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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
SI/501506
Projekttitel
Windpark Le Peuchapatte: Analyse der Fledermausmessungen und Bewertung der Massnahmen

Texte zu diesem Projekt

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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlussbericht
(Deutsch)

Synthese

1. Bereits geringe Aktivität führt zu bedeutender Fledermaus-Mortalität
In der Nabe von zwei WEA des Windparks Le Peuchapatte wurden durchschnittlich je nur 3-4 Durchflüge von Fledermäusen pro Nacht festgestellt. Dies ist eine geringe Fledermausaktivität im Vergleich zu anderen Projekten in der Schweiz. Dennoch haben die Totfundsuchen bei 3 WEA desselben Windparks im selben Jahr eine grosse Anzahl an Schlagopfern ergeben. Korrigiert nach Suchfläche, Suchaufwand und Verschwinderate wird die Mortalität auf 10 bis 36 Fledermäuse (95% Vertrauensintervall) pro WEA und Jahr geschätzt. Schlussfolgerungen aufgrund einer einzelnen Untersuchung in einer Saison bleiben unsicher. Doch selbst wenn die tatsächliche Mortalität am unteren Rand des Vertrauensintervalls, also bei 10 toten Fledermäusen pro WEA und Jahr liegt, wird in der vorliegenden Untersuchung deutlich, dass ein bedeutendes Problem für Fledermäuse bestehen kann - insbesondere bei Windparks mit mehreren WEA – und dass deshalb Massnahmen zum Schutz der Fledermäuse angezeigt sind. Die allgemeine Folgerung aus dieser Untersuchung lautet, dass auch eine geringe gemessene Aktivität in der Nabe mit einer bedeutenden Mortalität an Fledermäusen pro WEA assoziiert sein kann. Diese Untersuchung könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass eine Hochrechnung der Fledermausmortalität basierend auf der Aktivität aufgrund von Modellen aus dem Ausland für die Schweizer Verhältnisse, zumindest für gewisse Standorte, möglicherweise zu einer Unterschätzung führt. Insgesamt ist diese grosse bis sehr grosse Mortalität mit einer Aktivität assoziiert, die als gering eingestuft wird. Es ist daher zu befürchten, dass Standorte mit höherer Aktivität (zumindest im Jurabogen) auch durch eine hohe Sterblichkeit gekennzeichnet sein können, sofern das Artenspektrum vergleichbar ist. Entsprechend ist es von Bedeutung, dass jeder Standort entsprechend seinen Bedingungen und in angepasster Weise untersucht werden muss und bei Bedarf spezifische Massnahmen zur Schadensminderung entwickelt werden. Ein Fledermaus-Monitoring nach Betriebsstart über mehrere Jahre hinweg liefert bessere Erkenntnisse über die jährliche Variabilität und erlaubt eine Optimierung der Schutzmassnahmen und der Energieproduktion an einem Standort.

2. Ist das Mortalitätsrisiko der Arten unterschiedlich?
Beim Ansatz II wird aufgrund von "Aktivitätsmessungen in der Nabe“ eine Mortalität bei verschiedenen Arten, insbesondere bei Vertretern der Gattungen Pipistrellus (Anteil 83%) sowie auch Nyctaloid (17%) erwartet. Die mit dem Ansatz I "Totfundsuche" geschätzte Mortalität ist jedoch auf zwei Arten der Gattung Pipistrellus beschränkt; es wurden keine Arten der Gruppe Nyctaloid (Gattungen Nyctalus, Eptesicus und Vespertilio) gefunden. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass auch Vertreter der Gruppe Nyctaloid zu den Opfern gehören, aber zufällig keine gefunden wurde (in der Studie von 2007 wurde eine Nyctalus leisleri gefunden). Die beiden Ansätze zur Schätzung der Mortalität sind durch gewisse Unsicherheiten gekennzeichnet und aufgrund unterschiedlicher zeitlicher Auflösung nicht immer direkt vergleichbar. Dennoch wird die Vermutung bestärkt, dass die Exposition im Risikobereich oder das relative Mortalitätsrisiko der Arten unterschiedlich ist.

