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Research unit
FOAG
Project number
21.31
Project title
Raufutter in der Hühnerhaltung – Auswirkungen auf die Proteinverwertung bei Hybriden und Zweinutzungsrassen

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Abstract
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)
Nährstoffeffizienz, N-Verwertung, Bio-Geflügel, Rohfaser, Zweinutzungshuhn
Key words
(English)
Nutrient efficiency, N-utilisation, organic poultry, crude fibre, dual-purpose chicken
Key words
(French)
Efficacité des nutriments, utilisation de l'azote, volaille bio, fibres brutes, poule à deux fins
Key words
(Italian)
Efficienza nutritiva, utilizzo di N, pollame biologico, fibra grezza, pollo a duplice attitudine
Short description
(German)
Im Hinblick auf die Absenkung der Stickstoffeinträge in die Schweizer Landwirtschaft ist auch die biologische Geflügelhaltung herausgefordert. Aus Gründen des Tierwohls und der Natürlichkeit kommt es zum vermehrten Einsatz von Zweinutzungshühnern, welche oft weniger effizient sind. Daran knüpft die Überlegung, extensivere Genetik auch mit extensiverem Futter zu füttern. Wie auch der Auslauf impliziert dies Raufutter, welche die Rohfasergehalte in der Ration erhöhen. Rohfaser birgt Probleme hinsichtlich der Futterverwertung; allerdings wird der Beitrag der Fermentierung in den Blinddärmen unzureichend berücksichtigt. Insgesamt fehlt es an Daten, um die Rohfaseraufnahme und ihren Einfluss auf die Nährstoffeffizienz im Geflügel unter Biobedingungen zu bewerten und zu verbessern. In kontrollierten Versuchen zur freiwilligen Raufutteraufnahme und der damit verbundenen Nährstoffeffizienz werden am Agrovet Strickhof Mastpoulets und am FiBL Legehennen von Hybridrassen mit Zweinutzungshühnern verglichen. Hierbei werden Futterwahl und die klassischen Parameter für Futterverbrauch und -verwertung erhoben, mit besonderer Berücksichtigung des Blinddarms. Einjährige Erhebungen auf Praxisbetrieben mit Hybrid- und Zweinutzungslinien dienen der Berechnung der Nährstoffverwertung unter Praxisbedingungen, bei gleichzeitiger Schätzung der freiwilligen Futteraufnahme vom Auslauf auf der Basis von strukturierter Verhaltensbeobachtung. Resultat sollen belastbare Daten zur Bedeutung der Rohfaser für die Nährstoffeffizienz in verschiedenen Hühnertypen sein, als Instrument ihrer Bewertung und Verbesserung.
Abstract
(German)
Das vorliegende Projekt verglich ein Zweinutzungshuhn mit entsprechenden Leistungshybriden in der Bio-Pouletmast und Bio-Eierproduktion mit Hinblick auf die freiwillige Aufnahme von Raufutter, sowie die Effekte von faserreicheren Futtermitteln auf die Leistung und Futterverwertung. Zwei kontrollierte Versuche (Pouletmast und Legehennenhaltung) sowie eine on-farm Untersuchung auf einem Bio-Legehennenbetrieb wurden durchgeführt. In den Experimenten zeigte sich eine grundsätzliche (und erwartete) Unterlegenheit der Zweinutzungstiere gegenüber den Leistungshybriden bei der Produktivität, Schlachtkörperzusammensetzung und Futterverwertung. Unsere Ausgangshypothese, dass die Zweinutzungshühner stattdessen besser mit einem extensiven Futter umgehen könnten als die Hybriden und damit die schlechtere Ressourceneffizienz kompensieren würden, bestätigte sich nicht. Dennoch führte eine Erhöhung des Rohfasergehaltes um ca. 4 Prozentpunkte auch zu keinen negativen Effekten, bei keinem Genotyp, weder bei den Poulets noch bei den Hennen. Wir konnten Anzeichen einer gesteigerten Blinddarmfermentation bei mehr Faseranteilen im Futter feststellen. Während den Poulets im Stall angebotene Graswürfel kaum aufgenommen wurden, hatten die Legehennen in der on-farm Studie eine relevante Futteraufnahme von der Weide im Bereich von 25g TS pro Tier und Tag. Dies zeigt ein gewisses Potenzial für die Nutzung von Raufutter in der Geflügelhaltung, welche einen Teil importierter Eiweissträger ersetzen könnte.