Zwischen 2006 und 2013 nahm der Verbrauch von Schmerzmitteln, insbesondere auch starken Opioiden, in der Schweiz deutlich zu. In der aktuellen Studie wurde die weitere Entwicklung des Schmerzmedikamentenverbrauchs analysiert. Zudem wurde auch der Verbrauch von Schlafmitteln (Benzodiazepine) analysiert. Unter Verwendung von Versicherungsdaten, welche rund ein Sechstel der Schweizer Bevölkerung umfassen, wurden die Vergütungen von Schmerzmitteln, die Vergütungen pro Person sowie die kumulierten Dosen für Schmerzmittel analysiert. Mit den Ergebnissen lassen sich besonders gefährdete Gruppen identifizieren. Während der Verbrauch von nicht-opioidhaltigen Medikamenten stabil oder rückläufig war, nahm der Verbrauch an starken Opioiden zwischen 2013 und 2018 weiter zu. Unklar bleibt, inwiefern die Zunahme in der Verschreibung von starken Opioiden zu einer Zunahme an iatrogenen Opioidabhängigkeiten führt.