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Forschungsstelle
BWO
Projektnummer
F2-027-17
Projekttitel
Siedlungen der 1980er Jahre

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Wohnsiedlungen der 1980er Jahre, Pilotstudie, Qualifizierungspotenzial, sozialräumliche Qualitäten, Renovationsphase, energetische Sanierung, bautechnische Verbesserung

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Es handelt sich um eine Pilotstudie, aufgrund welcher das Qualifizierungspotenzial von Wohnsiedlungen der 1980er Jahre erfasst werden soll. Damit sollen Grundlagen bereitgestellt werden, dank derer soziale Folgen baulicher Veränderungen aufgedeckt und sozialräumliche Qualitäten gesichert oder weiterentwickelt werden können. Dies ist einerseits wichtig, weil Bauten aus dieser Zeit in die Renovationsphase kommen – zum Zweck der energetischen Sanierung und bautechnischen Verbesserung –, andererseits weil der architektonische und städtebauliche, aber auch der wohnungspolitische und soziale Wert der Siedlungen heute stark unterschätzt wird.

Projektziele
(Deutsch)
Das Qualifizierungspotenzial von Wohnsiedlungen der 1980er Jahre soll erfasst werden soll. Damit werden Grundlagen bereitgestellt werden, dank derer soziale Folgen baulicher Veränderungen aufgedeckt und sozialräumliche Qualitäten gesichert oder weiterentwickelt werden können.
Abstract
(Deutsch)

Die Siedlungen der 1980er Jahre kommen aufgrund ihrer energetischen und bautechnischen Standards in die Renovationsphase. Die vorliegende Studie ging von 3 Thesen aus:
1.      Die städtebaulichen, sozialen und baukulturellen Qualitäten sind durch bauliche Verdichtung und technische Erneuerung gefährdet.
2.      Diese oftmals am Ortsrand liegenden Siedlungen sind heute vom umgebenden Siedlungsgebiet „einverleibt“ worden.
3.      Diese Siedlungen sind ein erinnerungswertes Stück Heimat.

Mit den Ergebnissen der Studie kann eine erste zahlenmässige und kartographische Übersicht über die 1980er Siedlungsbestände sowie eine Auslegeordnung der städtebaulichen und wohnungsbaulichen Bedeutungen dieser Siedlungen vorgelegt werden. Die 1980er Jahre sind geprägt von der Abkehr von der (internationalistischen) Moderne“. Stattdessen führten die Diskussionen um die Postmoderne im Siedlungsbau zu situativen Gestaltungsversuchen von Heimat: „Wohnungsbau ist Städtebau“ (Huber, Koch 1985). Wobei eher die mit der Landschaft verwobene Kleinstadt das zu Grunde liegende urbane Leitbild war. Die Beheimatung der Menschen sollte durch neue gemeinschaftsorientierte Formen des Wohnens geschehen. Dazu gehörte, dass auf die sich individualisierende Gesellschaft mit vielfältigen Grundrissen reagiert wurde. Die Studie zeigt auf in welcher Hinsicht Siedlungen der 1980er Jahre ein bauliche Ressource auch für aktuelle und auch zukünftige Wohnbedürfnisse darstellen können.
Die Anzahl der gebauten Einfamilienhäuser sowie die relativ niedrige durchschnittliche Anzahl von Wohnungen (6) pro Mehrfamilienhaus und die damals häufige Lage am Siedlungsrand verweisen auf suburbane Leitbilder und Kontexte. Aufgrund des Siedlungswachstums seit den 1980er Jahren wird die Erneuerung dieser Siedlungsbestände jedoch heute zu einem Stück qualifizierter „Innenentwicklung“. Die durchschnittlich relative niedrige Geschosszahl, sowie vergleichsweise geringe Ausnützung des Bodens verweist auf ein durchaus beträchtliches Entwicklungspotenzial in diesen Gebieten.
Die Studie ermittelt unterschiedliche Problemlagen in verschiedenen städtebaulichen Lagetypen. Dabei wird deutlich, dass sich hinsichtlich der Frage der Erneuerung wohnungs- und sozialpolitische wie auch raumplanerische, städtebauliche und architektonische Problem- und Handlungsfelder überschneiden. Die fachliche und die politische Ausarbeitung und Steuerung von Lösungsansätzen bedarf massgeschneiderter und auch informeller Verfahren und Instrumente um zukunftsfähige Transformationsstrategien implementieren zu können.