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Research unit
SFOE
Project number
SI/502193
Project title
SAN-CH Projektentwickler und Energieversorger als Sanierungstreiber in der Schweiz

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Short description
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Final report
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CategoryText
Short description
(German)
Um die Sanierungsrate in der Schweiz zu erhöhen, bestehen bereits diverse Ansätze, die bis jetzt aber wenig erfolgreich waren. Die Gründe dafür liegen unter anderem auch in den „weichen“ Faktoren, wie Partizipation und Kommunikation. Ziel dieses Projekts ist es somit, anhand von konkreten Beispielen und mit Hilfe von Projektentwicklern und Energieversorgern nebst technischen auch nicht-technische Ansätze zu entwickeln. Dabei werden bestehende Ansätze evaluiert und daraus geeignete Angebote abgeleitet, die „im Feld“ getestet und in einem Leitfaden resultieren werden.
Final report
(German)
Ausgangslage und Ziele
Schweizweit wird pro Jahr im Durchschnitt nur 1 % des Gebäudebestandes energetisch saniert (swisscleantech, 2018). Um die Pariser Klimaziele erfüllen zu können, wäre eine Gebäudesanierungsrate von etwa 2-3 % notwendig.

Ziel dieses Projektes war es zu zeigen, inwiefern mit Hilfe von Projektentwicklern und Energieversorgern die Sanierungsrate in Schweizer Gemeinden erhöht werden kann. Hierbei hatte die Rolle der „weichen“ Faktoren, wie z. B. Kommunikation und Partizipation und was diesbezüglich bei verschiedenen Ausgangslagen berücksichtigt werden muss einen hohen Stellenwert. Anhand von vier Gemeinden mit unterschiedlichen Ausgangssituationen in verschiedenen Kantonen wurde ein Prozess sowie Instrumente zur Aktivierung von EigentümerInnen und Projektentwickler erarbeitet, um daraus wiederum Schlüsse für die ganze Schweiz zu ziehen.

Datenanalyse: Ermittlung Potenzialgebäude
In einem ersten Schritt wurden die für die Erarbeitung von Sanierungskonzepten geeigneten Liegenschaften ermittelt. Basierend auf den verfügbaren Daten wurden Kriterien entwickelt, mit welchen die Liegenschaften mit dem grössten Sanierungspotenzial identifiziert werden konnten.

In Baden wurde für insgesamt 2’395 Gebäude der Sanierungsindex bestimmt und basierend darauf die 30 % sanierungsbedürftigsten Gebäude für die weitere Bearbeitung ausgewählt. Die Analyse der Potenzialgebäude zeigte, dass die meisten Gebäude mit hohem Sanierungspotenzial in den Quartieren «Meierhof» und «Allmend-Münzlihausen» liegen. Zudem werden fast alle ausgewählten Liegenschaften noch mit Heizöl beheizt und die meisten Gebäude wurden in den 1970er und 80er Jahren gebaut. Der Aufwand für die Datenbeschaffung und -verarbeitung war eher hoch, was vor allem auf die Abklärungen mit einer Vielzahl von städtischen und kantonalen Datenstellen als auch auf die unterschiedlichen Formate der Daten zurückzuführen ist.

In Glarus wurden basierend auf dem Sanierungsindex 1’190 Gebäude für den weiteren Prozess ausgewählt. Die Gebäude wurden alle vor dem Jahr 1970 errichtet und verwenden ausschliesslich fossile Energiequellen.

Identifikation und Motivation von Projektentwicklern
Parallel zur Ermittlung der Potenzialgebäude wurden Projektentwickler, die ein Interesse an Sanierungsprojekten haben, eruiert und für eine aktive Teilnahme an Anlässen zur Entwicklung von Sanierungsprojekten motiviert. Nach einem Kickoff-Workshop erarbeiteten die teilnehmenden Projektentwickler ein Unternehmensportrait, welches anschliessend für die Zuteilung zu den passenden EigentümerInnen genutzt wurde.

In Baden stiess das Projekt bei 16 von den 22 angefragten Unternehmen auf Interesse. Das Interesse war gross, weil der Zugriff auf Eigentümerdaten für Unternehmen schwierig ist. Im Rahmen dieses Projektes wurde den Projektentwicklern ein kostenloser Zugang zu potenziellen Kunden ermöglicht, was normalerweise mit grösserem Aufwand verbunden ist.

Identifikation und Motivation von EigentümerInnen
Die EigentümerInnen der ausgewählten Liegenschaften wurden mittels Verknüpfung von Gebäude- und Eigentümerdaten identifiziert und zur Teilnahme an einem Vermittlungsanlass für EigentümerInnen und Projektentwickler eingeladen. 

Von über 1‘100 EigentümerInnen haben sich in Baden 7 % und in Glarus 11 % für den Vermittlungsanlass angemeldet. Diese interessierten EigentümerInnen erhielten einen Fragebogen über den Zustand ihrer Liegenschaft.

Vermittlung EigentümerInnen und Projektentwickler
In Baden nahmen rund 67 EigentümerInnen und Vertreter von 12 Unternehmen am Vermittlungsanlass teil. Dort erhielten sie im Rahmen von persönlichen Gesprächen - „Speed Datings“ - sowie im Rahmen des „Marktplatzes“ (Informationsstände der Projektentwickler) Gelegenheit, sich kennenzulernen und über ein potenzielles Erneuerungsvorhaben zu sprechen. Den Projektentwicklern und EigentümerInnen wurde bereits während des Vermittlungsanlasses nahegelegt, Kontaktdaten auszutauschen und ein Folgegespräch auszumachen.

Kontaktaufnahme und Sanierungskonzepte
Im Nachgang hatten die Projektentwickler und EigentümerInnen die Gelegenheit, sich gegenseitig zu kontaktieren und Sanierungskonzepte auszuarbeiten. Das Projektteam hat mit beiden Parteien nach circa zwei Monaten nochmal Kontakt aufgenommen, um sie erneut in Hinblick auf die Ausarbeitung von Sanierungskonzepte zu motivieren.
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