Short description
(German)
|
Dieses Projekt wird umsetzbare Maßnahmenpakete vorschlagen, die zu einer raschen Abkehr von fossilen Energieträgern in der Schweiz in allen Bereichen führen: Strom, Verkehr, Gebäude und Industrie. Wir interpretieren das neue klimapolitische Ziel der Bundesregierung, bis 2050 die Netto-Treibhausgasemissionen auf null zu senken, so, dass es im Wesentlichen null CO2-Emissionen aus Energie bedeutet. Wir haben gezeigt, dass die bestehenden Maßnahmen in den Bereichen Energie, Verkehr, Gebäude, Abfall usw. für eine vollständige Dekarbonisierung nicht ausreichen. Das in Überarbeitung befindliche Klimagesetz wird ebenfalls nicht ausreichen – daher die Suche nach stärkeren und neuartigen Instrumenten. Diese können besonders wirksam und akzeptabler sein, wenn sie mit dem Ziel kombiniert werden, ihre Wirkung zu verstärken und den Energieverbrauchern eine kohärente Botschaft zu vermitteln. Wir werden mögliche Instrumente ermitteln und zeigen, wie sie kombiniert werden können, um bis 2050 eine kohlenstofffreie Energieversorgung zu erreichen.
|
Short description
(English)
|
This project will propose feasible sets of policies leading to rapid abandonment of fossil energy in Switzerland in all areas: power, transportation, buildings and industry. We interpret the Federal Government's new climate policy goal of net zero greenhouse gas emissions in 2050 as implying essentially zero CO2 emissions from energy. We showed that the existing set of policies in the fields of energy, transportation, buildings, waste, etc. are not sufficient for full decarbonisation. The climate law in revision will not be sufficient either − hence the search for stronger and for novel instruments. These can be particularly effective and more acceptable if they are combined with a view to reinforcing their effects and conveying a coherent message to energy users. We will identify possible instruments and show how they can be combined to attain carbon-free energy in 2050.
|
Short description
(French)
|
Ce projet proposera des combinaisons de politiques menant à l'abandon de l'énergie fossile en Suisse dans tous les do maines. Nous interprétons le nouvel objectif du Conseil fédéral en matière climatique, à savoir des émissions de gaz à effet de serre nettes nulles en 2050, comme impliquant zéro émissions de CO2 par l'énergie. Nous avons montré que l'ensemble des politiques existantes dans les domaines de l'énergie, des transports, des bâtiments, etc., ne suffit pas pour cet objectif. La loi sur le CO2 en cours de révision sera aussi insuffisante – d'où la recherche d'instruments nouveaux plus puissants. Ceux-ci peuvent être plus effectifs et acceptables s'ils sont combinés en vue de renforcer leurs effets et de transmettre un message cohérent. Nous identifierons les instruments possibles et montrerons comment ils peuvent être combinés pour atteindre une énergie sans émissions de carbone en 2050. Nous estimerons les effets distributifs et l'acceptabilité de ces combinaisons.
|
Publications / Results
(German)
|
Das Projekt zielt darauf ab, einen Mix aus klimapolitischen Instrumenten zu entwickeln, der es der Schweizer Wirtschaft ermöglicht, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Das Ziel wird als praktisch keine fossilen Energieimporte interpretiert und konzentriert sich daher auf die Treibhausgas-Vermeidungsbemühungen in den Sektoren Strom, Verkehr, Gebäude und Industrie. Zunächst werden die Gründe für die Kombination von Instrumenten sowie deren Eigenschaften in Bezug auf Wirksamkeit, Effizienz, Gerechtigkeit und Machbarkeit (einschließlich Akzeptanz) ermittelt. Anschließend wird eine Reihe von Dekarbonisierungsszenarien, die verschiedenen Philosophien repräsentieren und sich in Bezug auf die oben genannten Kriterien unterscheiden, in einer aktualisierten und erweiterten Version eines internationalen CGE-Modells simuliert. Das erste Jahr des Projekts hat zu (i) einem Verständnis der Hindernisse für die Dekarbonisierung in jedem Sektor, vielversprechenden Instrumenten zur Erreichung der Klimaneutralität und der Art und Weise, wie sie zusammenwirken, geführt; (ii) der Entwicklung einer neuen Version des Modells GEMINI-E3 mit einer feineren Darstellung von Schlüsselvariablen und einer funktionalen Form, die besser geeignet ist, signifikante Faktorsubstitution zu modellieren.
