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Forschungsstelle
BAG
Projektnummer
17.007107
Projekttitel
Diskursanalyse StAR

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
  • Antibiotikaresistenzen
  • Antibiotika
  • Kommunikation
  • Diskursanalyse
  • StAR
  • Strategie
  • Gesundheit
Schlüsselwörter
(Französisch)
  • Antibiorésistance
  • antibiotique
  • communication
  • analyse du discours
  • StAR
  • stratégie
  • santé
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die vom BAG beauftragte Studie umfasst eine situative korpusgestützte Diskursanalyse. Die Analyse beinhaltet eine Standortbestimmung der kommunikativen Positionen zu StAR (Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz) im öffentlichen Diskurs im Sinne eines „Mappings“ des Politikfelds und seiner kommunikativen Netzwerke im Zeitraum 2015-2017. Die Ergebnisse der Analyse dienen dem BAG zur strategischen Orientierung ebenso wie zur Sensibilisierung der Vollzugspartner für Fragen der Kommunikation und des Wissenstransfers. Die Resultate sind zudem dazu geeignet, künftige vernetzte, „common sense“-orientierte Kommunikationsstrategien für StAR und seine Partner zu entwickeln bzw. zu optimieren.

Kurzbeschreibung
(Französisch)

L’étude demandée par l’OFSP est une analyse du discours liée à la situation et fondée sur un corpus. L’analyse consiste en un état des lieux des positions communicationnelles vis-à-vis de la Stratégie antibiorésistance Suisse (StAR) dans le discours public, réalisé sous la forme d’un « mapping » du champ politique et de ses réseaux de communication pendant la période 2015-2017. Les résultats obtenus permettront à l’OFSP de s’orienter d’un point de vue stratégique et de sensibiliser les partenaires de mise en œuvre aux questions de communication et de transfert des connaissances. Les résultats seront en outre adaptés pour développer ou optimiser à l’avenir des stratégies de communication en réseau sensées pour la StAR et ses partenaires.

Executive Summary
(Deutsch)

Mit der Diskursanalyse zur Nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat der Forschungsbereich Organisationskommunikation und Öffentlichkeit (OKOE) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Muster der sprachlichen Verständigung im öffentlichen Diskurs über Antibiotika und Antibiotikaresistenzen untersucht. Berücksichtigt wurden öffentlich zugängliche Webtexte von Akteuren aus Politik, Medien, Industrie und Wissenschaft. Wiederkehrende Muster der Verständigung im öffentlichen Diskurs bilden die sprachliche Form des "common sense" zu einem Thema, der eine wichtige Bezugsgrösse für Kommunikations- und Sprachstrategien ist.

Die Analyse erfolgte zunächst explorativ, um die "kommunikative Infrastruktur" des Diskursbereichs identifizieren zu können, wie sie sich seit 2013 präsentiert. Im Zentrum der anschliessenden quantitativen und qualitativen Analyse stand ein Korpus mit 1.9 Mio. Texten bzw. 839 Mio. Wörtern von 133 Webquellen jener Organisationen, die für den StAR-Diskurs zusammen mit dem Auftraggeber als relevant eingestuft worden sind.

Die Analyse zeichnet das Bild eines behördenspezifischen, vielschichtigen, aber schwach ausgeprägten Diskurses über Antibiotikaresistenzen, der als ein Spezialthema neben anderen Top-Themen unter den untersuchten Akteuren betrachtet werden kann (wie beispielsweise das allgemeine Thema "Krankheiten/Behandlungen"). Die journalistische  Berichterstattung zu Antibiotika(resistenzen) ist deutlich bezogen auf Ereignisse und behördliche Informationsangebote.

Einzelne Akteure werden im Diskurs sehr unterschiedlich genannt (zitiert, referenziert, erwähnt usw.) Zu den "Stars" zählen häufig genannte Akteure wie der Bundesrat, das BAG und weitere Bundesämter, die internationale World Health Organization (WHO), Swissmedic oder die Universität Zürich. Als "Repräsentanten" gelten Akteure, die häufig auf andere Akteure verweisen, wie bspw. die Basellandschaftliche Zeitung oder 20 Minuten. Santésuisse, SVP und die Unispitäler Basel und Zürich zählen als sogenannte "Relais" zu jenen Akteuren, die sowohl häufig genannt werden also auch andere Akteure häufig nennen.

Der Diskurs erzählt zu vom BAG ausgewählten, wichtigen Such- und Schlüsselwörtern (wie „Antibiotika/-resistenzen“, „Forschung“, „Patienten“, „Wirkungen“ u. a.) differenzierte Geschichten, dies bspw. über die Bedeutung der Patientenverantwortung, über unterschiedliche Wirkungen und die Entwicklung (alternativer) Diagnose-, Behandlungs- und Therapieverfahren sowie die Relevanz, Forschende entsprechend zu fordern, vernetzen und motivieren.

Die Ergebnisse zeigen, dass ein deutlich fachsprachlich gekennzeichneter "Spezialdiskurs" über Antibiotika(resistenzen) stattfindet, der künftig stärker und gezielter in übergreifende thematische Felder (wie Krankheiten, Umwelt usw.) eingebettet werden sollte und könnte, um Kommunikationsziele von StAR zu erreichen. Dabei wäre auf die Entwicklung eines dafür geeigneten, bürgerfreundlichen Vokabulars zu achten. Während im Diskurs "Kontroversen" über Antibiotika/Antibiotikaresistenzen geführt werden, fehlt eine breite "Diskurskoalition", die sich auf ein allgemein verständliches Symbol für das Grundanliegen von StAR beziehen könnte. Der bisher dafür gewählte Begriff "One Health" hat sich nicht durchsetzen können.

Weiteres Vorgehen
(Deutsch)

Anfragen zum weiteren Vorgehen sind an die Projektleitung zu richten:
Dr. phil. nat. MPA Hans C. Matter, Sektionschef
BAG, Abteilung Übertragbare Krankheiten
Sektion Strategien, Grundlagen und Programme
Tel. +41 (0)58 46 38756
Fax +41 (0)58 46 38795
Geschäftshandy +41 (0)79 570 0759
hans.matter@bag.admin.ch  

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente