Die bioelektrische Synthese von Essigsäure aus CO2 ist kaum erforscht und ein neuer Weg der zukünftigen industriellen Biokatalyse und Biosynthese. Sie wurde in einem bioelektrochemischen Reaktor mit CO2-Zufuhr und elektrischer Energie durchgeführt. Eine Methode, die auf mikrobiellen Elektrolysezellen (MEC) basiert. Sie ermöglichte es, die elektrische Energie aus Biomasse und anderen Quellen zu nutzen, um das Überpotential um 0,9 V auf etwa 0,13 V zu senken. Für diese Biokatalyse wurden elektrogene Bakterien verwendet, die zwei CO2-Moleküle zu Essigsäure reduzieren. Um produktionsrelevante thermochemische und kinetische Bedingungen zu finden, wurde der Protonentransfer über eine Kationenaustauschermembran oder die intermediäre Wasserstoffproduktion untersucht. Die Zukunftsidee ist ein integrierter Prozess, der es ermöglicht, die CO2-Emissionen aus kommunalen Kläranlagen deutlich zu reduzieren und den Kohlenstoff-Fussabdruck der damit verbundenen Industrien und Haushalte zu verringern. Das Verfahren ist ein Mittel zur Verwirklichung der weithin angestrebten Kreislaufwirtschaft. Aus Essigsäure können anschliessend Kraftstoffe und Chemikalien hergestellt werden.