ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
1997.02.05.01
Projekttitel
Repräsentativer Bevölkerungssurvey zur Beschreibung von Einstellung und Verhalten der Schweizer Bevölkerung zur Bewegung

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
-
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Abstract
Anzeigen
-
-
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Bewegungsverhalten, Einstellung, Survey, Schweiz
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
In einem repräsentativen Survey sollen Einstellung der Schweizer Bevölkerung zu Bewegung und das tatsächlcihe Bewegungsverhalten erfasst werden.
Projektziele
(Deutsch)
s. Kurzbeschreibung
Abstract
(Deutsch)
Zusammenfassung
Einleitung: Die Bedeutung der körperlichen Aktivität für die
Gesundheit ist durch wissenschaftliche Ergebnisse aus dem In- und
Ausland breit abgestützt, und in der Schweiz sind Empfehlungen
für gesundheitswirksame Bewegung formuliert worden. Mit dem
Bewegungssurvey 1999 sollte untersucht werden, wie weit Wissen
und Verhalten mit den diesen Empfehlungen zugrundeliegenden
Tatsachen übereinstimmen.
Methoden: Von April bis Juni 1999 wurde eine computergestützte
Telephonbefragung von Frauen und Männern ab 15 Jahren mit drei
gleich grossen Teilstichproben in Deutschschweiz, Romandie und
Tessin durchgeführt. Um repräsentative Prävalenzdaten für die
Schweizer Bevölkerung zu erhalten, wurden in die Analysen
Landesteil, Alter, Geschlecht und Haushaltsgrösse als
Gewichtungsfaktoren mit einbezogen.
Resultate: Es wurden 1'529 Interviews durchgeführt, was einer
Ausschöpfung von 64.2% entspricht. 69.3% der Schweizerinnen
und Schweizer hielten Bewegung für sehr wichtig für die
Gesundheit, weitere 24.0% für ziemlich wichtig. 12.6% kannten
die geltenden Mindestkriterien für gesundheitswirksame Bewegung
(eine halbe Stunde täglich mit mindestens mittlerer Intensität).
37.1% gaben an, sich nicht in diesem Mass zu bewegen und gelten
damit als inaktiv; 25.6% berichteten Aktivität im Rahmen der
Mindestempfehlungen (aber kein sportliches Training); weitere
37.3% absolvieren ein sportliches Training vom Ausdauertyp. Es
waren deutliche Unterschiede nach Landesteil (Deutschschweiz:
27.2% Inaktive; Romandie: 62.4%; Tessin: 55.0%; p<0.001) sowie
etwas geringere nach Alter, Geschlecht und anderen
soziodemographischen Variablen zu beobachten.
Diskussion: Körperliche Aktivität gilt in der Schweizer
Bevölkerung als wichtige Gesundheitsressource. Je etwa ein Drittel
der Bevölkerung können als inaktiv, aktiv und sportlich trainiert
bezeichnet werden. Die Unterschiede im Aktivitätsverhalten
zwischen den Sprachregionen sind beträchtlich, zudem sind die auf
gesamtschweizerischer Ebene zu beobachtenden Differenzen nach
Alter, Geschlecht und Haushaltseinkommen in den Landesteilen
unterschiedlich ausgeprägt. Im europäischen Vergleich scheint die
Schweiz als ganzes mit Österreich bei den aktiveren Nationen, aber
hinter den Spitzenreitern Schweden und Finnland zu liegen.
Bezüglich Wissen und Verhalten bestehen in der Schweiz
zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen deutliche
Unterschiede, aus denen sich beträchtliche gesundheitliche
Entwicklungsmöglichkeiten ableiten lassen.