Dieser Fütterungsversuch dauerte 12 Legeperioden, vom 03.06.2019 bis am 20.04.2020. Er fand am Aviforum in Stall 2 statt und es wurde die Auswirkung der Zugabe von aktivierter Pflanzenkohle auf die Leistung der Legehennen, die Eiqualität und die Stickstoffretention im Kot und in der Einstreu untersucht.
Die 2860 Lohmann Brown Classic Hennen wurden in zwei verschiedenen Volierensystemen unter Schweizer Praxisbedingungen gehalten. Im Stall sind die Tiere in 8 Gruppen aufgeteilt worden (4 x 355 Tiere/Abteil und 4 x 360 Tiere/Abteil).
Der tägliche Zugang zum Aussenklimabereich erfolgte ab der 18. Alterswoche, der Zugang zum Laufhof sowie der Weide wurde wetterbedingt ab der 24. Alterswoche geöffnet. Den Tieren wurden Porenbetonsteine und Stroh zur Beschäftigung angeboten.
Folgende Verfahren wurden in diesem Versuch getestet:
Kontrolle: Standard Legehennenfutter (Bio) ohne Zusatz
Pflanzenkohle: Standard Legehennenfutter (Bio) mit Pflanzenkohle 0.5 % (Vorlegefutter) und 0.6 % (Legefutter)
Der vorliegende Versuch verlief wie erwartet. Die Futterqualität war bei zwei Lieferungen der Phase I ein Problem. Obwohl die Hennen aufgrund ungenügender Futteraufnahme einen schwierigen Start hatten, sind sie wieder auf ein gutes Leistungsniveau angestiegen und konnten dieses bis zum Ende des Umtriebs halten. Der Einsatz der aktivierten Pflanzenkohle in der angewendeten Dosierung hatte jedoch keinen nachweisbaren Einfluss auf einen der gemessenen Parameter. Hingegen konnten auch keine nachteiligen Effekte festgestellt werden. Somit steht der weiteren Forschung mit der aktivierten Pflanzenkohle und deren Einflüsse nichts im Wege.