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Research unit
FOT
Project number
FABI 2019.26
Project title
FABI 2019.26: Optisches Messsystem Schienenrauheit

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Project aims
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)
Lärmbekämpfung; Lärmsanierung der Eisenbahnen; Infrastruktur; Schiene; Messsystem
Short description
(German)

Im Jahr 2000 waren in der Schweiz 265'000 Menschen schädlichem oder lästigem Eisenbahnlärm ausgesetzt. Zu ihrem Schutz wurde nach Massgabe des Bundesgesetzes vom 24. März 2000 über die Lärmsanierung der Eisenbahnen (BGLE alt) bis 2015 ein umfassendes Konzept zur Lärmreduktion umgesetzt. Es beinhaltet Massnahmen am schweizerischen Rollmaterial, die Realisierung von Lärmschutzwänden und den Einbau von Schallschutzfenstern. Damit können unter weitgehender Einhaltung der Fristen und mit einer wesentlichen Unterschreitung der ursprünglich geschätzten Kosten zwischen 160‘000 und 170‘000 Menschen vor dem Lärm geschützt werden.

Das im Gesetz formulierte Minimalziel zur Anzahl der zu schützenden Personen (Schutzgrad) von mindestens zwei Dritteln wurde mit 60-64% jedoch knapp nicht erreicht.

Das Parlament trat deshalb im Rahmen der Beratung der Gesamtschau FinöV (ZEB-Gesetz) nicht auf eine Kürzung des Lärmkredites ein. Es verlangte, dass mit den verbleibenden Finanzmitteln eine Verbesserung des Lärmschutzes zu erreichen sei.

Im Rahmen des revidierten BGLE sind zur Vergrösserung der Massnahmenpalette zur Lärm-bekämpfung unter anderem Mittel für Ressortforschung vorgesehen (Art. 10a BGLE).

Mit dieser Ressortforschung sollen lärmmindernde Technologien bei Infrastruktur und Rollmaterial zur Reduzierung des Fahrlärms von Eisenbahnen um mindestens 1 dB (Beurteilungspegel Lr nach Massgabe LSV) erforscht werden. Die Vorhaben können im Stadium der Entwicklung (Ideenphase), Erprobung (Konzeptphase) oder Zulassung (Anwendungsphase) sein.
Project aims
(German)

Der überwiegende Anteil des Lärms der Eisenbahnen entsteht am Kontaktpunkt zwischen Rad und Schiene. Diese Lärmemissionen werden als Rollgeräusch bezeichnet. Die Intensität des Rollgeräuschs ist abhängig von der Oberflächenrauheit der beiden sich berührenden Komponenten (Rad und Schiene). Die Lärmabstrahlung kann nur minimiert werden, wenn sowohl Rad als auch Schiene eine glatte Oberfläche aufweisen.

In der Vergangenheit lag der Fokus der Lärmreduktion meist auf der Seite des Fahrzeuges, respektive des Rades. Damit bei der Lärmbekämpfung weitere Fortschritte möglich sind, soll bei diesem Projekt die Schienenrauheit genauer untersucht werden. 

Die bestehenden Methoden sind in ihrer räumlichen Auflösung, respektive Genauigkeit beschränkt. Deshalb haben sich BAFU und BAV für die Entwicklung eines neuen direkten Messsystems entschieden. Die Messung erfolgt mit einer Sensorbank direkt vom fahrenden Zug aus. Das Projekt hat folgende Ziele:

  • Die neue Messmethode soll die Schienenrauheit für das ganze Schienennetz liefern können. Messungen an verschiedenen Orten und Zeiten sollen miteinander verglichen werden können.
  • Die Entwicklung der Schienenrauheit über die Zeit soll mit der neuen Methode dokumentiert werden können.
  • Die in Art. 7 VLE geforderte Überwachung der Schienenrauheit soll mit der Methode möglich sein. Die gemessene Schienenrauheit soll für netzweite Katasterberechnungen verwendet werden.
  • Das Messgerät soll auf dem Diagnosefahrzeug der SBB, oder jedem regulär verkehrenden Zug eingesetzt werden können.
  • Das resultierende Messsystem soll im regulären Betrieb mit geringem Aufwand betrieben werden können.
  • Das neue Messsystem soll sich als Standard für die Messung der Schienenrauheit in der Schweiz etablieren. Nach Projektabschluss soll ein Messsystem operationell einsetzbar sein.