Anhand von drei landwirtschaftlichen Biogasanlagen (BGA) wurde das Konzept „RAUS-REIN“, separierte Feststoffe „RAUS“ aus der Gülle und „REIN“ in die Vergärung, auf seine Praktikabilität geprüft.
Die Umsetzung auf lokaler Ebene zeigt die besten Chancen. Die Vorteile der Separierung werden von allen beteiligten Lieferbetrieben geschätzt. Wann und wieviel Feststoffe geliefert werden, hängt jedoch von der Jahreszeit und der aktuellen Nährstoffsituation der Betriebe ab. Die Herausforderung besteht darin, sowohl die Bedürfnisse der Lieferbetriebe als auch den Substratbedarf der BGA in Einklang zu bringen.
Für grosse Transportdistanzen ist das Konzept weniger geeignet.
Die Vergärung der Feststoffe ist unproblematisch. Die Gasausbeute wird von der Lagerdauer beeinflusst und kann stark schwanken.
Rechnet man nur die variablen Kosten der Vergärung, ist diese wirtschaftlich. Die Kosten für die Separierung und den Transport können jedoch nicht alleine von den BGA-Betreibern übernommen werden. Suchen die Lieferbetriebe eine Nährstoffentlastung bzw. verfügen sie über einen eigenen Separator, sind sie bereit, die Transportleistung zur BGA selbst zu erbringen. Damit entsteht eine ideale Situation.
Unter einer Vollkostenbetrachtung rentiert das Konzept nicht, da weder Entsorgungsgebühren noch hohe Gaserträge erzielt werden können.
Eine optimierte Umsetzung der Logistik bietet das grösste Kosteneinsparungspotential.
Die Akzeptanz der involvierten Behörden war positiv. Sie sehen die Vorteile der Separierung, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbringung der Dünngülle mit dem Schleppschlauchverteiler.
Gesetzliche Hindernisse stehen einer Umsetzung nicht im Wege.