Eine Anpassung der derzeit verwendeten Schwellenwerte (Milchfett-, Milcheiweiss- und Milchharnstoffgehalt) und deren Darstellungen im MLP-Laborbericht sind aus Sicht der Ökologie wie auch Ökonomie notwendig. Daher sollen in diesem Beratungsprojekt die bereits in Deutschland entwickelten Schwellenwerte, welche im DLG-Merkblatt 451 publiziert sind (https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/tierhaltung/futter-und-fuetterung/dlg-merkblatt-451), sowie deren Darstellung als 6-Felder-Tafel im MLP-Bericht anhand Schweizer Daten validiert werden. Um zu überprüfen, ob diese auch in die Schweiz übertragbar sind.
Weiter soll in der Schweiz das neue Bewertungssystem speziell auch für silofreie Betriebe validiert werden. Um die Methode unter Schweizer Verhältnissen zu prüfen, soll auch der Einfluss der Alpung einbezogen werden. Dafür sollen separate Datensätze erstellt werden.
Dies sind weitere praxisbezogene Aspekte, die in Deutschland bisher nicht speziell betrachtet worden ist.
Zeigt sich eine Verwendbarkeit der deutschen Schwellenwerte für Schweizer Daten, so sollen diese in die MLP-Berichte der Schweiz eingebaut und Berater sowie weitere Interessierte zur Fütterungs- und Gesundheitskontrolle informiert und geschult werden.
Insgesamt würden 5 Schulungen an verschiedenen Tagen und in 2 Landessprachen (DE, FR) durgeführt werden. In Abhängigkeit der pandemischen Situation werden die Schulungen online oder physisch durchgeführt.