesure où l’une comme l’autre influencent la manière dont les politiques environnementales sont perçues, mises en oeuvre et, en définitive, leur efficacité.
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