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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
B21.15
Projekttitel
Neue Schwellenwerte und Darstellung der Milchleistungsprüfung sowie deren Einsatz in der Beratung

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Emissionsreduktion, Ammoniak, Fütterungsmanagement, Gesundheitsmanagement, Beratung
Schlüsselwörter
(Englisch)
Emission reduction, ammonia, feeding management, health management, advice
Schlüsselwörter
(Französisch)
Réduction des émissions, ammoniac, gestion de l'alimentation, gestion de la santé, conseil
Schlüsselwörter
(Italienisch)
Riduzione delle emissioni, ammoniaca, gestione dell'alimentazione, gestione della salute, consulenza
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Milchkontrolldaten (MLP-Daten) sind seit langem ein gängiges Hilfsmittel zur Unterstützung des Herdenmanagements in Fragen der Fütterungs- und Gesundheitskontrolle. Jedoch haben sich die bisher vielfach zur Beurteilung der Versorgungssituation von Milchkühen genutzten Schwellenwerte und Herangehensweisen, welche überwiegend aus Untersuchungen der 80er Jahren stammen, verändert. So haben sich in der Zwischenzeit Haltungs- und Fütterungskonzepte, Futterqualität und -verfügbarkeit sowie die Tierbetreuung stark verbessert. Daraus resultiert zusammen mit dem vorhandenen Zuchtfortschritt eine enorme Milchleistungssteigerung. Zusätzlich haben sich Hinweise gemehrt, dass Kühe mit den bisher oft genutzten Schwellenwerten aus der Milchleistungsprüfung teilweise falsch beurteilt werden und die getroffenen Aussagen, vor allem im Hinblick auf eine Energieunterversorgung, im Widerspruch zu anderen in der Praxis genutzten tierbezogenen Merkmalen steht.

Eine Anpassung der Schwellenwerte im MLP-Bericht, könnte die Anzahl an Fehleinschätzungen hinsichtlich der Energieversorgung verringern. Zudem könnte die Obergrenze für den Milchharnstoffgehalt im MLP-Bericht, beurteilt und ggf. nach unten korrigiert werden, wodurch Nährstoffüberschüsse reduziert würden, was direkt einen Einfluss auf die N-Einträge aus dem Milchviehbereich und damit auch Emissionen klimaschädlicher Gase wie Lachgas reduzieren könnte. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt würden über die monatliche MLP alle LandwirtInnen auch weit über den zeitrahmen des Projekts erreichen. Zusätzlich würden Berater und andere Interessierte anhand von Schulungen und Infomaterialien über den neuen MLP-Bericht und dessen Anwendung zur Fütterungs- und Gesundheitskontrolle geschult werden.

Projektziele
(Deutsch)

Eine Anpassung der derzeit verwendeten Schwellenwerte (Milchfett-, Milcheiweiss- und Milchharnstoffgehalt) und deren Darstellungen im MLP-Laborbericht sind aus Sicht der Ökologie wie auch Ökonomie notwendig. Daher sollen in diesem Beratungsprojekt die bereits in Deutschland entwickelten Schwellenwerte, welche im DLG-Merkblatt 451 publiziert sind (https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/tierhaltung/futter-und-fuetterung/dlg-merkblatt-451), sowie deren Darstellung als 6-Felder-Tafel im MLP-Bericht anhand Schweizer Daten validiert werden. Um zu überprüfen, ob diese auch in die Schweiz übertragbar sind.

Weiter soll in der Schweiz das neue Bewertungssystem speziell auch für silofreie Betriebe validiert werden. Um die Methode unter Schweizer Verhältnissen zu prüfen, soll auch der Einfluss der Alpung einbezogen werden. Dafür sollen separate Datensätze erstellt werden.

Dies sind weitere praxisbezogene Aspekte, die in Deutschland bisher nicht speziell betrachtet worden ist.

Zeigt sich eine Verwendbarkeit der deutschen Schwellenwerte für Schweizer Daten, so sollen diese in die MLP-Berichte der Schweiz eingebaut und Berater sowie weitere Interessierte zur Fütterungs- und Gesundheitskontrolle informiert und geschult werden.  

Insgesamt würden 5 Schulungen an verschiedenen Tagen und in 2 Landessprachen (DE, FR) durgeführt werden. In Abhängigkeit der pandemischen Situation werden die Schulungen online oder physisch durchgeführt.