Bei Patienten/innen mit einer Pneumonie wird in der Hausarztpraxis nur selten auf eine Infektion mit Legionellen getestet. Leichtere Pneumonien werden empirisch mittels Antibiotika behandelt. Schwere Fälle werden an die Spitäler überwiesen. In den Spitälern wird dann routinemässig auf Legionellen getestet. Die meisten dem BAG gemeldeten Legionellose-Fälle betreffen somit hospitalisierte Patienten/innen. Dieses Projekt hatte das Ziel abzuschätzen, welcher Anteil an Patienten/innen mit Pneumonie, welche eine Hausartpraxis aufsuchen, an einer Legionellen-Infektion erkrankt sind. Ärzte/innen aus dem Sentinella-Netzwerk wurden gebeten, Urinproben von Patienten/innen mit einer Pneumonie an das nationale Referenzzentrum einzusenden. Dieses untersuchte alle im 2019 erhaltenen 235 Proben mittels einem Urinantigentest auf Legionellen. In 0.9% der Proben wurden Legionellen-Antigene nachgewiesen.