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Forschungsstelle
SWISSTOPO
Projektnummer
NGDI 20-57
Projekttitel
Proof-of-Concept d’une INDG dédiée aux photographies géolocalisées à valeur géographique

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)

Géoréférencement, visualisation, photographies, géoservices

Schlüsselwörter
(Französisch)

Géoréférencement, visualisation, photographies, géoservices

Kurzbeschreibung
(Französisch)
La plateforme Smapshot permet de géoréférencer des photographies 2D du paysage sur un globe virtuel. Elle valorise un patrimoine historique qui témoigne l’environment. Avec plus de 130'000 images (collections fédérales, cantonales, etc.) et le succès qu’elle suscite, se pose la question de l’interopérabilité. Nous proposons une interface standardisée de géoservices dédiée au référencement 3D de photos 2D.
Projektziele
(Französisch)
  1. Développer des géoservices standardisés et ouverts dédiés aux photographies géoréférencées.
  2. Etablir un inventaire des fonds fédéraux de photographies valorisables.
  3. Enrichir la plateforme par l’ajout de collec-tions. Étendre l’infrastructure aux OPP (gestion, diffusion).
  4. Evaluer le transfert de l’infrastructure à la Confédération.
Abstract
(Deutsch)

Das vorliegende NGDI-Projekt zielt auf die Entwicklung eines Proof-of-Concepts für eine nationale Geodateninfrastruktur zur Verwaltung und Nutzung georeferenzierter Fotografien mit geografischem Mehrwert ab. Im Fokus steht die Schaffung einer offenen, interoperablen und standardbasierten Plattform, welche den Austausch, die Integration sowie die Analyse von räumlich referenzierten Bilddaten ermöglicht.

Die Projektumsetzung erfolgte in mehreren Work Packages, die eine strukturierte Entwicklung der Lösung sicherstellten. Neben dem Projektmanagement wurde eine Open-Source-API auf Basis moderner Webtechnologien (Node.js) und OGC-Standards entwickelt und öffentlich zugänglich gemacht. Gleichzeitig wurden bestehende geografische und historische Bildsammlungen analysiert und ein Klassifikationsschema zur Beschreibung solcher Datensätze erarbeitet.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Integration von Landschaftsobservatorien. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wurden deren Anforderungen analysiert und ein minimales Geodatenmodell definiert. Dieses erlaubt die effiziente Verwaltung komplexer Metadaten sowie die Darstellung von Bildserien, die unter identischen Aufnahmebedingungen, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind.

Die technische Weiterentwicklung der Plattform umfasste zudem Verbesserungen der API hinsichtlich Performance, Sicherheit und Interoperabilität. Dazu gehört insbesondere die Unterstützung bidirektionaler Datenflüsse sowie die Integration von OGC-API-Features. Die Projektergebnisse trugen darüber hinaus wesentlich zur Entwicklung des internationalen OGC-Standards „Geopose“ bei, der die präzise Beschreibung von Kameraposition und -orientierung ermöglicht.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen eine funktionsfähige Referenzimplementierung für die Verwaltung von 3D-georeferenzierten Fotografien sowie deren erfolgreiche Anwendung, beispielsweise innerhalb der Swiss Art Research Infrastructure (SARI).

Insgesamt konnte das Projekt seine Ziele vollständig erreichen und zeigt ein großes Potenzial für zukünftige Anwendungen. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird die Weiterentwicklung zu einer dezentralen nationalen Infrastruktur für georeferenzierte Bildsammlungen angestrebt.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Die Umsetzung des Projekts erfolgte durch die schrittweise Entwicklung einer modularen, offenen und standardkonformen Geodateninfrastruktur für georeferenzierte Fotografien. Zentrale Grundlage bildet eine webbasierte Plattform mit einer Open-Source-API, die auf modernen Technologien (insbesondere Node.js) sowie internationalen Standards des Open Geospatial Consortiums (OGC) basiert. Diese Architektur ermöglicht eine flexible Integration unterschiedlicher Datenquellen sowie die Interoperabilität mit bestehenden Systemen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung war die Entwicklung einer Referenzimplementierung, die das Erfassen, Verwalten und Bereitstellen von geolokalisierten Bildern in zwei- und dreidimensionalem Kontext erlaubt. Dabei werden nicht nur die geografische Position, sondern auch die Kameraparameter (Orientierung und Blickrichtung) berücksichtigt, was insbesondere durch die Integration des Geopose-Standards unterstützt wird. Die Plattform ermöglicht zudem bidirektionale Datenflüsse, wodurch externe Systeme Bilder und Metadaten sowohl abrufen als auch einspeisen können.

Die praktische Umsetzung umfasste ferner die Integration konkreter Anwendungsfälle, insbesondere im Bereich der Landschaftsobservatorien. Hierbei wurden Datenmodelle für die Speicherung und Analyse von Bildserien entwickelt, die über längere Zeiträume hinweg aus identischen Perspektiven aufgenommen werden. Durch entsprechende Erweiterungen der API sowie die Entwicklung von Visualisierungskomponenten (z. B. Zeitregler oder animierte Darstellungen) können zeitliche Veränderungen in Landschaften anschaulich analysiert werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Einbindung bestehender Bildsammlungen und die Entwicklung eines Klassifikationsschemas zur Beschreibung ihrer Inhalte. Dies ermöglicht die strukturierte Erfassung, den Vergleich und die übergreifende Nutzung heterogener Datenbestände, beispielsweise aus Archiven, Forschungsinstitutionen oder öffentlichen Verwaltungen.

Die Anwendungen des Systems sind vielfältig und reichen von der wissenschaftlichen Analyse über die Denkmalpflege bis hin zur Raumplanung. Die Plattform wird bereits konkret eingesetzt, etwa durch die Swiss Art Research Infrastructure (SARI), die sie für den Austausch und die Verknüpfung von Bilddaten nutzt. Darüber hinaus bietet die entwickelte Infrastruktur großes Potenzial für zukünftige Anwendungen, insbesondere im Aufbau dezentraler Systeme zur Verwaltung georeferenzierter Bildsammlungen auf nationaler Ebene.

Insgesamt stellt das Projekt eine praxisnahe und skalierbare Lösung dar, die den Zugang zu georeferenzierten Bilddaten verbessert und neue Möglichkeiten für deren Analyse und Nutzung eröffnet.