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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
B20.06
Projekttitel
Nachhaltiger Rapsanbau

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Herbizidverzicht, Fungizidverzicht, gezielter Insektizideinsatz
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Der Rapsanbau steht wegen dem vergleichsweise hohen Pflanzenschutzmitteleinsatz in der Kritik. Gleichzeitig ist die Nachhaltigkeit von Nahrungsmitteln ein zunehmend wichtigeres Anliegen beim Kaufentscheid. Zahlreiche Versuche zeigen erfolgsversprechende Massnahmen auf, um den Anbau nachhaltiger zu gestalten. Sie haben in der landwirtschaftlichen Praxis jedoch noch wenig Anwendung gefunden. Einerseits werden in den Versuchen häufig einzelne Massnahmen untersucht, die sich nicht immer in ein bestehendes Produktionssystem integrieren lassen. Andererseits bestehen in der Praxis Hemmschwellen für die konkrete Umsetzung. Diese können nicht durch Versuche angegangen werden, sondern müssen gezielt mit Praxisbetrieben untersucht und diskutiert werden. Im bestehenden Projekt wird deshalb ein Massnahmenpaket auf zehn Praxisbetrieben im Schweizer Mittelland umgesetzt, um das gesamte Anbausystem zu optimieren. Angestrebt wird ein Rapsanbau ohne Herbizide, ohne Fungizide und mit einem reduzierten Insektizideinsatz sowie angepasster Stickstoff- und Schwefeldüngung. Die Effizienz des Produktionssystems wird beschrieben und die fördernden Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Massnahmenkatalogs zusammen mit den Betriebsleitern definiert. Dadurch soll eine breitere Umsetzung des Massnahmenpakets und ein nachhaltiger Rapsanbau erreicht werden, mit dem die Gesamtmenge gehalten und die Vertragsmengen erfüllt werden können. Das Projekt ist eingebettet in die Mehrwertstrategie für die einheimische Ölsaatenbranche, welche aktuell von der Branchenorganisation swiss granum erarbeitet wird.

Abstract
(Deutsch)
Seit Jahren wird die Vertragsmenge für Schweizer Raps nicht erreicht. Der Rapsanbau wird kriti-siert wegen des vergleichsweise hohen Pflanzenschutzmittel-Einsatzes. Versuchsresultate zeigen Alternativen auf, insbesondere zum Einsatz von Herbiziden und Fungiziden. Diese haben in der Praxis aber noch keine grossflächige Anwendung gefunden. Im Rahmen dieses Projekts wird auf elf Pilotbetrieben ein Anbausystem ohne Herbizide und Fungizide, mit gezieltem Insektizideinsatz und einer angepassten Düngung umgesetzt. Angestrebt werden standortgerechte Erträge mit einer hohen Ressourceneffizienz.
In den drei Projektjahren wurden auf den beteiligten Betrieben vergleichbare Erträge erzielt wie vor dem Projekt. Der Verzicht auf Herbizide konnte auf zwei Dritteln der Parzellen erfolgreich umge-setzt werden, der Verzicht auf Fungizide auf allen Parzellen. Die grösste Herausforderung stellte die Insektizid-Reduktion dar. Im Mittel wurden 1,55 bis 1,73 Behandlungen pro Jahr durchgeführt. Behandlungen nach Schadschwellen reduzieren die Anzahl unnötiger Behandlungen. Die Anwendung der Schadschwellen, insbesondere beim Erdfloh und Stängelrüssler, stellt jedoch hohe Anforderungen an die Landwirte und birgt Risiken für Fehleinschätzungen. Hier besteht Handlungsbedarf. Optimierungsbedarf gibt es bei der N-Düngung. Mit einem gezielten Einsatz der Hofdünger und Anpassung der N-Norm aufgrund der Standort- und Anbaufaktoren konnte die N-Effizienz der Betriebe verbessert werden.