Das Projekt «Bewegen, Begegnen und Beleben in Quartieren von Bern und Zürich» gehört zu den Modellvorhaben (MOVO) für nachhaltige Raumentwicklung. Mit den MOVO 2020–2024 unterstützt der Bund Projekte von lokalen, regionalen und kantonalen Akteuren, die neue Ansätze für die Umsetzung einer nachhaltigen und bewegungsfreundlichen Raumentwicklung erproben. Diese Modellvorhaben sind getragen von acht verschiedenen Bundesämtern, neben dem federführenden Amt ARE sind dies BLW, BAFU, BWO, ASTRA, BAG, BASPO sowie SECO.
Das Projekt «Bewegen, Begegnen und Beleben in Quartieren von Bern und Zürich» befasst sich mit bestehenden Tempo-20 Zonen, die gutes Potential für tägliches Gehen, Fahrradfahren und soziale Interaktionen bietet (temporäre und permanente infrastrukturelle Änderungen wie Entsiegelung, Bodenmarkierungen, Bepflanzungen und Möblierung). Das Projekt analysiert mit quantitativen und qualitativen Datenanalysen die Wirksamkeit und den Umsetzungsprozess dieser Intervention und ihrer Wirkung auf die Benutzung, die Bewegung und Begegnung in diesen Zonen mit Erhebungen vor und nach der Intervention und ein Jahr danach.
Parallel dazu plant die OECD eine «good practice»-Sammlung zur Wirkung von Präventionsmassnahmen auf die körperliche Aktivität. Besonderes Augenmerk wird auf eine ökonomische Analyse von Präventionsmassnahmen im Bereich Bewegungsförderung gelegt. Die OECD interessiert sich sehr für das Projekt «Bewegen, Begegnen und Beleben in Quartieren von Bern und Zürich» und sieht das Potential für die Aufnahme in ihr «good practice»-Sammlung. Für eine Eingabe bei der OECD als «good practice» Projekt braucht es zusätzlich zum bestehenden Projekt je ein Kontrollquartier in Bern und Zürich, damit die allfälligen Störfaktoren, die in den Interventionsquartieren wirken, kontrolliert werden können. Diese zusätzlichen Kontrollquartiere, die Auswertung derselben sowie Datenlieferung an die OECD sind das Ziel dieses Mandats.