Der globale Zuckermarkt steht unter hohem Wettbewerbsdruck, was sich in Form von tiefen Preisen äussert. Das Preisniveau überträgt sich auf Grund der internationalen Vernechtung auf den Schweizer Markt. Dies führt zu einer kritischen Rentabilität in der Schweizer Zucker AG (SZU), entsprechend tiefen Preisen für die angelieferten Zuckerrüben und als Folge zu einer sinkenden Anbaubereitschaft. Tiefere Rübenmengen in der Verarbeitung führen ihrerseits wieder zu einer tieferen Auslastung. was folglich die Stückkosten erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit weiter senkt. In diesem Umfeld wurde die staatliche Stützung sowohl über den Grenzschutz für Zucker wie auch über die Einzelkulturbeiträge für Zuckerrüben auf ein temporär erhöht. Im Gegenzug löst die Zuckerfabrik jährlich Reserven auf und die besagte Studie wurde erstellt.
Die Studie kommt zum Schluss, dass bei anhaltend tiefen Zuckerpreisen allein mit Optimierungsmassnahmen in Anbau und Verarbeitung oder der Schliessung einer Zuckerfabrik die Gewinnschwelle nicht erreicht werden kann. Dazu braucht es eine breite Palette an Massnahmen unter Einbezug aller Partner. Die acht Schlussempfehlungen der Studienverfasser an die Zuckerbranche lauten:
- Optimierungsmassnahmen umsetzen({(Optimierungsszenario>)
- Inländisches Rübenvolumen auf über 1 .4 Mio. Rübentonnen absichern und Beschaffung entsprechend ausrichten
- Rückwärtsintegrationim Anbau als Plan B aufbauen
- Wirtschaftlichkeit Zuckerrübenanbau belegen
- <1 -Werk-Szenarios nicht weiterverfolgen
- Mittelfristig Stützung für Schweizer Zucker politisch verankern
- Regulatorischen Spielraum nutzen bzw. öffnen
- Den Ausstieg aus Schweizer Zucker andenken
Basierend auf den Studienresultaten wird nun eine Strategie für die Schweizer Zuckerproduktion entwickelt.