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Research unit
FHO
Project number
F1-061-21
Project title
Auswirkungen von veränderten Arbeitsmodellen auf die Wohnstandortwahl: Chancen und Risiken für Wohnstandorte und Immobilienportfolios

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Project aims
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Abstract
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Publications / Results
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)
Telearbeit, Remote Work, Home-office, Wohnen, Wohnstandort, Wohnstandortwahl, Umzüge
Short description
(German)
Es wird erwartet, dass ein nicht unbedeutender Anteil der Beschäftigten, v.a. im Dienstleistungssektor, künftig vermehrt ortsunabhängig arbeitet. Damit verändert sich ein zentraler Faktor der Wohnstandortwahl, denn die Pendelzeit zum Arbeitsort prägt Entscheidungen zum Wohnort massgeblich. Mit dem Projekt wollen wir die erwarteten Auswirkungen von zunehmendem Home-Office sowie anderen durch die Digitalisierung vorangetriebenen veränderten Arbeitsmodellen auf die künftige Wohnungsnachfrage und die Wohnstandortwahl untersuchen. Dazu soll das Ausmass der von «remote-work» profitierenden Haushalte abgeschätzt und die dadurch veränderten Ansprüche an den Wohnort aber auch die Veränderung von Wohnformen (multilokales Wohnen, vermehrte Nutzung von Zweitwohnungen) beschrieben werden. Basierend darauf können einerseits generelle Aussagen, z.B. zur Veränderung des Wohnflächen- und Bodenkonsums abgeleitet werden. Andererseits können Wohnstandorte /Regionen identifiziert werden, die an relativer Attraktivität gewinnen resp. verlieren. Basierend darauf werden Empfehlungen formuliert, wie sich solche Wohnstandorte und Regionen neu positionieren können, welche Wohnangebote künftig von Personen mit vermehrtem Remote-Work nachgefragt werden und wie Immobilieneigentümer aber auch die öffentliche Hand auf diese Entwicklungen reagieren können.
Project aims
(German)
Mit dem Projekt werden die erwarteten Auswirkungen von zunehmendem Home-Office sowie anderen durch die Digitalisierung vorangetriebenen veränderten Arbeitsmodellen auf die künftige Wohnungsnachfrage und die Wohnstandortwahl untersucht.
Abstract
(German)

Die Möglichkeit, vermehrt ausserhalb des klassischen Büros zu arbeiten, beeinflusst auch, wo und wie wir in Zukunft wohnen. Die Studie «Wie Remote Work beeinflusst, wo und wie wir in Zukunft wohnen» zeigt auf, dass das soziale Umfeld bei der Auswahl des Wohnorts wichtig bleibt. Der Wunsch nach mehr Wohnfläche könnte zu einer Dezentralisierung führen: Mittel- und Kleinzentren könnten als «preisgünstigere Städte» mit guter Erreichbarkeit eine erhöhte Nachfrage erfahren.

Homeoffice oder auch das Arbeiten an anderen Orten, bzw. unterwegs (Remote-Work oder multilokales Arbeiten), ist seit der Covid-19-Pandemie für viele zum Alltag geworden. Verbrachten im Jahr 2001 weniger als 1 Prozent der Erwerbstätigen 50 Prozent oder mehr ihrer Arbeitszeit im Homeoffice, waren dies während des erstens Lockdowns im Frühling 2020 rund 50 Prozent der Erwerbstätigen. 30 Prozent arbeiteten sogar ausschliesslich zu Hause. Es ist davon auszugehen, dass rund 40 Prozent der Beschäftigten in den nächsten zehn Jahren regelmässig multilokales Arbeiten nutzen wird.

Verliert der Arbeitsstandort an Bedeutung, kann dies einen Einfluss auf den Wohnstandort haben. Die Möglichkeit von Remote Work allein führt kaum zu mehr Umzügen. Sogenannte «räumliche Anker», wie beispielsweise das soziale Umfeld, bleiben wichtige Faktoren bei der Auswahl des Wohnorts. Schweizerinnen und Schweizer ziehen in der Regel kleinräumig um. Dieses Muster wird sich auch in Zukunft wenig ändern. 

Dennoch dürfte die Entwicklung zu einer stärkeren Dezentralisierung beitragen. Wer mehr von zu Hause aus arbeitet, der wünscht sich unter Umständen mehr Wohnfläche oder ein eigenes Heim. Wohneigentum ist knapp und für viele nur noch an peripheren Standorten erschwinglich. Insbesondere Mittel- und Kleinzentren als «preisgünstigere Städte» mit guter Erreichbarkeit dürften aufgrund der Möglichkeiten des multilokalen Arbeitens eine Steigerung der Nachfrage verzeichnen. Eine höhere Nachfrage wird auch in weniger dichten Agglomerationsräumen sowie in touristischen Räumen zu beobachten sein. Dort könnte eine verstärkte Nutzung von Zweitwohnungen zu einer Steigerung der Wertschöpfung und zu einer ausgeglicheneren Auslastung übers Jahr beitragen. Auf der negativen Seite steht ein Immobilienmarkt mit hohen und steigenden Preisen für Erstwohnende.

Hält man sich tagsüber öfter und länger zuhause auf, steigt auch das Bedürfnis nach attraktiven Aussenräumen und wohnungsnahen Versorgungsangeboten. Gefragt ist eine stärkere und kleinräumigere Nutzungsdurchmischung, die alltägliche Dienstleistungen und Einrichtungen anbietet, die in kurzer Distanz erreichbar sind. Dies kann mittelfristig zu einer verstärkten Bindung an den Wohnort und damit letztlich zu einem stärkeren Engagement in der Wohngemeinde führen. Monofunktionale Wohngemeinden oder reine Schlafquartiere verlieren dagegen an Attraktivität, auch bei guter Erreichbarkeit.  

Publications / Results
(German)
Publications / Results
(French)