Key words
(German)
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Standardarbeitskraft, Agrarpolitik, Evaluation, Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, Landwirtschaft
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Key words
(English)
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Standardarbeitskraft, Agrarpolitik, Evaluation, Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, Landwirtschaft
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Key words
(French)
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Standardarbeitskraft, Agrarpolitik, Evaluation, Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, Landwirtschaft
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(Italian)
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Standardarbeitskraft, Agrarpolitik, Evaluation, Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, Landwirtschaft
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Short description
(German)
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Die Standardarbeitskraft (SAK) ist eine Einheit zur standardisierten Bemessung der Betriebsgrösse. Die zur Berechnung verwendeten Faktoren basieren auf arbeitswirtschaftlichen Grundlagen. Die SAK wird in verschiedenen Politikbereichen als Steuerungsinstrument genutzt, insbesondere bei der Definition eines landwirtschaftlichen Gewerbes, beim Bezug von Direktzahlungen, bei der Gewährung von Strukturverbesserungsmassnahmen und von sozialen Begleitmassnahmen. Durch die Anwendung von Grenzwerten für das landwirtschaftliche Gewerbe wirkt sich die SAK auch auf weitere Politikbereiche wie beispielsweise die lebzeitige oder erbrechtliche Übernahme von landwirtschaftlichen Grundstücken oder Gewerben, Wohnbauten in der Landwirtschafts-zone oder die Definition von Nebenbetrieben gemäss dem Raumplanungsgesetz aus.Durch die Anwendung von SAK-Faktoren zur Bemessung von Betriebsgrössen ergaben sich in der laufenden Agrarreformetappe drei kritische Aspekte: 1. SAK-Faktoren müssen in einem zeitlichen Kontext gesehen werden, da der technische Fortschritt zu einer Reduktion des Arbeitsaufwandes innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebszweige führt. Unter der Berücksichtigung des Agrarstrukturwandels und der mit der steigenden Betriebsgrösse verbundenen Skaleneffekte müssten SAK-Faktoren mit zunehmender Arbeitsproduktivität nach unten korrigiert werden. 2. Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft, welche mit der laufenden Agrarreform weiter an Bedeutung gewinnen, werden in der bestehenden Berechnung der SAK nur eingeschränkt berücksichtigt. 3. Die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe (para-landwirtschaftliche Aktivitäten) ist im bestehenden System ebenfalls nicht überall enthalten und ist gleichzeitig nur schwer durch standardisierte Faktoren abzubilden.Die fortschreitende Diversifizierung der Betriebe und die zunehmende Bedeutung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen bilden die Kernpunkte des Postulats 12.3906 von Nationalrat Leo Müller, welches auf Antrag vom Bundesrat überwiesen wurde. Zur Beantwortung der im Postulat gestellten Fragen soll ein Bericht erarbeitet werden, welcher das bestehende SAK-System evaluiert und Optionen einer Weiterentwicklung prüft. Dabei sollen insbesondere die vorgesehenen Änderungen in der AP 14-17, die Anpassung der SAK-Faktoren und deren Effekte auf die verschiedenen Politikbereiche berücksichtigt werden. Neben der Beurteilung und Überprüfung des bestehenden Konzepts soll der Bericht alternative Betriebsgrössenmasse analysieren und deren Wirkungsweise in Bezug auf die kritischen Aspekte des bestehenden SAK-Systems beurteilen.
