Der IFN-γ-Test wird weltweit als ergänzender Test zum Tuberkulin-Hauttest zur Diagnostik der Rindertuberkulose eingesetzt. Der Vorteil des IFN-γ-Tests liegt darin, dass er in der Lage ist, kürzlich infizierte Tiere oder Tiere, die nicht mittels Hauttest detektiert werden, zu erfassen. Der Test bedient sich der ELISA-Technologie, um die Freisetzung des Cytokins IFN-γ zu messen. Dafür wird heparinisiertes Blut innerhalb von 6–24 Stunden mit bovinem und aviärem PPD-Tuberkulin inkubiert. Gemäss der TW für Rindertuberkulose kann der IFN-γ-Test in der Schweiz zur Eradikation bei einem Ausbruchsgeschehen dann zum Einsatz kommen, wenn mittels Hauttest fraglich positive Tiere generiert wurden. Er dient bei einem Ausbruchsgeschehen folglich der Bestätigung von fraglichen Tieren und muss daher eine hohe Sensitivität aufweisen. Die Sensitivität des Tests kann durch strengere Thresholds gesteigert werden. Derzeit werden in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Cut-off-Werte verwendet. Der Threshold sollte in jedem Land basierend auf den lokalen epidemiologischen Gegebenheiten angesetzt werden.