ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Research unit
FOAG
Project number
19.40
Project title
PROMISE: Nachhaltige Proteinversorgung mit Mischkulturen in der Schweiz – Erbse und Linse im Fokus

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Short description
Anzeigen
-
-
-
Project aims
Anzeigen
-
-
-
Abstract
Anzeigen
-
-
-

Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)
biologischer Mischanbau, Körnerleguminosen, Selbstversorgung, Fruchtfolgeprobleme, Resilienz
Key words
(English)
organic mixed cultivation, legumes, self-sufficiency, crop rotation problems, resilience
Key words
(French)
culture biologique mixte, légumineuses, autosuffisance, problèmes de rotation des cultures, résilience
Key words
(Italian)
Coltura mista biologica, legumi da granella, autosufficienza, problemi di rotazione delle colture, resilienza
Short description
(German)

Es gibt einen wachsenden Bedarf an einheimisch produzieren Eiweisspflanzen, speziell im Biolandbau. Mischkulturanbau ist ein vielversprechender Ansatz um die Flächenproduktivität, Ertragssicherheit und Rentabilität zu erhöhen. Der Anbau von Erbse/Gerste wird heute schon von vielen Bioproduzenten eingesetzt, Linse/Erbse steht noch am Anfang. Mit der gebündelten Expertise von FiBL und Agroscope sollen als Fallbeispiele die Mischkultursysteme Erbse-Gerste und Linse-Erbse systematisch untersucht werden, um maximale Synergieeffekte der Partner in Bezug auf Komplementarität, Kooperation und Kompensation zu erzielen. Neben Korn- und Proteinertrag, wird der Effekt auf die Ausbreitung von Krankheiten, N Nachlieferung für die Folgekultur und die Akkumulation der Pathogene in der Leguminosen-Fruchtfolge (Bodenmüdigkeit) untersucht. In den Versuchen sollen verschiedene Ideotypen von Erbsen und Linsensorten verwendet werden, um breiter abgestützte und wissenschaftlich fundierte Schlussfolgerungen für die betreffenden Kulturarten treffen zu können. Die Versuche werden auf Biobetrieben durchgeführt und es werden neue nicht destruktive Tools zur Phänotypisierung eingesetzt. Durch Optimierung der Auswahl der Mischungspartner soll die Anbauwürdigkeit der Leguminosen erhöht und die Anbaupausen in der Fruchtfolge reduziert werden. Die Innovationen werden in Flurgängen in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Beratern vorgestellt und mit den Landwirten diskutiert.

Project aims
(German)

In diesem Bioforschungsprojekt sollen die Mischkultursysteme Erbse-Gerste und Linse-Erbse systematisch untersucht und mit dem Reinanbau verglichen werden. Ziel ist es die Praxistauglichkeit der Mischkultursysteme durch Identifizierung komplementärer Ideotypen zu optimieren und dadurch den Leguminosenanbau in der Schweiz zu fördern. Im Fokus der Untersuchungen steht dabei der Einfluss auf Kornertrag, Proteinertrag, Ausbreitung von Krankheiten, Schädlingen und Begleitflora, N Nachlieferung für die Folgekultur und die Akkumulation der Pathogene in der Leguminosen-Fruchtfolge. Dabei gibt spezielles Augenmerk für die Symptome der Bodenmüdigkeit bei Erbse und Linse. In den Versuchen sollen verschiedene Ideotypen von Erbsen und Linsensorten verwendet werden, um breiter abgestützte und wissenschaftlich fundierte Schlussfolgerungen für die betreffenden Kulturarten treffen zu können. Neue nicht destruktive Methoden und Tools der Merkmalserfassung sollen in diesem Projekt geprüft und falls geeignet implementiert werden. Die Versuche werden auf Biobetrieben durchgeführt in engem Austausch mit den Landwirten, kantonalen Bioberatern. Die erfolgreichen Verfahren werden in Demoversuchen angebaut und vor Ort mit den Landwirten diskutiert und in bioaktuell und Fachzeitschriften publiziert.

Abstract
(German)
Der Anbau von Körnerleguminosen in der Schweiz ist trotz ihres nachhaltigen Beitrags zum Agrar- und Ernährungssystem gering. Um die lokale Leguminosenproduktion zu fördern, haben FiBL und Agroscope intensiv an Mischanbausystemen mit Erbse-Gerste und Linse-Erbse gearbeitet. Die Ergebnisse zeigten, dass durch Mischkulturen die Ertragsstabilität und, vor allem bei Linse-Erbse, der Gesamt- und Eiweissertrag gegenüber Reinkulturen über die Jahre deutlich erhöht wird. Der durchschnittliche Deckungsbeitrag war im Mischanbau von Erbse-Gerste höher und über die Jahre stabiler als in Erbsen Reinkultur. Die Standfestigkeit und Beikrautunterdrückung wurde in beiden Mischanbausystemen verbessert. Der Genotyp von Erbse und Linse beein-flusste Gesamt- und Proteinerträge. Das Mischungsverhältnis 25 % Erbsen zu 75 % Linsen hat sich für Erbsen-Linsen-Mischungen bewährt. Beide Mischkultursysteme mindern Ertragseinbußen und damit Anbaurisiken in schwierigen Jahren für den Leguminosenanbau. Die Daten zur Bodenmüdigkeit zeigten keinen positiven Effekt von Erbsen-Gersten-Mischungen im Vergleich zu Erbsen-Reinkulturen. Hingegen erwies sich die Linse als toleranter gegenüber den bodenbürtigen Krankheitserregern. Die Biomasse der Folgekultur war größer bei Parzellen mit Leguminosen als Vorfrucht, während der Nmin-Analyse keine Unterschiede gemessen wurden. Die Projektergebnisse wurden bei Flurumgängen und auf weiteren Veranstaltungen präsentiert und mit Vertretern der Wertschöpfungskette diskutiert.