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(English)
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Die Standardarbeitskraft (SAK) ist eine Einheit zur standardisierten Bemessung der Betriebsgrösse. Die zur Berechnung verwendeten Faktoren basieren auf arbeitswirtschaftlichen Grundlagen. Die SAK wird in verschiedenen Politikbereichen als Steuerungsinstrument genutzt, insbesondere bei der Definition eines landwirtschaftlichen Gewerbes, beim Bezug von Direktzahlungen, bei der Gewährung von Strukturverbesserungsmassnahmen und von sozialen Begleitmassnahmen. Durch die Anwendung von Grenzwerten für das landwirtschaftliche Gewerbe wirkt sich die SAK auch auf weitere Politikbereiche wie beispielsweise die lebzeitige oder erbrechtliche Übernahme von landwirtschaftlichen Grundstücken oder Gewerben, Wohnbauten in der Landwirtschafts-zone oder die Definition von Nebenbetrieben gemäss dem Raumplanungsgesetz aus.Durch die Anwendung von SAK-Faktoren zur Bemessung von Betriebsgrössen ergaben sich in der laufenden Agrarreformetappe drei kritische Aspekte: 1. SAK-Faktoren müssen in einem zeitlichen Kontext gesehen werden, da der technische Fortschritt zu einer Reduktion des Arbeitsaufwandes innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebszweige führt. Unter der Berücksichtigung des Agrarstrukturwandels und der mit der steigenden Betriebsgrösse verbundenen Skaleneffekte müssten SAK-Faktoren mit zunehmender Arbeitsproduktivität nach unten korrigiert werden. 2. Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft, welche mit der laufenden Agrarreform weiter an Bedeutung gewinnen, werden in der bestehenden Berechnung der SAK nur eingeschränkt berücksichtigt. 3. Die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe (para-landwirtschaftliche Aktivitäten) ist im bestehenden System ebenfalls nicht überall enthalten und ist gleichzeitig nur schwer durch standardisierte Faktoren abzubilden.Die fortschreitende Diversifizierung der Betriebe und die zunehmende Bedeutung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen bilden die Kernpunkte des Postulats 12.3906 von Nationalrat Leo Müller, welches auf Antrag vom Bundesrat überwiesen wurde. Zur Beantwortung der im Postulat gestellten Fragen soll ein Bericht erarbeitet werden, welcher das bestehende SAK-System evaluiert und Optionen einer Weiterentwicklung prüft. Dabei sollen insbesondere die vorgesehenen Änderungen in der AP 14-17, die Anpassung der SAK-Faktoren und deren Effekte auf die verschiedenen Politikbereiche berücksichtigt werden. Neben der Beurteilung und Überprüfung des bestehenden Konzepts soll der Bericht alternative Betriebsgrössenmasse analysieren und deren Wirkungsweise in Bezug auf die kritischen Aspekte des bestehenden SAK-Systems beurteilen.
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(French)
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Die Standardarbeitskraft (SAK) ist eine Einheit zur standardisierten Bemessung der Betriebsgrösse. Die zur Berechnung verwendeten Faktoren basieren auf arbeitswirtschaftlichen Grundlagen. Die SAK wird in verschiedenen Politikbereichen als Steuerungsinstrument genutzt, insbesondere bei der Definition eines landwirtschaftlichen Gewerbes, beim Bezug von Direktzahlungen, bei der Gewährung von Strukturverbesserungsmassnahmen und von sozialen Begleitmassnahmen. Durch die Anwendung von Grenzwerten für das landwirtschaftliche Gewerbe wirkt sich die SAK auch auf weitere Politikbereiche wie beispielsweise die lebzeitige oder erbrechtliche Übernahme von landwirtschaftlichen Grundstücken oder Gewerben, Wohnbauten in der Landwirtschafts-zone oder die Definition von Nebenbetrieben gemäss dem Raumplanungsgesetz aus.Durch die Anwendung von SAK-Faktoren zur Bemessung von Betriebsgrössen ergaben sich in der laufenden Agrarreformetappe drei kritische Aspekte: 1. SAK-Faktoren müssen in einem zeitlichen Kontext gesehen werden, da der technische Fortschritt zu einer Reduktion des Arbeitsaufwandes innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebszweige führt. Unter der Berücksichtigung des Agrarstrukturwandels und der mit der steigenden Betriebsgrösse verbundenen Skaleneffekte müssten SAK-Faktoren mit zunehmender Arbeitsproduktivität nach unten korrigiert werden. 2. Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft, welche mit der laufenden Agrarreform weiter an Bedeutung gewinnen, werden in der bestehenden Berechnung der SAK nur eingeschränkt berücksichtigt. 3. Die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe (para-landwirtschaftliche Aktivitäten) ist im bestehenden System ebenfalls nicht überall enthalten und ist gleichzeitig nur schwer durch standardisierte Faktoren abzubilden.Die fortschreitende Diversifizierung der Betriebe und die zunehmende Bedeutung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen bilden die Kernpunkte des Postulats 12.3906 von Nationalrat Leo Müller, welches auf Antrag vom Bundesrat überwiesen wurde. Zur Beantwortung der im Postulat gestellten Fragen soll ein Bericht erarbeitet werden, welcher das bestehende SAK-System evaluiert und Optionen einer Weiterentwicklung prüft. Dabei sollen insbesondere die vorgesehenen Änderungen in der AP 14-17, die Anpassung der SAK-Faktoren und deren Effekte auf die verschiedenen Politikbereiche berücksichtigt werden. Neben der Beurteilung und Überprüfung des bestehenden Konzepts soll der Bericht alternative Betriebsgrössenmasse analysieren und deren Wirkungsweise in Bezug auf die kritischen Aspekte des bestehenden SAK-Systems beurteilen.
