Das Projekt wurde im Juli 2020 gestartet. Die Ziele über das gesamte Forschungsprojekt umfassten die Simulation von elektrostatischen Feldern in einem Nanodosimeter, die Optimierung der Detektorgeometrie, die Simulation der Dynamik der Gasionen im Nanodosimeter mittels Monte-Carlo-Methoden, die Implementation eines neuen Datenerfassungssystems sowie die Charakterisierung verschiedener Kathoden, Gastypen, Detektormaterialien und Geometrien. Abschliessend sollte ein neuer Detektorprototyp für externe Strahllinien entwickelt werden.
Der von den Forschenden entwickelte Detektor beziehungsweise das Nanodosimeter ist technisch betrachtet eine Ionisationskammer, in die ein bestimmtes Gasgemisch für die Detektion von ionisierender Strahlung eingeschlossen ist. Ionisierende Strahlung hat den Effekt, dass sie im Gasgemisch Ionen bildet.
Die Charakterisierung des Nanodosimeters erfolgte unter anderem anhand des Monte-Carlo-Programms Garfield++. Dies setzt allerdings voraus, dass man die Mobilität der erzeugten Ionen kennt. In den Jahren 2023 und 2024 wurde die Mobilität gasspezifisch untersucht. Dafür wurden neben Messungen mit Propangas auch Messungen mit Stickstoffgas durchgeführt. Da sich die Datenlage für Stickstoff besser als für Propan darstellt, konnten theoretische Vermutungen und das verwendete Monte-Carlo-Programm validiert werden. Dadurch steigt das Vertrauen in die mit dem Monte-Carlo-Programm errechneten Eigenschaften für Propangas.
Das Hauptaugenmerk der Forschenden lag in diesem Jahr auf der Entwicklung und dem Bau eines Prototyps eines Nanodosimetrie-Detektors für externe Protonen-Strahllinien am Paul Scherrer Institut. Um die Vakuumabdichtung zu verbessern, wurde eine kreisförmige Detektorkammer verwendet, die über mehrere O-Ringe zur Abdichtung verfügt. Ein weiterer wichtiger Aspekt des neuen Designs betrifft die externe Strahlkollimation für den Protonenstrahl sowie die Mylar-Fenster, die den Strahlenein- und -austritt ermöglichen (Abbildung xx). Die variable Höhe des Detektors sowie die vertikal und horizontal bewegbare Strahlkollimation ermöglichen vielseitige Einsätze des Detektors.