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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/20.0076.PJ
Projekttitel
Auswirkung Luftverschmutzung Ökosysteme

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Überdüngung, Versauerung, Ökosysteme, Biodiversität, Wasser, Wald, Klima, Stickoxide, Ammoniak, Lachgas, troposphärisches Ozon.

Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Atmosphärische Stickstoffeinträge führen zu einer flächendeckenden Überdüngung und tragen zur Bodenversauerung bei. In empfindlichen Ökosystemen werden dadurch empfindliche Pflanzenarten verdrängt, die auf nährstoffarme Bedingungen spezialisiert sind; Waldbäume verlieren wegen beeinträchtigtem Wurzelwachstum an Stabilität und Nährstoffungleichgewichte können zu vermindertem Wachstum und erhöhter Krankheitsanfälligkeit führen. Überschüssiger Stickstoff kann als Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen werden und die Produktion des klimaaktiven Lachgases in Böden erhöhen. Als weiterer Luftschadstoff schädigt troposphärisches Ozon Pflanzen und trägt zur Reduktion von Ernteerträgen bei.
Mit dem Projekt strebt das BAFU ein vertieftes Wissen zur aktuellen Entwicklung der Auswirkungen von Luftschadstoffeinträgen auf naturnahe Ökosysteme an. Im Zentrum stehen die versauernden und eutrophierenden Effekte als Folge der nach wie vor zu hohen Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft und Stickoxidemissionen aus Verkehr und Industrie.
Projektziele
(Deutsch)
Beurteilung und Dokumentation der Auswirkungen von Luftschadstoffen auf Ökosysteme

Die Wirkungen von Luftschadstoffen auf Ökosysteme sollen untersucht werden. Schwerpunkte sind die Schadstoffe Stickoxide, Ammoniak und Ozon.

Lösungsansätze:

  • Unterstützung von Forschungsprojekten zur Beantwortung der Fragestellung,
  • Sammeln und Bewerten neuer Forschungsergebnisse zum Thema,
  • internationale Zusammenarbeit (z.B. UNECE LRTAP).
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Untersuchungen von alpinen Bergseen bestätigten, dass erhöhte Stickstoffeinträge die dort lebenden Algenarten verändern. Um negative Effekte zu vermeiden, wurde ein kritischer Grenzwert von 5 µmol NO3 pro Liter empfohlen.

Wissenschaftliche Publikation von Lepori et al. 2023 unter  https://doi.org/10.1080/15230430.2023.2270821

Die langjährigen europaweiten Auslagerungen von Materialproben zeigen, dass die luftschadstoffbedingte Verwitterung/Korrosion in den letzten Jahrzehnten mit der sinkenden Luftbelastung abgenommen hat. Die Erkenntnisse fliessen in ein internationales Arbeitsprogramm unter der Genfer Luftreinhaltekonvention ein (ICP Materials: https://www.ri.se/en/icp-materials)

Erkenntnisse zur Auswirkung von Luftschadstoffen auf die Wälder in der Schweiz sind im Rahmen des Interkantonalen Walddauerbeobachtungsprogramms publiziert: Institut für angewandte Pflanzenbiologie - Wie geht es unserem Wald? 42 Jahre Walddauerbeobachtung.

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Beitrag der Schweiz an wissenschaftliche Programme unter der Genfer Lufteinhalte-Konvention: ICP Waters, ICP Materials
Zugehörige Dokumente