Brachyzephale Hunde erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, trotz ihres hohen Risikos für das brachyzephale obstruktive Atemwegsyndrom und dem damit verbundenen Leiden. Um diese Qualzucht zu verhindern, wäre ein zuverlässiger und einfach durchzuführender Screeningtest erforderlich. Unter der Annahme, dass Atemnot, die mit zeitweiser Sauerstoffunterversorgung einhergeht, sich in verschiedenen Blutparametern widerspiegelt, haben wir in einer Pilotstudie Bluttests auf Marker von Stress, Hypoxie oder der Alterung von roten Blutzellen anderer Spezies für den Hund etabliert. Die Bluttests, die sich gemäss den Ergebnissen der Pilotstudie zum Screening eignen könnten, möchten wir jetzt auf ihre Aussagekraft untersuchen. In brachy- und normozephalen Hunden vergleichen wir sie mit bereits etablierten Messmethoden für Brachyzephalie, wie die subjektiven Schädel- und Körpermessungen, den von äusseren Faktoren abhängigen Belastungstests sowie der aufwendigen und daher zum Screening nicht geeigneten Bestimmung von Atmungsparametern mittels Ganzkörperplethysmographie.