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Forschungsstelle
ENSI
Projektnummer
CTR00273
Projekttitel
Quartärstratigraphie Hochrhein

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Quartär, Stratigraphie, Sediment, Hochrhein, Nordschweiz, Eiszeit, Pleistozän, Schotter, Rheintal, Geologie, Landschaftsentwicklung, Erosion, Abtragung
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Mit dem Projekt soll das Prozessverständnis betreffend den Mechanismen der quartären Landschaftsentwicklung im Hinblick auf die Beurteilung von Erosionsszenarien konsequent weiterentwickelt werden. Neben der glazialen Tiefenerosion spielt die lineare Erosion entlang von Flusstälern eine zentrale Rolle für Langzeitsicherheit geologischer Tiefenlager. Sie spiegelt eine Absenkung der regionalen/lokalen Erosionsbasis wider. Das Hochrheintal befindet sich im Übergangsbereich zwischen zwei diesbezüglich relevanten Grossräumen. Das nördl. Alpenvorland bzw. die Alpen sind gekennzeichnet durch Hebungsprozesse, während der (Ober-)Rheingraben durch Absenkung dominiert wird. Hinzu kommt, dass das gesamte Nordschweizer Mittelland durch das Hochrheintal entwässert. Mit dem Projekt soll analysiert werden, ob und wie die dortigen quartären Lockergesteinsablagerungen die Entwicklung der Erosionsbasis infolge Hebung und Senkung dokumentieren. Zur Erschliessung der bisher nicht gesamtheitlich untersuchten quartärgeologischen Archive im Hochrheintal muss zu Beginn eine (litho)stratigraphische Gliederung erarbeitet werden. Diese soll sich nach Möglichkeit am etablierten Konzept des Nordschweizer Mittellands orientieren. Neben Erkenntnissen zur Erosionsgeschichte werden auch neue Erkenntnisse zur Vergletscherungsgeschichte erwartet, da die Ausdehnung der grössten und möglicherweise ältesten Vorlandvereisung bis in den Raum Möhlin vermutet wird.
Projektziele
(Deutsch)
Das Prozessverständnis zur Landschaftsentwicklung, insbesondere zur Entwicklung der Erosionsbasis spielt in Bezug auf die Beurteilung der Langzeitsicherheit geologischer Tiefenlager eine zentrale Rolle. Untersuchungen im Hochrheintal, d. h. im „Abstrombereich“ von 5 der 6 potenzialen Standortgebiete, bieten die Möglichkeit neue, unabhängige Beurteilungsgrundlangen bzgl. bestehender Erosionsszenarien zu schaffen.
Das ENSI generiert mit dem Projekt von der Nagra unabhängige Beurteilungsgrundlagen hinsichtlich der Standortwahl geologischer Tiefenlager sowie späterer Bewilligungsschritte.