3. Komplementarität der beiden Ansätze
Wird die Mortalität aufgrund des Ansatzes I (direkter Ansatz, Totfundsuche) geschätzt, dann gilt eine zeitliche Auflösung von Tagen. Auch wenn das Resultat primär für das Jahr 2015 gültig ist, so bleibt es mit demjenigen der Studie vom Mont-Crosin vergleichbar. Die Methode ist zwar aufwändig, ist nicht sehr gut an Fälle mit geringer Mortalität angepasst, ergibt aber ein ziemlich gutes Bild von den getöteten Arten. Es wäre wünschenswert, wenn in Zukunft verbesserte Methoden entwickelt werden, z.B. die automatische Detektion von fallenden Schlagopfern mit Sensoren. Wird die Mortalität mit dem Ansatz II (indirekter Ansatz, Aktivitätsmessung) geschätzt, dann liegt eine zeitliche Auflösung von Minuten vor. Die Prognose der Mortalität geht davon aus, dass die im Jahr 2015 erhobenen Daten einem Mehrjahresdurchschnitt entsprechen. Sie basiert auf verschiedenen Annahmen – ermittelt aufgrund von  umfangreichen Untersuchungen im Ausland. So wird eine durchschnittliche Mortalität vorausgesetzt, die für alle Arten identisch ist Die Schätzung kann fehlerhaft sein, wenn die Annahmen für die Schweiz nicht (vollständig) zutreffen. Für die Methode mit Aktivitätsmessungen muss mit einem mittleren Aufwand gerechnet werden. Sie kann für ein standardisiertes Monitoring bei WEA eingesetzt werden, liefert aber nur vage Hinweise, welche Arten tatsächlich getötet werden. Mit Vorteil sollten Aktivitätsmessungen nach Betriebsstart während mehreren Jahren durchgeführt werden. Diese Daten sollten national gesammelt werden und für projektübergreifende Auswertungen zur Prüfung der Modell-Annahmen zur Verfügung stehen.

4. Erfolgreiche Massnahmen zum Schutz der Fledermäuse
Zum Schutz der Fledermäuse kann ein Abschaltplan erstellt werden, der festlegt, in welchen Perioden mit grosser Fledermausaktivität die Rotoren abgestellt werden. In Forschungsprojekten konnte gezeigt werden, dass diese Schutzmassnahme die Mortalität bei Fledermäusen effektiv vermindern kann. Oft kann ein Abschaltplan so eingestellt werden, dass die Abschaltung zu Nachtzeiten mit geringer Stromproduktion erfolgt, so dass die Wirtschaftlichkeit des Windenergieprojektes optimiert wird. Die Umsetzung und Wirksamkeit eines Abschaltplans können nach Betriebsstart im Rahmen einer Erfolgskontrolle aufgrund von Aktivitätsmessungen der Fledermäuse in der Nabe überprüft und allenfalls optimiert werden.




Zugehörige Dokumente:
Schlussbericht
(Französisch)

Synthèse

1. Une faible activité entraîne déjà une mortalité significative des chauves-souris
À hauteur de la nacelle de deux éoliennes du parc éolien du Peuchapatte, on n'enregistre en moyenne que 3 à 4 passages de chauves-souris par nuit. Il s'agit d'un faible niveau d'activité de chauve-souris par rapport à d'autres projets en Suisse. Néanmoins, les recherches menées la même année sous 3 éoliennes du même parc ont permis de trouver un grand nombre de cadavres. Corrigée en fonction de l'effort de recherche, de la zone de recherche et du taux de disparition, la mortalité est estimée entre 10 et 36 chauves-souris par éolienne et par année (intervalle de confiance à 95%). Les conclusions fondées sur une seule recherche durant une saison demeurent incertaines. Cependant, même si le taux de mortalité réel se situe à l'extrémité inférieure de l'intervalle de confiance, soit 10 chauves-souris tuées par éolienne et par année, cette étude montre clairement qu'il peut y avoir un problème significatif pour les chauves-souris - en particulier dans le cas des parcs éoliens équipés de nombreuses éoliennes - et que des mesures de protection des chauves-souris sont donc indiquées. La conclusion générale à tirer de cette étude est que même un faible niveau d'activité mesurée à hauteur de nacelle peut être accompagné par une mortalité significative des chauves-souris par éolienne. Cette étude pourrait également indiquer qu'une extrapolation de la mortalité des chauves-souris sur la base de l'activité, fondée sur des modèles étrangers mais appliquée aux conditions en Suisse, pourrait conduire à une sous-estimation, du moins pour certains sites. Globalement, cette mortalité forte à très forte est liée à une activité jugée faible. On peut donc craindre que des sites à plus forte activité (au moins dans l’Arc jurassien) soient également caractérisés par une forte mortalité, pour autant que les proportions entre les espèces soient comparables. Toutefois, chaque site doit être étudié pour luimême de manière adaptée aux circonstances et si nécessaire faire l’objet de mesures de diminution des impacts spécifiques. Un monitoring des chauves-souris initié après le début de l'exploitation et poursuivi durant plusieurs années permet d'obtenir une meilleure information sur la variabilité interannuelle et d'optimiser les mesures d'arrêt et la production d'énergie sur un même site.

