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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
17.26
Projekttitel
Smart Agricultural Policy - Foresight Digitale Agrarpolitik (DigitAP)

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Smart farming, Poliktikinstrumente, Foresight, Digitalisierung
Schlüsselwörter
(Englisch)
Smart farming,  Smart agricultural policies, Foresight, Digitalization
Schlüsselwörter
(Französisch)
Agriculture intelligente, instruments politiques, prospective, numérisation, smart farming
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die Digitalisierung der Landwirtschaft durch Informations- und Kommunikationstechnologien, neue Datenerhebungen und Datenverarbeitungsmethoden bietet die Voraussetzung für eine Revolution der landwirtschaftlichen Produktion. Diese Revolution kann auch die Grundlage für ein neues Verhältnis zwischen Staat und Landwirt definieren. Einerseits schafft die Digitalisierung die Möglichkeit, den Verwaltungsaufwand und das Monitoring der Betriebe effizienter und effektiver zu gestalten. Andererseits können neue und differenziertere Anreizsysteme entwickelt und umgesetzt werden. Mit einer optimalen Ausgestaltung des Einsatzes von neuen Technologien können die Landwirte von mehr unternehmerischen Freiraum profitieren und der Bund gleichzeitig die Zielerreichung des agrarpolitischen Systems verbessern. Die Digitalisierung birgt aber auch Risiken wie beispielsweise die zunehmende Abhängigkeit von immer komplexeren und automatisierten Systemen oder der Missbrauch von personalisierten Daten. Die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung für die Schweizer Agrarpolitik sollen in dieser Studie deshalb detailliert untersucht werden. Das Ziel ist, im Sinne einer "Foresight Digitale Agrarpolitik", eine ganzheitliche Auslegeordnung und kon-zeptionelle Grundlagen für die Weiterentwicklung der Schweizer Agrarpolitik mit Blick auf die Digitalisierung zu entwickeln. Basierend auf bestehender Literatur, Fallbeispielen, Interviews und theoretischen ökonomischen Analysen wird die Grundlage für die Ausrichtung und Ausgestaltung der Agrarpolitik der Zukunft gelegt.

Projektziele
(Deutsch)

Das übergeordnete Ziel der Studie ist die Entwicklung einer konzeptionellen und agrarökonomischen Grundlage für eine "smart agricultural policy" im Kontext der Schweizer Landwirtschaft. Diese dient als Entscheidungshilfe für die Ausrichtung und Positionierung einer zukünftigen Agrarpolitik. Dazu liefert das Projekt eine gesamtheitliche Auslegeordnung der Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung im Sinne einer "Foresight Digitale Agrarpolitik". Die konkreten Ziele des Projekts sind:

- eine kohärente und ganzheitliche Zusammenführung des aktuellen Stands in Forschung und Praxis zur Nutzung der Digitalisierung für die Agrarpolitik;

- die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens, der als generische Grundlage für die Aus-gestaltung von agrarpolitischen Massnahmen und Instrumenten im Kontext der Digitalisierung genutzt werden kann; 

Die Ergebnisse aus dem Projekt legen die Basis für einen wissensbasierten und kontinuierlichen Austausch zwischen den Akteuren in der Schweizer Agrarpolitik. Sie ermöglichen dadurch eine innovative, zukunftsorientierte Ausgestaltung der schweizerischen Agrarpolitik.

Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

Die Digitalisierung hat das Potenzial die landwirtschaftliche Produktion von Grund auf zu revolutionieren. Die Agrarpolitik sollte nicht nur Leitplanken für den Einsatz digitaler Technologien setzten, sondern die Möglichkeiten für die Politikgestaltung selbst frühzeitig evaluieren und proaktiv nutzen. Eine wissensbasierte Ausrichtung und Positionierung mit Blick auf die Digitalisierung ermöglicht eine innovative und zukunftsorientierte Ausgestaltung der Agrarpolitik. Dabei kann eine wissenschaftlich fundierte und kohärente konzeptionelle Grundlage und eine gesamtheitliche Auslegeord-nung des bestehenden Know-hows die Basis bilden, um die Digitalisierung für die Agrarpolitik nutzbar zu machen und zukünftige Herausforderungen proaktive anzugehen. Dies verhindert ineffektive Lock-ins oder kostenintensive Insellösungen in der Schweizer Agrarpolitik. Von einer frühzeitigen und koordinierten Integration von digitalen Technologien können nicht nur die Verwaltung sondern alle Akteure in der Land- und Ernährungswirtschaft profitieren, weil sie die Effizienz und Effektivität der Instrumente verbessern und gleichzeitig das Monitoring und den Vollzug drastisch vereinfachen kann. Das Forschungsprojekt gliedert sich in die aktuelle Forschung im Bereich digitaler Landwirt-schaft ein und steht in engem Austausch mit laufenden Projekten an der Agroscope und ETH.

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Digitale Technologien halten nicht nur auf landwirtschaftlichen Betrieben Einzug, sondern auch in der Agrar- und Ernährungspolitik. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist daher die Analyse, welche Rolle die Digitalisierung für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik spielen kann. Es wurden Ziellücken der Agrarpolitik in Szenarien landwirtschaftlicher Digitalisierung identifiziert und Strategien abgeleitet diese zu adressieren. Weiterhin wurde ein analytischer Rahmen entwickelt, mit dem die Wirkung digitaler Technologien in unterschiedlichen Dimensionen agrarpolitischer Instrumente eingeordnet wurde. Darüber hinaus wurden Fallstudien zu Anwendung unterschiedlicher digitaler Technologien in der Agrarpolitik, von der Fernerkundung bis hin zu Managementsystemen im Pflanzenbau und der Tierhaltung, durchgeführt. Dies ist die erste umfassende Studie zur Digitalisierung der Agrarpolitik. Sie legt wichtige Grundlagen für agrarpolitische Entscheidungen, indem sie zu-künftige Herausforderungen aufzeigt und Lösungen vorschlägt.