Die Tuberkulose ist eine in der Schweiz seltene, behandelbare Infektionskrankheit. Die wichtigsten Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung sind frühe Diagnose und Therapie von Patienten mit ansteckender Tuberkulose, insbesondere beim Befall der Atemwege. Dies wird auch durch die Nationale Tuberkulosestrategie Schweiz so festgehalten.
Hinzu kommt, dass sich Keime mit Resistenzen gegenüber den wichtigsten Antituberkulotika Isoniazid und Rifampicin, also multiresistente Keime, auch in der Schweiz ausbreiten. Das Nationale Referenzzentrum für Mykobakterien sichert die Diagnose und eine adäquate Therapie, indem es optimierte Algorithmen zur Identifizierung und Charakterisierung von Isolaten entwickelt und allgemein zuglänglich macht. Es trägt hinsichtlich Resistenzdiagnostik zur geeigneten und zeitnahen Behandlung von Patientinnen und Patienten mit multiresistenter Tuberkulose bei.