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Die Standardarbeitskraft (SAK) ist eine Einheit zur standardisierten Bemessung der Betriebsgrösse. Die zur Berechnung verwendeten Faktoren basieren auf arbeitswirtschaftlichen Grundlagen. Die SAK wird in verschiedenen Politikbereichen als Steuerungsinstrument genutzt, insbesondere bei der Definition eines landwirtschaftlichen Gewerbes, beim Bezug von Direktzahlungen, bei der Gewährung von Strukturverbesserungsmassnahmen und von sozialen Begleitmassnahmen. Durch die Anwendung von Grenzwerten für das landwirtschaftliche Gewerbe wirkt sich die SAK auch auf weitere Politikbereiche wie beispielsweise die lebzeitige oder erbrechtliche Übernahme von landwirtschaftlichen Grundstücken oder Gewerben, Wohnbauten in der Landwirtschafts-zone oder die Definition von Nebenbetrieben gemäss dem Raumplanungsgesetz aus.Durch die Anwendung von SAK-Faktoren zur Bemessung von Betriebsgrössen ergaben sich in der laufenden Agrarreformetappe drei kritische Aspekte: 1. SAK-Faktoren müssen in einem zeitlichen Kontext gesehen werden, da der technische Fortschritt zu einer Reduktion des Arbeitsaufwandes innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebszweige führt. Unter der Berücksichtigung des Agrarstrukturwandels und der mit der steigenden Betriebsgrösse verbundenen Skaleneffekte müssten SAK-Faktoren mit zunehmender Arbeitsproduktivität nach unten korrigiert werden. 2. Die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft, welche mit der laufenden Agrarreform weiter an Bedeutung gewinnen, werden in der bestehenden Berechnung der SAK nur eingeschränkt berücksichtigt. 3. Die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe (para-landwirtschaftliche Aktivitäten) ist im bestehenden System ebenfalls nicht überall enthalten und ist gleichzeitig nur schwer durch standardisierte Faktoren abzubilden.Die fortschreitende Diversifizierung der Betriebe und die zunehmende Bedeutung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen bilden die Kernpunkte des Postulats 12.3906 von Nationalrat Leo Müller, welches auf Antrag vom Bundesrat überwiesen wurde. Zur Beantwortung der im Postulat gestellten Fragen soll ein Bericht erarbeitet werden, welcher das bestehende SAK-System evaluiert und Optionen einer Weiterentwicklung prüft. Dabei sollen insbesondere die vorgesehenen Änderungen in der AP 14-17, die Anpassung der SAK-Faktoren und deren Effekte auf die verschiedenen Politikbereiche berücksichtigt werden. Neben der Beurteilung und Überprüfung des bestehenden Konzepts soll der Bericht alternative Betriebsgrössenmasse analysieren und deren Wirkungsweise in Bezug auf die kritischen Aspekte des bestehenden SAK-Systems beurteilen.
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Beat Meier Projekte bemepro; Flury&Giuliani GmbH
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Charged budget
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BLW
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Legal basis
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Art. 57 Abs. 1 RVOG Art. 57 al. 1 LOGA Art. 57 cpv. 1 LOGA
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Copyright
(German)
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Copyright, Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft | Droits d'auteur: autorités de la Confédération suisse | Diritti d'autore: autorità della Confederazione Svizzera | Dretgs d'autur: autoritads da la Confederaziun svizra | Copyright, Swiss federal authorities
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