Mit Hilfe einer statistischen Auswertung wurde gezeigt, dass die identifizierten Referenzparameter signifikant mit dem auf eindimensionalen strukturmechanischen Berechnungen basierenden Spannungsintensitätsfaktor KI korrelieren. So steigen mit zunehmender Leckgrösse die Maxima von KI. Ausserdem decken die Ergebnisse der konservativen Simulationen, unter Verwendung von Konservativitäten in den Anfangs- und Randbedingungen, wie sie auch in der Vergangenheit für den thermohydraulischen Teil des PTS-Sicherheitsnachweises verwendet wurden, in allen betrachteten Szenarien sowohl das obere 95/95-Toleranzlimit als auch die maximale Schwankungsbreite der Unsicherheits-analyse sicher ab.
Auch hinsichtlich der auf Basis des Tangentenkriteriums ermittelten Sprödbruchübergangs-temperatur RTNDT zeigt sich, dass die Ergebnisse der konservativen Rechnung für alle untersuchten Leckgrössen tatsächlich konservativ sind. Unter Berücksichtigung des weniger konservativen Warm-Prestressing-Effekts (WPS) ist die Streuung von RTNDT deutlich höher, weshalb sich kaum belastbare Schlussfolgerungen zur Abschätzung ungünstiger Störfallszenarien ableiten lassen. Dies ist primär auf den flachen Kurvenverlauf im Bereich des Maximums von KI zurückzuführen, wodurch kleine Fluktuationen von KI grosse Abweichungen bei der Berechnung der zulässigen RTNDT verursachen können. Zudem unterschreiten die Ergebnisse der konservativen Simulation nicht das 5 %-Perzentil der Ergebnisschar der Unsicherheitsanalyse sowie deren unteres zweiseitiges 95/95-Toleranzlimit.