|
Publications / Results
(English)
|
The project aims to design mixes of climate policy instruments that will enable the Swiss economy to achieve climate neutrality by 2050. The objective is interpreted as virtually no fossil energy imports and thus focuses on greenhouse gas (GHG) abatement efforts in the power, transport, buildings and industry sectors. To start with, justifications for combining instruments are identified, as well as their properties in terms of effectiveness, efficiency, equity and feasibility (including acceptability). Then, a number of decarbonization scenarios, which represent different philosophies and rank differently along the aforementioned criteria shall be simulated in an updated and augmented version of an international CGE model. The first year of the project has led to (i) an understanding of barriers to decarbonization in each sector, promising instruments to reach climate neutrality, and ways in which they interact; (ii) the development of a new version of the computable general equilibrium (CGE) model GEMINI-E3 with a finer representation of key variables and a functional form better suited to model significant factor substitution.
Related documents
|
Publications / Results
(French)
|
Le projet vise à définir des combinaisons d'instruments de politique climatique qui permettront à l'économie suisse d'atteindre la neutralité climatique d'ici 2050. L'objectif est interprété comme la quasi-absence d'importations d'énergie fossile et se concentre par conséquent sur les efforts de réduction des gaz à effet de serre dans les secteurs de la génération d'électricité, des transports, des bâtiments et de l'industrie. En premier lieu, les justifications pour combiner des instruments sont identifiées, ainsi que leurs propriétés en termes d'efficacité, d'efficience, d'équité et de faisabilité (y compris d'acceptabilité). Ensuite, un certain nombre de scénarios de décarbonation, représentant différentes philosophies et se classant différemment selon les critères susmentionnés, seront simulés dans une version actualisée et augmentée d'un modèle d’équilibre général calculable international. La première année du projet a permis (i) de comprendre les obstacles à la décarbonation dans chaque secteur, les instruments prometteurs pour atteindre la neutralité climatique, et leurs interactions ; (ii) de développer une nouvelle version du modèle GEMINI-E3 avec une représentation plus fine des variables clés et une forme fonctionnelle mieux adaptée pour modéliser la substitution des facteurs de façon significative.
|
Final report
(German)
|
Das DECARB-Forschungsprojekt untersucht Massnahmenkombinationen, die es der Schweiz ermöglichen, ihre Klimaverpflichtungen einzuhalten und das Netto-Null-Emissionsziel bis 2050 zu erreichen. Wir konzentrieren uns dabei auf die energiebedingten Emissionen aus den vier Sektoren Stromerzeugung, Verkehr, Gebäude und Industrie. Massnahmen und Massnahmenkombinationen werden anhand politisch relevanter Kriterien beurteilt. Dazu gehören die Wirksamkeit zur Treibhausgasminderung, die wirtschaftliche Effizienz und die politische Machbarkeit. Für die Analysen verwenden wir einander ergänzende Methoden: Erstens leiten wir aus der bestehenden wissenschaftlichen Literatur Lehren für die Gestaltung der Klimapolitik ab. Zweitens haben wir ein numerisches Simulationsmodell weiterentwickelt, mit dem wir die wirtschaftlichen Auswirkungen klimaneutraler Pfade in der Schweiz quantifizieren. Drittens untersuchen wir die Unterstützung der Schweizer Bevölkerung für verschiedene Massnahmen mit einer Umfrage. Unsere Analysen zeigen, dass ein Mix aus verschiedenen Massnahmen sinnvoll ist, um die Schweizer Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Zwar wurde ein einheitlicher CO2-Preis als alleinige Massnahme schon häufig als überlegenes klimapolitisches Instrument präsentiert. Dessen vermutete Überlegenheit hält einer Prüfung jedoch nicht Stand, wenn sie die tatsächliche Vielschichtigkeit der Wirklichkeit berücksichtigt. Sorgfältig konzipiert bergen Massnahmenkombinationen in vielerlei Hinsicht erhebliche Synergien und können so die Klimapolitik voranbringen. Entscheidend ist dabei, dass die Massnahmenkombinationen jeweils unterschiedlich auf die einzelnen Sektoren zugeschnitten werden, um die sektoralen Besonderheiten bei Technologien und Akteuren zu berücksichtigen. Unsere Ergebnisse wurden auf internationalen Konferenzen vorgestellt und führten zu vier Arbeitspapieren, die in Fachzeitschriften mit Peer Review eingereicht und veröffentlicht werden sollen. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen, die aus dem DECARB-Forschungsprojekt hervorgehen, in Form von drei Memoranden zur Verfügung.
