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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/21.0041.PJ
Projekttitel
Biosicherheit und Pandemie 2021-2024

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Umweltrisiken, Freisetzung Pathogenen, Frühwarnsystem, Früherkennung von Tierseuchen

Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Wildtierarten und Fleischfresser in Haushalten sind anfällig auf das SARS-CoV-2. Wildtiere haben das Potential ein Reservoir für das Virus zu werden. Allfällige Mutationen in Wildtiere können die Virulenz erhöhen und somit wieder eine Gefahr für die Menschen darstellen (Spillback Szenario). Allmählich wird die Pandemie in nächster Zukunft abklingen. Es ist nun wichtig, dass Wildtiere als potentielle Reservoirs überwacht werden. Bis heute sind in der Schweiz weder Daten bezüglich der Virus Prävalenz noch über die Rolle von Wildtieren als Reservoir vorhanden. Diese Aktivität hat das Ziel, diese fehlende Daten zu erarbeiten. Zu diesem Zweck werden in der Umwelt Proben gesammelt und analysiert.
Projektziele
(Deutsch)
Bestimmung, ob SARS-CoV-2 in freilebenden Wildtiere vorkommt

Proben (Kot, Tierkadaver, Blutproben) werden entnommen und analysiert.


Empfehlung für Massnahmen, um die Krankheitsrisiken an der Schnittstelle Wildtiere - Menschen zu bewältigen

Je nach Resultat in einem Bericht zusammengefasst.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Ziel dieser Studie war es, festzustellen, ob sich SARS-CoV-2 im Verlauf der Pandemie auf freilebende Schweizer Wildtiere ausbreitet, wobei der Schwerpunkt auf Arten lag, die als empfänglich galten oder in bewohnten Siedlungen leben. Die untersuchten Arten umfassten freilebende, einheimische Feliden (Luchs und Wildkatze), Kaniden (Rotfuchs und Wolf) sowie Musteliden (Dachs, Steinmarder, Baumarder und Iltis). Die resultierenden Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für das Krankheitsmanagement bei Menschen und Tieren sowie die Präventions- und Schutzmassnahmen zwischen und innerhalb aller empfänglichen Arten. Die Studie erbrachte den ersten Nachweis von SARS-CoV-2-Infektionen bei freilebenden Rotfüchsen und Eurasischen Luchsen unter Feldbedingungen. Die Verteilung der antikörperpositiven Tiere deutete dabei stark auf mehrere direkten und indirekten unabhängigen Übertragungen vom Menschen auf Wildtiere hin. Die erhobenen Daten lassen keine Rückschlüsse auf den genauen Übertragungsweg zu. Faktoren wie die Nähe zu bewohnten Siedlungen, der Kontakt mit Siedlungsabfällen, das Nahrungsspektrum und die gemeinsame Nutzung von Lebensräumen mit für die Infektion empfänglichen Haustieren wie Hauskatzen und Hunden können die Übertragungswege beeinflussen. Dies weist darauf hin, dass Grenzen zwischen Menschen und Wildtieren für ein Virus mit breitem Wirtsspektrum durchlässig sind. Diese Erkenntnis könnte auch für weitere Infektionskrankheiten relevant sein. Überwachung und Prävention sollte mit einem One-Health Ansatz geplant werden. Weiter empfiehlt es sich, die Bevölkerung auf eine sachgemässe Entsorgung von Siedlungsabfällen zu sensibilisieren und auf die Risiken einer willentlichen Fütterung von Wildtieren hinzuweisen.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente
Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)
Zugehörige Dokumente