Dieses Projekt hat zum Ziel, (i) mikrobielle Konsortien (kultivierbare und nicht-kultivierbare), welche
für die suppressive Wirkung von Komposten verantwortlich sind, zu identifizieren, (ii) zu prüfen, ob
diese (kultivierbaren) mikrobiellen Konsortien die suppressiven Eigenschaften von unwirksamen
Komposten verbessern können, und (iii) einzelne Mikroorganismen, die in funktionellen Assays
suppressive Eigenschaften zeigen, komplett zu sequenzieren.
Folgende vier Hypothesen sollen untersucht werden:
1) Die mikrobielle Zusammensetzung (kultivierbare und nicht kultivierbare Mikroorganismen) in
der Rhizosphäre von Pflanzen, welche in Anwesenheit von bodenbürtigen Krankheiten
wachsen, unterscheidet sich qualitativ und quantitativ je nach Zugabe von krankheitsunterdrückenden
bzw. unwirksameren Komposten (Verifizierung und Vertiefung der Ergebnisse
aus Vorversuchen);
2) Die Pflanzenart und die Art der anwesenden bodenbürtigen Pathogene beeinflussen die mikrobielle
Zusammensetzung in der Rhizosphäre von in suppressiven Substraten gewachsenen
Pflanzen mit;
3) Die krankheitsunterdrückende Wirkung unwirksamer Komposte kann durch Zugabe von Mikroorganismen,
welche aus der Rhizosphäre von durch Kompost geschützten Pflanzen isoliert
wurden, verbessert werden;
4) Mikroorganismen, welche für die Verbesserung von unwirksamen Komposten verwendet
wurden, können aus Pflanzenwurzeln, welche durch diese angereicherten Komposte geschützt
wurden, wieder rückisoliert werden und besitzen genotypische Eigenschaften, welche mit der Krankheitsunterdrückung korrelieren.