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Forschungsstelle
SBFI
Projektnummer
1315002276
Projekttitel
Einzelprojekt LABIRINT

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Langfristige Bildungsverläufe von Regelschülerinnen und -schüler mit integrativen schulischen Massnahmen im Kanton Bern», LABIRINT, integrative Massnahmen, Berufsbildung, Berufslaufbahn
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Das Projekt LABIRINT «Langfristige Bildungsverläufe von Regelschülerinnen und -schüler mit integrativen schulischen Massnahmen im Kanton Bern» ist Teil einer Längsschnittstudie zur Vergabe und Umsetzung integrativer schulischer Massnahmen. Im geplanten Projekt soll im Rahmen des dritten Erhebungszeitpunktes der Frage nachgegangen werden, welche Auswirkungen integrative schulische Massnahmen der Primar- und Sekundarschulstufe I auf die weitere Ausbildungs- und Berufslaufbahn sowie auf die sozial-emotionale Entwicklung betroffener Schülerinnen und Schüler (SuS) auf Sekundarstufe II haben. Bisherige Erkenntnisse aus den beiden Vorläuferprojekten sowie aus Studien und Theorien zur äusseren Differenzierung weisen darauf hin, dass sich die im Zeugnis vermerkte Massnahme reduzierte individuelle Lernziele (RILZ) im Sinne eines Stigmas negativ auf die zukünftige Bildungslaufbahn (z.B. Probleme bei der Lehrstellensuche) betroffener SuS auswirken könnte. Demgegenüber könnte die Massnahme Nachteilsausgleich (NAG) eher eine Reduktion der Chancenungleichheit erwirken und damit zu vorteilhafterem Bildungsverlauf auf Sekundarstufe II führen (z.B. erfolgreiche Lehrstellensuche). 

Anhand einer umfassenden quantitativen Befragung sowie ergänzenden problemzentrierter Interviews soll in Erfahrung gebracht werden, 1) ob und inwiefern sich SuS, die auf Volks-schulebene eine integrative Massnahme erhielten, bezüglich nachobligatorischen Ausbildungswegen, Ausbildungszufriedenheit, sozialer Integration, Wohlbefinden und Selbstkonzept von vergleichbaren SuS ohne integrative schulische Massnahmen unterscheiden, 2) welche Chancen oder Risiken die Betroffenen selbst in den erhaltenen integrativen Mass-nahmen sehen, und ob sie weiterhin unterstützende Massnahmen (bspw. einen NAG, Stütz- und Förderunterricht oder ein Job Coaching) erhalten bzw. benötigen, und 3) welche Handlungsempfehlungen zur Gestaltung eines erfolgreichen Übergangs von der obligatorischen Schule in die nachobligatorische Ausbildung für junge Erwachsene mit besonderem Bildungsbedarf aus der Beantwortung der Fragen 1 und 2 abgeleitet werden können (vgl. Zangger & Becker, 2019). Anhand dieser Daten soll die zum Messzeitpunkt gegenwärtige Situation von jungen Erwachsenen mit besonderem Bildungsbedarf während und unmittelbar nach dem Übertritt in die Sekundarstufe II dargestellt sowie Stärken und Herausforderungen des Berufsbildungssystems hinsichtlich der Begleitung und Unterstützung dieser jungen Erwachsenen herauskristallisiert werden. Zudem soll ein abschliessender Bericht die Berufsbildungspraxis bei der Gestaltung eines auf die Bedürfnisse von jungen Erwachsenen mit besonderem Bildungsbedarf angepassten Übergangs auf Sekundarstufe II unterstützen.

Die vorliegende Längsschnittstudie ist national und international einzigartig und im Zuge der Zunahme integrativer Massnahmen äusserst relevant, weil bisher kaum wissenschaftlich überprüftes Wissen zu langfristigen Auswirkungen unterschiedlicher integrativer Massnahmen vorhanden ist. Das Projektvorhaben bietet die einmalige Gelegenheit, mit einem weiteren Messzeitpunkt Aussagen über langfristige Bildungsverläufe von der Primarschulzeit bis in die Phase der Berufsausbildung zu machen. 

Projektziele
(Deutsch)
Ziel des Projekts ist es, Wissen zur Entwicklung der Berufsbildung und insbesondere zum Effekt von integrativen Massnahmen bei Schülerinnen und Schülern auf deren Bildungsverläufe zu gewinnen.