- An welchen Dimensionen machen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen ihre Präferenzen bezüglich landwirtschaftlicher Betriebe fest? Was sind „landwirtschaftliche Strukturen“ bzw. was gehört aus Sicht der Gesellschaft bzw. unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen dazu?
- Gibt es gesellschaftliche Erwartungen zu Strukturen und Wirtschaftsweisen in der Landwirtschaft und wenn ja, welche? Wo liegen bezüglich dieser Parameter die Grenzen der Akzeptanz bzw. die Grenze zwischen vielfältig-landwirtschaftlicher (=erwünschter) und industrieller (= unerwünschter) Produktion? Erwartungen könnten unter anderem folgende Dimensionen betreffen:
o Grössenverhältnisse (Fläche, Nutztiere, Arbeitskräfte pro Betrieb),
o Bewirtschaftungsformen und -intensität (inkl. Mechanisierung / Grösse der Maschinen),
o Vielfalt der Betriebszweige,
o Besitzverhältnisse,
o Betriebsorganisation / soziale Organisation (Familienbetrieb, Genossenschaft, AG, GmbH, Kollektiv, Verein etc.),
o Grad der Bodenabhängigkeit der (Lebensmittel-) Produktion,
o betriebswirtschaftliche Kriterien (wie beispielsweise Gewinn, Arbeitsentschädigung, produzierte Menge).
- Wie werden die erwarteten Strukturen und gewünschten Wirtschaftsweisen begründet? Stellen Befragte / gesellschaftliche Gruppen einen Zusammenhang her zwischen der von ihnen erwarteten / präferierten Struktur und:
o Versorgungssicherheit,
o Ökologie / natürliche Lebensgrundlagen,
o Wirkungen auf das Landschaftsbild,
o Beitrag zur Regionalwirtschaft,
o Tierwohl,
o anderen Aspekten der Nachhaltigkeit.
- Falls ja, bei welchen Wirkungen ist dieser Zusammenhang besonders stark?
- Wie wird die Tatsache beurteilt, dass grosse und spezialisierte Betriebe betriebswirtschaftlich oft besser abschneiden, als kleine und vielfältige Betriebe? Kann daraus eine Legitimation abgeleitet werden, wirtschaftlich weniger leistungsfähige Betriebe mit Direktzahlungen zu fördern?
- Was versteht die Gesellschaft unter bodenbewirtschaftenden Betrieben? Wie eng muss der Bezug zur Bodenbewirtschaftung sein, damit ein Betrieb als besonders erwünscht beurteilt wird? Kann ein unteres Limit (Minimum) der Bodenabhängigkeit festgelegt werden, um einen Betrieb als besonders erwünscht einzuordnen?