Das Projekt untersuchte blühende Elemente im Zuckerrübenanbau zur Verringerung von Blattläusen und viröser Vergilbung. Dazu wurden einj. und mehrj. Nützlingsstreifen (NS) verglichen, Mikroblühstreifen untersucht, Pflanzenattraktivität getestet und Landwirte befragt.
Einj. NS Winterkultur und mehrj. NS stellten deutlich früher und mehr Blütenressourcen bereit als einj. NS Sommerkultur. Dadurch stiegen die Nützlingszahlen in den NS früh in der Saison. Ein direkter Effekt auf die Reduktion von Blattläusen liess sich jedoch nicht nachweisen. Myzus persicae hingegen zeigte keinen Zusammenhang mit der Nützlingsdichte, trat aber in der Nähe von mehrj. NS seltener auf. M. persicae war ein wichtiger Faktor für die Virusinzidenz, die zusätzlich durch Saatzeitpunkt, Landschaft und Witterung beeinflusst wurde. Mikroblühstreifen konnten technisch erfolgreich angelegt werden und führten je nach Mischung zu keinen signifikanten Ertragsverlusten. Im Wahlversuch erwiesen sich mehrere Pflanzenarten als weniger attraktiv für M. persicae; in deren Nähe traten im Feld ebenfalls weniger M. persicae auf. Die Landwirte bewerteten NS grundsätzlich positiv und wünschen sich weitere Untersuchungen zu Mikroblühstreifen und eine Kosten-Nutzen-Analyse. NS bieten ökologische Vorteile, ihr Einfluss auf Blattläuse und Virusübertragung bleibt jedoch begrenzt – verstärkt durch ein ungewöhnlich nasses Frühjahr im Versuchsjahr, das die Nützlingsentwicklung verzögerte. Die Ergebnisse sprechen für eine Kombination aus mehrj. NS und Mikroblühstreifen mit für Blattläuse weniger attraktiven Pflanzenarten.