2. Le risque de mortalité est-il différent selon les espèces?
La mortalité estimée selon de l’approche II « Monitoring de l’activitédes chauves-souris à hauteur de nacelle» prédit une mortalité touchant de nombreuses espèces appartenant aussi bien aux Pipistrelles (83%) qu’aux Nyctaloides (17%). La mortalité estimée selon l’approche I « Recherche de cadavres de chauves-souris au sol» est limitée à deux espèces de Pipistrelles; aucune espèce de Nyctaloides (genres Nyctalus, Eptesicus et Vespertilio) n’a étrouvée. On ne peut cependant pas exclure que des Nyctaloides figurent également parmi les victimes, mais que par hasard on n’en ait trouvéaucun (dans l’éude de 2007 on avait d’ailleurs trouvé une Nyctalus leisleri). Les 2 approches de l’estimation de la mortalitésont marquées par des incertitudes relativement importantes et ne sont pas toujours directement comparables en raison d’éhelles temporelles différentes. Néanmoins, on est en droit de supposer que l'exposition réelle ou le risque de mortalité relatif peut être différent selon les espèces.

3. Complémentarité des deux approches
La mortalité estimée selon l’approche I (approche directe, recherche de cadavres) a une échelle temporelle de l‘ordre du jour. Elle n’est fondamentalement valable que pour 2015, mais ce résultat reste comparable à ceux de l’éude prééente mené au Mont-Crosin. Elle est très coûteuse, mais donne une assez bonne idée des espèces tuées tout en étant peu adaptée aux cas de faible mortalité. Il serait souhaitable de mettre au point à l'avenir des méthodes améliorées, par exemple pour la détection automatique au moyen de capteurs des victimes au moment de leur chute. La mortalité estimée selon l’approche II (approche indirecte, mesure de l’activité a une éhelle temporelle de l’ordre de la minute. Elle équivaut à une moyenne pluriannuelle basée sur les données récoltées en 2015. Elle repose sur diverses hypothèses, comme un taux de mortalité moyen identique pour toutes les espèces - déterminé sur la base de recherches approfondies à l'étranger. L'estimation peut être erronée si les hypothèses ne sont pas (entièrement) valables pour la Suisse. La méthode de mesure de l'activité est moyennement coûteuse, et peut être utilisée comme un instrument de monitoring standardisé pour les éoliennes, mais elle ne donne qu’une trè vague idée des espèces réellement tuées. Il est conseillé d'effectuer des mesures d'activité pendant plusieurs années après la mise en service. Ces données devraient être rassemblées à l'échelle nationale et mises à disposition pour des analyses portant sur plusieurs projets pour vérifier les hypothèses du modèle.

4. Mesures efficaces pour protéger les chauves-souris

Un schéma d’interruption peut être établi pour protéger les chauves-souris. Celui-ci détermine quand les rotors doivent être arrêtés, aux périodes où l’activitédes chauves-souris est élevée. Dans le cadre de projets de recherche, cette mesure de protection s'est avérée efficace pour réduire la mortalité chez les chauvessouris. Souvent, un schéma d’interruption peut être établi de manière à ce que l'arrêt se fasse durant les périodes nocturnes avec une production d'électricité faible, de sorte que la rentabilité du projet éolien soit optimisée. La mise en oeuvre et l'efficacité d'un schéma d’interruption peuvent êre véifiés et, si nécessaire, optimisées, après la mise en service dans le cadre d'un contrôle d'efficacité basé sur la mesure de l'activité des chauves-souris depuis la nacelle.