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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
19.01
Projekttitel
Einfluss von aktivierter Pflanzenkohle auf die Stickstoffretention von Legehennen

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Ammoniakemission, Legeleistung, Einstreuqualität, Eiqualität, Fussballengesundheit
Schlüsselwörter
(Englisch)
Ammonia emission, laying performance, bedding quality, egg quality, soles of feet health
Schlüsselwörter
(Französisch)
Emission d'ammoniac, performance de ponte, qualité de la litière, qualité de l'œuf, santé de la plante des pieds
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Ziel des Projektes ist es, durch das Verabreichen von aktivierter Pflanzenkohle die Aktivität von erwünschten Mikroorganismen im Darm von Legehennen zu stimulieren und das Immunsystem zu stärken. Zusätzlich soll die Stickstoffretention im Verdauungstrakt des Tieres und im Kot über die Adsorption erhöhen. Somit sollen die Ammoniakverluste verringert und damit einhergehend das Stallklima für Mensch und Tier angenehmer werden. Durch den höheren Rohproteingehalt im Biofutter entstehen höhere Stickstoffemissionen. Dies hat negative wirtschaftliche und ökologische Folgen, aber auch die Tiergesundheit ist betroffen. Für den Versuch werden 2860 Junghennen eingestallt und während eines Legeumtriebs mit nach Bio-Vorgaben formuliertem Futter mit und ohne Pflanzenkohle gefüttert. Dabei wird der Einfluss auf die Leistung, die Ei- und Eischalenqualität, sowie die Kotausscheidungen untersucht. Die erhaltenen Resultate sollen eine weitere wissenschaftliche Grundlage zum Einsatz von aktivierter Pflanzenkohle darstellen. Die Ergebnisse dienen aber auch der Geflügelbranche zur Optimierung der Futterformulierung unter Bio-Vorgaben.
Projektziele
(Deutsch)

Übergeordnetes Ziel: Durch den Einsatz von aktiver Pflanzenkohle soll eine erhöhte Stickstoffretention im Verdauungstrakt der Legehennen und in der Einstreu erzielt werden und damit die Ammoniakbildung und -emmission reduziert werden können. Legehennen verweilen während 1 bis 1 ½ Jahren im gleichen Stall und sollten damit die Wirkung der Kohle verbessert und über einen längeren Zeitraum aufzeigen können.

Abstract
(Deutsch)

Dieser Fütterungsversuch dauerte 12 Legeperioden, vom 03.06.2019 bis am 20.04.2020. Er fand am Aviforum in Stall 2 statt und es wurde die Auswirkung der Zugabe von aktivierter Pflanzenkohle auf die Leistung der Legehennen, die Eiqualität und die Stickstoffretention im Kot und in der Einstreu untersucht.

Die 2860 Lohmann Brown Classic Hennen wurden in zwei verschiedenen Volierensystemen unter Schweizer Praxisbedingungen gehalten. Im Stall sind die Tiere in 8 Gruppen aufgeteilt worden (4 x 355 Tiere/Abteil und 4 x 360 Tiere/Abteil).

Der tägliche Zugang zum Aussenklimabereich erfolgte ab der 18. Alterswoche, der Zugang zum Laufhof sowie der Weide wurde wetterbedingt ab der 24. Alterswoche geöffnet. Den Tieren wurden Porenbetonsteine und Stroh zur Beschäftigung angeboten.

 

Folgende Verfahren wurden in diesem Versuch getestet:

Kontrolle:           Standard Legehennenfutter (Bio) ohne Zusatz

Pflanzenkohle:  Standard Legehennenfutter (Bio) mit Pflanzenkohle 0.5 % (Vorlegefutter) und 0.6 % (Legefutter)

 

Der vorliegende Versuch verlief wie erwartet. Die Futterqualität war bei zwei Lieferungen der Phase I ein Problem. Obwohl die Hennen aufgrund ungenügender Futteraufnahme einen schwierigen Start hatten, sind sie wieder auf ein gutes Leistungsniveau angestiegen und konnten dieses bis zum Ende des Umtriebs halten. Der Einsatz der aktivierten Pflanzenkohle in der angewendeten Dosierung hatte jedoch keinen nachweisbaren Einfluss auf einen der gemessenen Parameter. Hingegen konnten auch keine nachteiligen Effekte festgestellt werden. Somit steht der weiteren Forschung mit der aktivierten Pflanzenkohle und deren Einflüsse nichts im Wege.

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Pflanzenkohle, eingesetzt als Futterzusatz in der Tierernährung, hat verschiedene positive Eigenschaften. Durch die Aktivierung von Pflanzenkohle wird ihr die Bindung von Giftstoffen, eine verbesserte und stabilisierte Verdauung, eine bessere Leistung und die Stärkung des Immunsystems zugeschrieben (Prasai et al., 2018; Schmidt et al, 2016). Die Speicherung von Stickstoff sowie eine verbesserte Stickstoffumsetzung (Prasai et al., 2018; Schmidt et al, 2016) haben eine wichtige Bedeutung im Zusammenhang mit Ammoniakemissionen, die möglichst zu vermeiden/reduzieren sind. Das ist insbesondere für den Biolandbau eine wichtige Eigenschaft, da der Einsatz von synthetischen Aminosäuren verboten ist und deshalb der Rohproteingehalt im Futter erhöht gewählt wird, damit die Tiere ihren spezifischen Aminosäurebedarf decken können. Dies gibt einen Überschuss an nicht verwertetem Protein im Stoffwechsel und resultiert in einer erhöhten Stickstoffausscheidung, was negative ökologische und wirtschaftliche Folgen hat. Im Fütterungsversuch, welcher 12 Legeperioden dauerte, wurde die Auswirkung der Zugabe von aktivierter Pflanzenkohle auf die Leistung der Legehennen, die Eiqualität und die Stickstoffretention im Kot und in der Einstreu untersucht. Die Kontrollgruppe wurde mit Standard Legehennenfutter (Bio) ohne Zusatz gefüttert, die Versuchsgruppe mit Standard Legehennenfutter (Bio) mit Pflanzenkohle 0.5 % (Vorlegefutter) und 0.6 % (Legefutter). Die Futterqualität war bei zwei Lieferungen der Phase I ein Problem. Obwohl die Hennen aufgrund ungenügender Futteraufnahme einen schwierigen Start hatten, sind sie wieder auf ein gutes Leistungsniveau angestiegen und konnten dieses bis zum Ende des Umtriebs halten. Der Einsatz der aktivierten Pflanzenkohle in der angewendeten Dosierung hatte keinen nachweisbaren Einfluss auf einen der gemessenen Parameter, weder im positiven noch im negativen Sinn.