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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
17.18
Projekttitel
RAUS – REIN“: Feststoffe „RAUS“ aus der Gülle und „REIN“ in die Vergärung. Neuartiges Konzept zur Verbreitung der Vergärung von Hofdünger in der Schweiz (2. Projektphase: Planung und erste Realisierung)

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Vergärung, Trennung, Feststoffanteil, Machbarkeit, Implementierung, Hofdünger, Rindergülle

Schlüsselwörter
(Englisch)

Digestion, separation, solid fraction, feasibilty, implementation, manure

Schlüsselwörter
(Französisch)
Fermentation, séparation, teneur en solides, faisabilité, mise en oeuvre, fumier
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Ein neuartiges, rasch umsetzbares Konzept, basierend auf einer Separierung von Rindergülle und der Vergärung der Feststoffe, soll dazu beitragen, das Potential an erneuerbarer Energie besser auszuschöpfen. In einer ersten Phase ist die Machbarkeit des Konzepts geklärt worden. Positive Ergebnisse liegen auf lokaler und regionaler Ebene vor. In der zweiten Phase soll die Umsetzung in die Praxis vorangetrieben werden
Projektziele
(Deutsch)

Planung & erste Realisierung

? Verifizierung der Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie (Technik, Energie, Akzeptanz, Organisation und Wirtschaftlichkeit) in der Praxis

? Konzepte zur Bereitstellung der Feststoffe testen und optimieren

? Mitvergärung von Feststoffen auf 3 konkreten Biogasanlagen (2 Flüssig-Vergärungsanla-gen, 1 Feststoff-Vergärungsanlage). Im Fokus steht die Realisierung auf lokaler bzw. regio-naler Implementierungsebene.

? Ersten Beitrag zur Umsetzung in die Praxis leisten und den Anteil an Hofdünger zur Nut-zung neuer erneuerbarer Energie erhöhen

? Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch in die Praxis (Kommunikation)

? Leuchtturmprojekt zur Verbreitung des Konzepts „AUS – REIN"

Abstract
(Deutsch)

Anhand von drei landwirtschaftlichen Biogasanlagen (BGA) wurde das Konzept „RAUS-REIN“, separierte Feststoffe „RAUS“ aus der Gülle und „REIN“ in die Vergärung, auf seine Praktikabilität geprüft.

Die Umsetzung auf lokaler Ebene zeigt die besten Chancen. Die Vorteile der Separierung werden von allen beteiligten Lieferbetrieben geschätzt. Wann und wieviel Feststoffe geliefert werden, hängt jedoch von der Jahreszeit und der aktuellen Nährstoffsituation der Betriebe ab. Die Herausforderung besteht darin, sowohl die Bedürfnisse der Lieferbetriebe als auch den Substratbedarf der BGA in Einklang zu bringen.

Für grosse Transportdistanzen ist das Konzept weniger geeignet.

Die Vergärung der Feststoffe ist unproblematisch. Die Gasausbeute wird von der Lagerdauer beeinflusst und kann stark schwanken.

Rechnet man nur die variablen Kosten der Vergärung, ist diese wirtschaftlich. Die Kosten für die Separierung und den Transport können jedoch nicht alleine von den BGA-Betreibern übernommen werden. Suchen die Lieferbetriebe eine Nährstoffentlastung bzw. verfügen sie über einen eigenen Separator, sind sie bereit, die Transportleistung zur BGA selbst zu erbringen. Damit entsteht eine ideale Situation.

Unter einer Vollkostenbetrachtung rentiert das Konzept nicht, da weder Entsorgungsgebühren noch hohe Gaserträge erzielt werden können.

Eine optimierte Umsetzung der Logistik bietet das grösste Kosteneinsparungspotential.

Die Akzeptanz der involvierten Behörden war positiv. Sie sehen die Vorteile der Separierung, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbringung der Dünngülle mit dem Schleppschlauchverteiler.

Gesetzliche Hindernisse stehen einer Umsetzung nicht im Wege.

Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

? Konkrete Umsetzung der Feststoffvergärung in der Praxis auf 3 BGA

? Verifizierung der Ergebnisse aus der 1. Phase unter Praxisbedingungen. Die zu betrach-tenden Aspekte sind Technik, Energie, Akzeptanz, Organisation und Wirtschaftlichkeit

? Öonomische Daten anhand der involvierten Praxisanlagen aufgezeigt

? Konkreter Energiebedarf für die Implementierungskonzepte überprüft

? Energieeffizienz des Transports von Feststoffen gegenüber Gülle in Abhängigkeit des Im-plementierungskonzepts berechnet und überprüft

? Zusätzliche positive Aspekte der Separierung (Ausbringeigenschaften der Dünngülle, Ein-sparung von Lagerkapazitäten) erfragt und zusammengestellt

? Energetische Nutzung von Hofdünger mit Einbezug kleinerer Betriebe, die keine Biogasan-lage wirtschaftlich betreiben können, erschlossen (Lieferbetriebe)

? Organisatorische Abläufe des Konzepts für die breitere Praxisumsetzung aufgezeigt

? Aufgrund der ersten Erkenntnisse wird ein Vorschlag für die Implementierung und weiter-gehende Verbreitung erarbeitet

? Bestehende offene Fragen systematisch erkennen, aufarbeiten und dokumentieren sowie gegebenenfalls weiteren Forschungsbedarf aufzeigen