|
Final report
(English)
|
The goal of the DECARB research project is to investigate mixes of policy instruments that would allow Switzerland to respect its climate commitments and reach the net-zero emissions target by 2050. In this context, we focus on energy-related emissions which stem from four sectors, namely: power generation, transport, buildings and industry. We evaluate various policy measures, as well as combinations thereof, along several dimensions relevant to policymakers, including environmental effectiveness, economic efficiency, and political feasibility. We adopt complementary methods to perform our analyses in this regard. First, we derive lessons on climate policy design from the existing scientific literature. Second, we employ an augmented numerical simulation model to quantify the economic effects of full-decarbonization pathways for Switzerland. Third, we investigate public support for various policy measures by Swiss residents thanks to a stated-preference survey. Our analyses reveal that a strong case can be made for mixes of policy instruments if Switzerland is to reach climate neutrality by 2050. Indeed, once real-world complexities are taken into account, the superiority once granted to carbon pricing as a stand-alone measure to abate greenhouse gas emissions is compromised. Indeed, carefully combining policy instruments has the potential for substantial positive synergies in a number of respects, thereby offering an opportunity to improve climate policy. Importantly, desirable mixes of policy instruments are found to differ across sectors, given the distinct targeted technologies and agents. The corresponding results have been presented at international conferences and resulted in four working papers, to be submitted and eventually published in peer-reviewed journals. The key findings and policy recommendations ensuing from the DECARB research project are provided in the form of three policy briefs.
Related documents
|
Final report
(French)
|
L'objectif du projet de recherche DECARB est d'étudier les combinaisons d'instruments politiques qui permettraient à la Suisse de respecter ses engagements climatiques et d'atteindre l'objectif d'émissions nettes nulles d'ici 2050. Dans ce contexte, nous nous concentrons sur les émissions liées à l'énergie qui proviennent de quatre secteurs, à savoir : la production d'électricité, les transports, les bâtiments et l'industrie. Nous évaluons diverses mesures politiques, ainsi que leurs combinaisons, en fonction de plusieurs dimensions pertinentes pour les décideurs politiques, notamment l'effectivité environnementale, l'efficacité économique et la faisabilité politique. Nous adoptons des méthodes complémentaires pour effectuer nos analyses à cet égard. Tout d'abord, nous tirons des leçons de la littérature scientifique existante sur l’élaboration de politiques climatiques. Deuxièmement, nous utilisons un modèle de simulation numérique augmenté pour quantifier les effets économiques des trajectoires de décarbonation pour la Suisse. Troisièmement, nous étudions le soutien public à diverses mesures politiques grâce à une enquête auprès de résidents suisses. Nos analyses révèlent que des arguments solides peuvent être avancés en faveur d'une combinaison d'instruments politiques si la Suisse veut atteindre la neutralité climatique d'ici 2050. En effet, une fois que les complexités du monde réel sont prises en compte, la supériorité accordée autrefois à la tarification du carbone en tant que mesure incitative unique est compromise. En effet, une combinaison judicieuse d'instruments politiques est susceptible d'engendrer des synergies positives substantielles à plusieurs égards, offrant ainsi la possibilité d'optimiser la politique climatique. Il est important de noter que les combinaisons souhaitables d'instruments politiques diffèrent d'un secteur à l'autre, compte tenu des technologies et des agents ciblés. Les résultats correspondants ont été présentés lors de conférences internationales et ont donné lieu à quatre articles scientifiques, qui seront soumis et à terme publiés dans des revues évaluées par des pairs. Les principales conclusions et recommandations politiques issues du projet de recherche DECARB sont présentées sous la forme de trois mémorandums.
|