Unter den tausenden von chemischen Stoffen auf dem Markt gibt es viele, deren Bioakkumulationspotential (als umweltgefährliche Eigenschaft) mittels des aktuellen Wissens bzw. mittels der bestehenden Modelle nicht bzw. nur mit ungenügender Zuverlässigkeit abgeschätzt werden kann. Diese Modelle sind für unter Umweltbedingungen in neutraler Form vorliegende Stoffe ausgelegt, nicht für kationische, anionische oder zwitterionische. Anhand von Stoffen, die vollständig oder teilweise in anionischer, kationischer oder zwitterionischer Form vorliegen wurden die bestehenden Wissenslücken anhand von Untersuchungen mit Fischzelllinien verkleinert. Dies leistete nebenbei einen Beitrag im Hinblick auf die übergeordnete Strategie, Tierversuche zu vermeiden.
Insgesamt belegen die Ergebnisse der Projekte in dieser Aktivität die Eignung von Fischzelllinien für die Messung der akuten Toxizität und der Bioakkumulation von strukturell unterschiedlichen kationischen, anionischen und zwitterionischen Stoffen und erweitern damit den chemischen Raum für zellbasierte Ansätze.
Die Erkenntnisse aus der Aktivität wurden in mehreren wissenschaftlichen Artikeln veröffentlicht, so dass sie auch von ausländischen Behörden, Unternehmen und Forschungsinstituten verwendet werden können: