Humanpathogene Viren, die durch Lebensmittel übertragen werden können, sind von zunehmender Bedeutung. Insbesondere das Hepatitis A-Virus ist durch einen grossen, europaweiten Ausbruch, der auf kontaminierte tiefgekühlte Beeren zurückzuführen war, in den Fokus gerückt. Ein vom BLV finanziertes Projekt ergab weiter, dass in der Schweiz eine zunehmende Krankheitslast an Hepatitis E zu verzeichnen ist („Expositions- und Folgenabschätzung von Hepatitis E-Übertragung von Tieren auf den Menschen in der Schweiz“; Projektnummer 4.15.01). Während Hepatitis A-Virus vorwiegend bei pflanzlichen Lebensmitteln von Bedeutung sein kann, kommt das Hepatitis E-Virus in Lebensmitteln tierischer Herkunft vor.
Als Risikoprodukte für eine Übertragung beider Viren gelten Lebensmittel, welche roh oder nur leicht erhitzt konsumiert werden. Mit dem vorliegenden Projekt soll das Vorkommen von Hepatitis A-Virus in ausgewählten pflanzlichen Lebensmitteln und von Hepatitis E-Virus in Risikoprodukten tierischer Herkunft auf dem Schweizer Markt bestimmt werden. Letzteres unter anderem als Beitrag zu einem Projekt, das die Lebensmittelsicherheit von Rohfleischerzeugnissen umfassend zum Gegenstand hat („Erhebung der Prävalenz von pathogenen Organismen und Verbreitung von deren Antibiotikaresistenzen in Schweizer Rohfleischerzeugnissen“; Projektnummer 4.17.03).