Die Umsetzung von Laser-SLAM-basiertem Mobile Mapping erfolgt durch den Einsatz moderner Handheldscanner, welche LiDAR- und SLAM-Technologien kombinieren, um dreidimensionale Punktwolken effizient zu erfassen. In der Praxis werden sowohl professionelle Geräte wie der Leica BLK2GO oder GeoSLAM ZEB Revo-RT als auch kostengünstigere Consumer-Lösungen wie das iPad Pro mit entsprechenden Apps eingesetzt. Die Datenerfassung erfolgt mobil und kontinuierlich, wodurch im Vergleich zu klassischen photogrammetrischen Verfahren („Stop-and-Go“) eine deutlich schnellere und flexiblere Aufnahme möglich ist.
Nach der Erfassung werden die Punktwolken mit geeigneten Softwaretools weiterverarbeitet, georeferenziert und analysiert. Open-Source-Programme wie CloudCompare, QGIS oder WebODM ermöglichen dabei die Bearbeitung, Visualisierung und Auswertung der Daten. Ergänzend können webbasierte Anwendungen wie der Point Cloud Browser verwendet werden, um die Daten zu speichern, zu teilen und interaktiv darzustellen. Durch solche integrierten Workflows wird eine effiziente Verarbeitung und Nutzung der 3D-Daten gewährleistet.
Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologien sind vielfältig und reichen über die Archäologie hinaus. In der Archäologie ermöglichen schnelle und präzise 3D-Erfassungen die Dokumentation von Fundstellen, wobei insbesondere Zeitdruck und die Einmaligkeit von Ausgrabungen eine wichtige Rolle spielen. Im Denkmalschutz dienen die Punktwolken zur detaillierten Erfassung und Analyse von Bauwerken und Kulturgütern sowie als Grundlage für Restaurierungen oder Rekonstruktionen.
Darüber hinaus finden Mobile-Mapping-Verfahren Anwendung in der Energieversorgung, etwa bei der Planung von Photovoltaikanlagen, wo präzise 3D-Modelle zur Berechnung von Verschattungen und Energieerträgen genutzt werden. In der Städteplanung können diese Daten eingesetzt werden, um bauliche Strukturen und deren Einfluss auf die Umgebung frühzeitig zu analysieren und fundierte Planungsentscheidungen zu treffen.
Insgesamt zeigt sich, dass Laser-SLAM-basiertes Mobile Mapping eine effiziente und vielseitige Methode zur Erfassung und Nutzung von 3D-Geodaten darstellt. Besonders in Kombination mit photogrammetrischen Verfahren können Genauigkeit und Vollständigkeit der Ergebnisse weiter verbessert werden, was den praktischen Nutzen dieser Technologien zusätzlich erhöht.