Zwischen 2017 und 2019 erneuert das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) das nationale Personenverkehrsmodell (NPVM). Diese Neuerungen beinhalten eine stärkere Segmentierung der Verkehrsnachfrage in ausdifferenzierte Personengruppen (VHG). Über die Aggregation (räumlich, sachlich) einer Synthetischen Population (SynPop) können diese VHG sehr variabel gebildet werden. Dazu muss die SynPop die notwendigen Variablen (z.B. Einwohner nach Alter und Besitz von Mobilitätswerkzeugen) in hoher Qualität, Aktualität und räumlicher Auflösung vorhalten, so dass über die Aggregation auf die im NPVM vorgesehene Differenzierung der Nachfrage valide Grundlagen für die Verkehrsmodellierung bereitstehen.
Aufgrund aktueller und in hoher Qualität vorliegender Eingangsdaten (STATPOP, STATENT, Anzahl GA, Halbtax, Verbundabonnemente), steigender Anforderungen an die Plausibilität ausgewählter Variablen (z.B. Einkommen, Anzahl Studierende und Schüler) und einer neuen Raumstruktur (Verkehrszonen gemäss neuem NPVM) ist ein Update der bestehenden SynPop 2014 auf 2016 notwendig. Zusätzlich wird für die verkehrliche Modellierung unter Berücksichtigung des Gotthard-Basistunnels eine SynPop 2017 benötigt. Aufbauend auf den Ist-Zuständen ist im Projekt eine Prognose für 2030 zu realisieren.
Die SBB arbeitet seit 2017 mit einem mikroskopischen Verkehrsmodell der Schweiz, welches auf der Software MATSim basiert. Für die Weiterentwicklung der Modell-Landschaft und die Anwendungen mit MATSim hat die SBB den Bedarf eine SynPop für den Ist- und Prognosezustand verwenden zu können und beauftragt daher gemeinsam mit dem ARE die Arbeiten.