ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
BWO
Projektnummer
F1-018-16
Projekttitel
Beitrag von kommunalen und kantonalen Wohnungen zur Wohnversorgung von schwächeren Marktteilnehmern

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
-
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Abstract
Anzeigen
-
-
-
Publikationen / Ergebnisse
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Wohnungen, Nutzung kommunaler Wohnliegenschaften, Liegenschaftsportfolio, Städte, Gemeinden, Kantone, Vermietungs- und Vergabepraxis, Wohnversorgung, schwache Marktteilnehmer
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Viele Städte und Gemeinden und einige Kantone besitzen eigene Wohnungen, die sie vermieten. Ge­naue Zahlen dazu sind seit 2000 aufgrund der Einstellung der Volkszählung respektive der Gebäude- und Wohnungserhebung nicht mehr erhältlich. Die Motive für das Halten von eigenen Wohnungen sind unterschiedlich. Während ein gewisser Anteil dieser Wohnungen aktiv für einen bestimmten Zweck vorgesehen ist (z.B. Alterswohnungen, Not­wohnungen, Unterkünfte für Asylsuchende, Wohnungen für eigenes Personal, generelles Angebot an preisgünstigem Wohnraum, etc.), werden andere im freien Wohnungsmarkt vermietet. Insbesondere grössere Städte mit einem umfangreichen Immobilienportfolio kennen klare Richtlinien für die Mietpreis­festsetzung und die Vergabe der Wohnungen. Solche Regelungen sind vermutlich in vielen Städten und Gemeinden jedoch nicht vorhanden. Die Datenlage zur Thematik der Wohnungen im Besitz der Kan­tone, Städte und Gemeinden ist insgesamt dünn.

Die Wohnungen im Eigentum von Kantonen und Gemeinden könnten einen unmittelbaren Beitrag zum Ziel der Wohnversorgung von schwächeren Marktteilnehmern leisten. Aus staatspolitischer Sicht wäre wünschenswert, wenn die Kantone und Gemeinden ihre kommunalen Woh­nungen nach klar nachvollziehbaren und transparenten Kriterien vermieten und bewirtschaften. Je nach wohnungspolitischer Zielsetzung einer Gemeinde kann dabei der Fokus auf unterschiedlichen Zielen und Zielgruppen liegen.

Die Studie basiert auf einer vorwiegend quantitativen Erhebung bei Gemeinden und Kantonen (Online-Umfrage), ergänzt mit qualitativen Angaben. Die Daten werden graphisch ausgewertet und kommentiert und mün­den in einen Bericht, der einen Überblick zum heutigen Bestand der kommunalen und kantonalen Woh­nungen in der Schweiz und deren Vermietung liefert sowie eine zusammenfassende Beurteilung der heutigen Situation und eine Einordnung in die Wohnraumpolitik des Bundes.
Projektziele
(Deutsch)
Die Wohnungen im Eigentum von Kantonen und Gemeinden könnten einen unmittelbaren Beitrag zum Ziel der Wohnversorgung von schwächeren Marktteilnehmern leisten. Mit einer Untersuchung soll eine aktuelle Übersicht über die Liegenschaftsportfolios sowie die Vermietungs- und Vergabepraxis in Kantonen, Städten und Gemeinden der Schweiz geschaffen werden. Sollte sich zeigen, dass bei vielen Städten und Gemein­den ein Potenzial für eine bewusstere und effizientere Nutzung der kommunalen Wohnliegenschaften besteht, sollen mögliche Massnahmen zur Sensibilisierung diskutiert werden.
Abstract
(Deutsch)

Über die Wohnungen im Eigentum von Kantonen, Städten und Gemeinden ist schweizweit keine Übersicht vorhanden. Das Bundesamt für Wohnungswesen hat deshalb in Kooperation mit dem Schweizerischen Städteverband und dem Schweizerischen Gemeindeverband eine Umfrage dazu veranlasst. 63% aller Schweizer Gemeinden und die Hälfte der Kantone haben an der Umfrage teilgenommen.

Die Umfrage zeigt, dass kommunale Wohnungen weit verbreitet sind: Rund 80% der Gemeinden besitzen eigene Wohnungen. Eigentümer sind keineswegs nur die grossen Städte. Auch über drei Viertel der Gemeinden mit weniger als 2'000 Einwohnern haben eigene Wohnungen. Bei der absoluten Wohnungszahl sind 7 Städte bedeutend, die je über 500 Wohnungen und zusammen mehr als die Hälfte der knapp 45'000 Wohnungen besitzen, die im Rahmen der Umfrage erhoben wurden. Allein der Stadt Zürich gehören ein Drittel der erhobenen Wohnungen.

Die Kantone sind als Wohneigentümer zahlenmässig zu vernachlässigen. Die Wohnungen im Eigentum der Kantone sind entweder für Kantonsangestellte oder Asylsuchende bestimmt oder befinden sich in Denkmalschutzobjekten oder Liegenschaften, die für Infrastrukturprojekte wie Strassen erworben wurden.

Ein Fünftel der kommunalen Wohnungen ist an einen bestimmten Zweck gebunden. Auch kleinere Gemeinden besitzen solche Wohnungen, beispielsweise für Angestellte, Asylsuchende oder ältere Personen. Mehr als die Hälfte der kommunalen Wohnungen weist keine enge Zweckbindung auf, aber die Gemeinden wenden bei der Vergabe die- ser Wohnungen gewisse Kriterien an. Häufig angewandte Vergabekriterien sind: Wohnsitz oder Arbeitsort innerhalb der Gemeinde, Vorgaben zur minimalen Belegung und maximale Einkommen respektive Vermögen.

Mehr als die Hälfte der Gemeinden vermietet ihre Wohnungen etwas oder deutlich günstiger als dies marktüblich wäre. Vor allem die Wohnungen mit Zweckbindung oder Vergabekriterien weisen tiefere Mieten auf. Aber auch Wohnungen ohne Vergabekriterien werden von der Hälfte der Gemeinden günstiger als marktüblich vermietet.

Bergen die Wohnungen im Eigentum der Städte und Gemeinden noch ein Potenzial für sozial benachteiligte Haushalte? Bislang steht diese Zielgruppe nur in Einzelfällen im Fokus, z.B. bei Sozial- oder Notwohnungen. Die Gemeinden verfolgen mit ihren Woh- nungen ganz unterschiedliche Ziele. Einen direkten Einfluss auf den lokalen Wohnungsmarkt haben sie aufgrund des geringen Anteils am Gesamtwohnungsbestand in den wenigsten Fällen. Allerdings haben die Gemeinden im Rahmen der Umfrage über 10'000 Wohnungen erfasst, für die weder eine Zweckbestimmung noch Vergabekrite- rien bestehen. Diese Wohnungen könnten wohl in vielen Fällen kurz- bis mittelfristig für unterschiedliche Ziele eingesetzt werden – auch für sozialpolitische Absichten.

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Publikationen / Ergebnisse
(Französisch)
Résumé "Logements appartenant aux communs et aux cantons. Etat des lieux": https://www.bwo.admin.ch/bwo/fr/home/Wohnungsmarkt/studien-und-publikationen/wohnungen-kt-gde.html
Publikationen / Ergebnisse
(Italienisch)